Alban Berg: Wozzeck; Christopher Maltman (Wozzeck), Eva-Maria Westbroek (Marie), Frank van Aken (Tambourmajor), Marcel Beekman (Hauptmann, Narr), Sir Willard White (Doktor), Jason Bridges (Andres), Ursula Hesse von den Steinen (Margret), Scott Wilde (1. Handwerksbursch), Morschi Franz (2. Handwerksbursch), Jacob Jutte (Maries Sohn), Richard Prada (Soldat), Chor der Niederländischen Staatsoper, Kinderchor Neu Amsterdam, Philharmonisches Orchester der Niederlande, Marc Albrecht; Inszenierung: Krzysztof Warlikowski; 1 DVD Naxos 2.110582; Aufnahmen 03+04/2017; Veröffentlichung 11/2018 (107'25) – Rezension von Uwe Krusch

Bereits die zweite Veröffentlichung des Wozzeck nach https://www.pizzicato.lu/spannend-expressiver-wozzeck-aus-frankfurt/ innerhalb weniger Monate zeigt, dass dieses Werk einen hohen Stellenwert genießt. Der Dirigent Marc Albrecht lässt das Philharmonische Orchester der Niederlande groß aufspielen. Wobei sich das auf die Qualität mit expressiver und glasklarer Gestaltung bezieht, nicht auf das reine Volumen. Dieser Beitrag liefert mit messerscharfer rhythmischer Akkuratesse also eine sehr positive Komponente zu dieser Fassung der Oper. Vielleicht hätte man sich trotz Berg punktuell etwas mehr Wärme vorstellen können. Read More →

Vincenzo Bellini: Norma: Sondra Radvanovsky (Norma), Joyce DiDonato (Adalgisa), Matthew Rose (Oroveso), Jospeh Calleja (Pollione), Adam Diegel (Flavio), Michelle Bradley (Clotilde), Christopher und John Reynolds (Normas Kinder), The Metropolitan Opera Orchestra and Chorus, Carlo Rizzi; Inszenierung: David McVicar; 2 DVDs Erato 0190295629762; Aufnahme 10/2017, Veröffentlichung 11/2018 (169 + 15') – Rezension von Uwe Krusch

Dieser Livemitschnitt der Saisoneröffnung vom Oktober 2017 am ‘Metropolitan Opera House’ zeigt eine solide neue Produktion, aber letztlich doch keine überwältigende. Nun mag es graduell auch an der Premiere liegen, dass noch nicht alle Abläufe und Finessen stimmten, aber es scheint sich auch um grundsätzliche Probleme zu handeln. Read More →

Benjamin Britten: Death in Venice; John Daszak (Gustav von Achenbach), Leigh Melrose (diverse Rollen), Tomasz Borczyk (Tadzio) u.a., Chor & Orchester des Teatro Real Madrid, Alejo Perez; Inszenierung Willy Decker; 1 DVD Naxos 2.110577; Aufnahme 12/2014, Veröffentlichung 10/2018 (152') – Rezension von Uwe Krusch

Die Novelle einer Existenzvernichtung, die Thomas Mann nicht ohne kritisch-ironische Distanz erzählte, ist die Grundlage für das Libretto von Myfanwy Piper, das Benjamin Britten zu seiner wohl beliebtesten Oper in zwei Akten vertonte. In 17 Szenen für ein vergleichsweise kleines Orchester mit großem Schlagwerk durchkomponiert, ist die Musik gekennzeichnet von komplex gearbeiteter Motivik sowie einer nuancierten, fiebrig-dissonant fortgesponnenen Harmonik, die sich durch die Oper zieht. Read More →

Joseph Haydn: Die Schöpfung; Mari Eriksmoen, Daniel Schmutzhard, Martin Mitterrutzner, Accentus, Insula Orchestra, Laurence Equilbey; Regie: Carlus Padrissa (La Fura dels Baus); 1 DVD Naxos 2.110581; Stereo & Surround; Bild 16:9; Liveaufnahme 05/2017, Veröffentlichung 11.2018 (138') – Rezension von Remy Franck

Joseph Haydns ‘Die Schöpfung’ in der Inszenierung von ‘La Fura dels Baus’ ist genau das geworden, was man erwartet hatte, ein mit Projektionen und Videoinstallationen erzeugtes spektakuläres Meer von Lichtern. Read More →

Edvard Grieg – What Price for Immortality?; Ein Film von Thomas Olofsson und Ture Rangström; Staffan Scheja, Philip Branmer (Grieg), Claudio Zöhner (Nina Hagerup), Sabine Oberhorner (Leis Schjelderup); Staffan Scheja, Klavier, The Auryn Quartet; 1 Blu-ray Arthaus 109375; Stereo; Bild 16:9; Produktion 1999, Veröffentlichung 10/2018 (77') – Rezension von Remy Franck

Wenn Sie sich selbst einen wunderschönen Film ansehen wollen oder jemand ein Präsent machen wollen, das besser ist als eine Flasche Champagner, dann ist das möglich mit dieser Produktion, mit einem einfühlsamen und faszinierenden Film über Edward Grieg, der uns zeigt, wie sehr dessen Leben mit seiner Musik verbunden war. Es ist eine von Darstellern gespielte Biographie ohne gesprochene Dialoge. Read More →

