Jules Massenet: Manon; Annick Massis (Manon Lescaut), Alessandro Liberatore (Le Chevalier des Grieux), Pierre Doyen (Lescaut), Roger Joakim (Le Comte des Grieux), Papuna Tchuradze (Guillot de Morfontaine), Patrick Delcour (De Brétigny), Orchestre & Choeurs de l'Opéra Royal de Wallonie, Patrick Davin; Inszenierung: Stefano Mazzonis di Pralafera; 2 DVDs Dynamic 37751; Bild 16:9; Stereo & Surround, Aufnahme 10/2014, Veröffentlichung 09/2016 (162') – Rezension von Manuel Ribeiro

Die Verpflichtung der französischen Sängerin Annick Massis für die Rolle der Manon war eine exzellente Entscheidung. Auch wenn Massis als reife Frau der Rolle nicht unbedingt entspricht, ist sie stimmlich absolut auf der Höhe. Mit viel Charme, einer exzellenten Aussprache und vokalem Raffinement führt sie uns durch diese tragische Geschichte eines naiven jungen Mädchens, das von der perfekten Liebe träumt. Auch schauspielerisch hat sie die Figur voll im Griff. Read More →

Umberto Giordano: Andrea Chénier; Jonas Kaufmann (Andrea Chénier), Eva-Maria Westbroek (Maddalena di Coigny), Zeljko Lucic (Carlo Gérard), Denyce Graves (Bersi), Rosalind Plowright (Contessa di Coigny), John Cunnigham (Major-Domo), Adrian Clarke (Mathieu), Peter Coleman-Wright (Pietro Fléville), Royal Opera House Chorus and Orchestra, Antonio Pappano; Regie: David McVicar; 1 DVD Warner Classics 0190295937966; Bild 16:9; Stereo und Surround; Aufnahme 03/2015, Veröffentlichung 09/2016 (123') - Rezension von Manuel Ribeiro

‘Andrea Chénier’, ein ‘Dramma istorico’ von Umberto Giordano, behandelt Leben und Tod des Dichters Chénier vor dem Hintergrund der Französischen Revolution. Read More →

Giuseppe Verdi: La Traviata; Olga Peretyatko, Atalla Ayan, Simone Piazzola, Emiliano Gonzalez Toro, Balthasar-Neumann-Chor, Balthasar-Neumann-Ensemble, Pablo Heras-Casado; Regie: Rolando Villazon; 1 DVD C Major 733804; Stereo & Surround; Bild: 16:9; Liveaufnahme 2015, Veröffentlichung 10/2016 (139') – Rezension von Remy Franck

Am Anfang dieser Produktion von Verdis ‘Traviata’ aus dem Festspielhaus Baden-Baden sieht man die sterbende Violetta mit einer Spieldose. In der Dose sieht sie ihr Leben, erlebt die Szenen noch einmal, die Verdi für seine Oper benutzte. Und entsprechend vergrößert Rolando Villazon diese Spieldose dann für seine Inszenierung. Read More →

Jean-Philippe Rameau: Dardanus; Karina Gauvin (Venus), Gaëlle Arquez (Iphise), Reinoud van Mechelen (Dardanus), Florian Sempey (Anténor), Nahuel di Pierro (Teucer, Isménor), Katherine Watson (Amour, une Bergère, Bellone, un Songe), Pygmalion, Raphaël Pichon; Inszenierung: Michel Fau; 1 DVD & Blu-ray Harmonia Mundi HMD 9859051.52; Bild 16:9, Stereo & Surround; Aufnahme April 2015, Veröffentlichung 09/2016 (192‘24) – Rezension von Manuel Ribeiro

Nach zahlreichen Erfolgen wie ‘Castor et Pollux’, ‘Les Indes Galantes’ und weiteren Werken, ließ Rameau eine ‘Tragédie lyrique’ mit dem Titel ‘Dardanus’ 1739 uraufführen. Doch dies führte zu erbitterten Auseinandersetzungen, so, dass die Oper nach achtundzwanzig Vorstellungen abgesetzt wurde. Dies lag jedoch weniger an Rameaus Musik, sondern vielmehr an dem Libretto, das der junge Charles Le Clerc de la Bruère verfasst hatte. Um der Kritik Rechnung zu tragen stellte Rameau 1744 eine Neufassung der Partitur und des Librettos vor. Read More →

Death In Venice; A Dance Death by John Neumeier; Hamburg Ballett (Lloyd Riggins, Edvin Revazov, Laura Cazzaniga u.a.); 1 Blu-ray Arthaus Musik 109275; Bild 16:9; Stereo; Aufnahme 2004, Blu-ray Veröffentlichung 11/2016 (120' + 59') - Rezension von Norbert Tischer

Nach der Novelle ‘Tod in Venedig’ von Thomas Mann schuf John Neumeier ein ebenso originelles wie fantasievolles und letztlich auch berührendes Tanztheater. Aschenbach ist bei Neumeier kein Schriftsteller, sondern ein Choreograf. Das verhindert nicht, dass die in der Erzählung vorgeführte Gegenüberstellung von Denken und Fühlen, von Vernunft und Sinnlichkeit in dem Ballett mustergültig zum Ausdruck kommt, zu Musik von Johann Sebastian Bach und Richard Wagner. Read More →