Giacomo Puccini: Turandot; Rebeka Lokar (Turandot), Jorge de León (Calaf), Erika Grimaldi (Liu), In-Sung Sim (Timur), Antonello Ceron (Altoum) u.a., Chor, Ballett und Orchester des Teatro Regio Turin, Gianandrea Noseda; Regie & Bühne: Stefano Poda; 1 Blu-ray C-Major Bild 16:9; Stereo & Surround; Liveaufnahme 01/2018, Veröffentlichung 11/2018 (115') – Rezension von Remy Franck

Stefano Poda präsentiert Puccinis ‘Turandot’ in einer überladenen Inszenierung, in der mehr Ideen eingebracht werden als die Oper eigentlich verträgt. Das ständige, oft nicht immer ganz verständliche Geschehen ist im Übrigen der Musik abträglich, denn es lenkt ab, auch wenn die Bühne an sich mit weißer Kostümierung und weißen Wänden eher monoton wirkt. Nur Kalaf und sein Vater stechen in schwarzem Outfit heraus, sowie die in Rot gekleidete Turandot. Read More →

Wolfgang Amadeus Mozart: Le Nozze di Figaro; Ildebrando D’Arcangelo (Almaviva), Dorothea Röschmann (Gräfin), Anna Prohaska (Susanna), Lauri Vasar (Figaro), Marianne Crebassa (Cherubino), Chor und Orchester der Staatsoper Berlin, Gustavo Dudamel; Inszenierung: Jürgen Flimm & Bettina Hartmann; 2 DVDs Accentus Music ACC20366; Aufnahme 2015, Veröffentlichung 10/2018 (D), 11/2018 (GB) – Rezension von Remy Franck

Jürgen Flimm hat für diese ‘Nozze di Figaro’-Produktion der Staatsoper Berlin die Handlung in die 1920er-Jahre verlegt und lässt die handelnden Personen im Ferienhaus der Almavivas auftreten. Das funktioniert alles sehr gut, erlaubt viel Action und einige zusätzliche Späße, die der Oper gut bekommen. Flimm legt viel Wert auf die Arbeit mit den Solisten, und auch das ist ein großes Plus. Read More →

Hector Berlioz: Symphonie fantastique, op. 14; Camille Saint-Saëns: Le Rouet d'Omphale op. 31; Ambroise Thomas: Ouvertüre Raymond ou le Secret de la Reine; Orchestre National de France, Leonard Bernstein; 1 Blu-ray C-Major 746904; Stereo; Bild 4:3; Liveaufnahmen 1976 & 1981, Veröffentlichung 09/2018 (108') – Rezension von Remy Franck

Nicht viele Dirigenten haben die ‘Symphonie Fantastique’ klanglich so ausgereizt wie Leonard Bernstein, in dessen Interpretation jede noch so unbedeutende Phrase eine ungeahnte Intensität erlangt. Diese Aufnahme entstand im November 1976, im Pariser ‘Théâtre des Champs-Elysées’.  Bernstein – in der Symphonie mit Bart – dirigiert eine ungemein dramatische und wohl strukturierte Interpretation. die zu den besten zu zählen ist, die es auf Tonträgern gibt. Read More →

Alban Berg: Violinkonzert; Felix Mendelssohn-Bartholdy: Symphonie Nr. 3 Schottische; Steffen Schleiermacher: Relief für Orchester; Baiba Skride, Violine, Gewandhausorchester Leipzig, Andris Nelsons; 1 DVD Accentus Music ACC 20443; Aufnahmen 02/2018; Veröffentlichung 08/2018 (92'57) – Rezension von Uwe Krusch

Jetzt liegt die DVD vom offiziellen Antrittskonzert von Andris Nelsons als Kapellmeister des Gewandhausorchesters in Leipzig vor. Mit Leipzig verbindet man zwangsläufig gewisse Namen, allen voran Johann Sebastian Bach sowie ein früherer Kapellmeister, Felix Mendelssohn-Bartholdy. Beide waren im Konzert vertreten, letzterer mit seiner Schottischen Symphonie. Bach erschien verklausuliert im Violinkonzert von Alban Berg, das mit Baiba Skride eine tiefsinnig in das Werk hineinhorchende Gestalterin hatte. Read More →

Brett Dean: Hamlet; Libretto: Matthew Joselyn (gekürzt und arrangiert aus dem Drama von Shakespeare); Allan Clayton (Hamlet), Barbara Hannigan (Ophelia), Sarah Connolly (Gertrude), Rod Gilfry (Claudius), John Tomlinson (Geist des alten Hamlet, Gravedigger, Spieler 1), David Butt Philip (Laertes), Kim Bagley (Polonius), Jacques Imbrailo (Horatio), James Newby (Marcellus, Spieler 4), Rupert Enticknap (Rosencrantz), Christopher Lowrey (Guildenstern), John Findon (Spieler 2), Anthony Osborne (Spieler 3), James Crabb (Akkordeonspieler), The Glyndebourne Chorus (Jeremy Bines), London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski; Inzenierung: Neil Armfield; 1 DVD Opus Arte 0064; Aufnahmen 2017, Veröffentlichung 07/2018 (164') – Rezension von Uwe Krusch

Opernadaptionen oder Schauspielmusiken zu ‘Hamlet’ gibt es rund 40. Aber keine Opernfassung hat sich wirklich durchgesetzt, bisher. Mit dieser Version des australischen Komponisten Brett Dean, der 15 Jahre als Bratscher bei den Berliner Philharmonikern musizierte, ändert sich das möglicherweise. Dieses sehr intensive Werk wurde in einem jahrelangen Diskussions- und Schaffensprozess zwischen den wesentlichen Beteiligten geschaffen. Read More →

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