Alban Berg: Wozzeck; Christian Gerhaher (Wozzeck), Brandon Jovanovich (Tambormajor), Lars Woldt (Doktor), Wolfgang Ablinger-Sperrhacke (Kapitän), Grun-Brit Barkmin (Marie), Mauro Peter (Andres), Züricher Opernchor, Philharmonia Zürich, Fabio Luisi; Regie: Andreas Homoki; 1 DVD Accentus Music ACC20363; Bild 16:9; Stereo & Surround; Aufnahme Live 09/2015, Veröffentlichung 10/2016 (101') – Rezension von Remy Franck

Wie intelligent ist Wozzeck? Sehr intelligent, wenn man Christian Gerhaher sieht. Am Anfang zeigt das ein oft sehr wacher Blick. Nur wird dieser Blick im Laufe der Oper immer gestörter. Gerhahers Zeichnung der Figur ist genial, denn er zeigt eine Entwicklung bei Wozzeck, er hilft uns zu verstehen, was mit diesem Charakter passiert. Read More →

Hans van Manen: Déjà vu, Solo, Kammerballett, The old man and me, Frank Bridge Variations, Two pieces for HET; Het Nationale Ballet, Nederlands Dans Theater; 1 Blu-ray Arthaus Musik 109 283; Stereo; Bild 16:9; Aufnahmen 2000-2007, Blu-ray Veröffentlichung 11/2016 (140') – Rezension von Norbert Tischer

Hier haben wir es mit einem exzellenten Portrait des Choreographen Hans van Manen zu tun, mit sechs seiner choreographischen Arbeiten, wunderbar getanzt vom ‘Nederlands Dans Theater’ und dem ‘Het National Ballet’, sei es nun im Duo oder in der Gruppe. Hans van Manen zeichnet sich durch eher klassische Choreographien aus, die in einer klaren Sprache leicht wieder erkennbare Bilder liefern. Den Armen kommt bei ihm eine besonders expressive Rolle zu, während die Beine eine der klassischen Technik eigene Komplexität artikulieren. Das ergibt eine elegante Einfachheit des Ausdrucks, und sogar in ‘The old man and me’, mit seinem humorvollen Blick auf ein schlecht zueinander passendes Paar, kann der Zuschauer neue Perspektiven entdecken. Read More →

Philip Glass/Robert Wilson: Einstein on the Beach; Lucinda Childs Dance Company, Philip Glass Ensemble, Michael Riesman; 2 DVDs Opus Arte OA1178D; Bild 16:9; Stereo & Surround; Aufnahme 01/2014, Veröffentlichung 10/2016 (264') – Rezension von Remy Franck

Am Anfang waren ein genauer Plan, ein Ablauf, keine Handlung, Bilder und mehrere Rahmen, die Robert Wilson und Philip Glass dann mit alles Anderem als opernhaften Inhalten füllten. Und dennoch nannten die beiden Oper, was im besten Sinne Musiktheater ist, eines der ungewöhnlichsten und zugleich attraktivsten Musiktheaterwerke der letzten fünfzig Jahre. Read More →

Giuseppe Verdi: Aida; Kristin Lewis (Aida), Marco Berti (Radames), Anita Rachvelishvili (Amneris), Mark S. Doss (Amonasro), In-Sung Sin (Il Re), Giacomo Prestia (Ramfis), Orchestra e Coro del Teatro Regio di Torino, Gianandrea Noseda; Inszenierung: William Friedkin; 1 Blu-ray C Major 737004; Livemitschnitt 10/2015, Veröffentlichung 10/2016 (184') – Rezension von Remy Franck

Diese ‘Aida’ ist eine richtige ‘Aida’, denn auch wenn so manches in der Dekoration stilisiert wurde, bleibt die altägyptische Atmosphäre erhalten, trotz der der vielen kahlgeschorenen Choristen und Tänzer – welch ein inszenierungstechnischer Geistesblitz! Immerhin: die Inszenierung stört nicht, aber sie fällt auch nicht durch Genialität auf. ‘Aidas’ in traditioneller Aufmachung hat es bessere gegeben. Read More →

Georg Friedrich Händel: Saul; Christopher Purves (Saul/Apparition of Samuel), Iestyn Davies (David), Lucy Crowe (Merab), Sophie Bevan (Michal), Paul Appleby (Jonathan), Benjamin Hulett (Abner/High priest / Amalekite / Doeg), John Grahma-Hall (Witch of Endor); Inszenierung: Barrie Kosky; The Glyndebourne Chorus, Orchestra of the Age of Enlightenment, Ivor Bolton; 1 Blu-ray Opus Arte OA BD7205 D; Bild 16:9; Stereo & Surround; Aufnahme 07/2015; Blu-ray-Veröffentlichung 06/2016 (185') – Rezension von Manuel Ribeiro


‘Saul’ ist eigentlich keine Oper von Händel, sondern, nach seinen eigenen Worten, « ein Oratorium in englischer Sprache“. Die italienische Oper war schon lange von den Briten als altmodisch angegriffen worden und nicht mehr besonders beliebt, unter anderem auch aus kulturpolitischen und finanziellen Gründen. Das Oratorium war zwar ebenfalls ein fremdes Genre, scheint aber damals in der Gunst des Londoner Publikums geblieben zu sein. Die 16 biblischen Oratorien von Händel kamen gelegen und passten zu den Erwartungen der Aristokratie und der anglikanischen Kirche. Read More →

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