Gustav Mahler: Symphonien Nr. 1 & 2; Camilla Tilling, Sopran, Lilli Paasikivi, Mezzosopran, Frankfurt Radio Symphony Orchestra (hr-Sinfonieorchester), Paavo Järvi; 1 Blu-ray C-major 718104; Bild 16:9; Stereo & Surround; Live 2010/2012 (169') – Rezension von Remy Franck

C-major beginnt mit der Edition aller Symphonien Gustav Mahlers unter der Leitung von Paavo Järvi. Den Auftakt macht eine Videodisc mit den Symphonien Nr. 1 und 2, jeweils mit einer Einführung durch den Dirigenten. Die Erste wurde im Kurhaus in Wiesbaden, die Zweite im Kloster Eberbach aufgenommen. Read More →

Wolfgang A. Mozart: Don Giovanni; Rodney Gilfry (Don Giovanni), Isabel Rey (Donna Anna), Roberto Saccà (Don Ottavio), Matti Salminen (Komtur), Cecilia Bartoli (Donna Elvira), László Polgár (Leporello), Liliana Nikiteanu (Zerlina), Oliver Widmer (Masetto) u.a., Chor und Orchester des Opernhaus Zürich, Nikolaus Harnoncourt; Regie: Jürgen Flimm
Wolfgang A. Mozart: Cosi fan tutte; Cecilia Bartoli (Fiordilidgi), Liliana Nikiteanu (Dorabella), Agnes Baltsa (Despina), Oliver Widmer (Guglielmo), Roberto Sacca (Ferrando) Carlos Chausson (Don Alfonso), Chor und Orchester der Oper Zürch, Nikolaus Harnoncourt; Inszenierung: Jürgen Flimm;
1 Blu-ray Arthaus 108 130; Bild 16:9; Stereo; 2000/2001 (192+187') - Rezension von Remy Franck

Arthaus hat zwei weitere Produktionen mit dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt auf eine Blu-ray gepackt. Beim ‘Don Giovanni’ aus Zürich erlebt man viel ‘dramma’ und wenig ‘giocoso’. Das Ganze wird vor allem diejenigen Mozart-Fans interessieren, die sich eine moderne Inszenierung zulegen wollen, insbesondere wegen der dunklen, durchaus stimmungsvollen Bühnenbilder von Erich Wonder und sicher auch wegen der schönen Idee, Don Ottavio als Bildhauer zu inszenieren. Sein Meisterwerk: die Statue des Komtur. Jürgen Flimms Personen-Führung allerdings wirkt öfters unentschlossen. Read More →

Jean-Philippe Rameau: Platée; Paul Agnew (Platée), Mireille Delunsch (La Folie/Thalie), Yann Beuron (Tespis/Mercure), Vincent le Texier (Jupiter), Doris Lamprecht (Junon), Laurent Naouri (Cithéron), Valérie Gabail (L’Amour/Clarine), Franck Leguérinel (Momus), Orchestre et Choeurs des Musiciens du Louvre, Grenoble, Marc Minkowski; Regie: Laurent Pelly; 1 Blu-ray Arthaus Musik 108 132; Stereo & Surround; Bild 16:9; 2002 (150') – Rezension von Manuel Ribeiro

In Laurent Pellys Inszenierung wird Jean-Philippe Rameaus ‘Platée’ definitiv zur Ballettkomödie mit starkem Unterhaltungscharakter. Rameau komponierte seine Barockoper für die Hochzeitsfeier des Sohnes von
Ludwigs XV. mit der spanischen Infantin Maria Teresia, die als eher hässlich galt. Rameau soll Parallelen zwischen der Figur der einfältigen und hässlichen Wassernymphe Platée und der spanischen Prinzessin gezogen haben. Read More →

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 9, Gewandhaus Orchester, Riccardo Chailly; 1 DVD Accentus 20299; Bild 16:9; Stereo & Surround; 9/13 (115') – Rezension von Remy Franck

Wie ein Horrorfilm aus einem Spukschloss zieht der erste Satz aus der Neunten Mahler an dem Hörer vorbei. Grässliche Fratzen, bittersüße Gesichter, hämische Grimassen… Wie schon 2004 in seiner Decca- Einspielung mit dem ‘Concertgebouw Orkest’ bleibt Chailly auch hier fern von jeder Intellektualisierung der Musik. Er bleibt irdisch, transzendiert nicht, sondern betont das Leidenschaftliche und das Gefühlvolle. Er trimmt den ersten Satz auf Vitalität und scheint den Beweis erbringen zu wollen, Mahler sei, als er diese Neunte schrieb, kein kranker, sondern ein höchst lebhafter und rüstiger Mensch gewesen. Dass in diese Vitalität immer Höllenkobolde und Todesahnung hereinbrechen, macht Chaillys ersten Satz so richtig schaurig. Read More →

Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion BWV 245; Camilla Tilling, Sopran, Magdalena Kožená, Alt, Topi Lehtipuu, Tenor, Mark Padmore Tenor, Evangelist, Roderick Willliams, Bass, Jesus, Christian Gerhaher, Bariton, Christus, Rundfunkchor Berlin, Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle; Peter Sellars, Inszenierung; 2 DVDs (1 Blu Ray) BPH 120011; Bild 16:9; Stereo & Surround; Live 2/14 (135' + 58') – Rezension von Remy Franck

Auf das Placet der Bis repetita vertrauend, hat Peter Sellars, nach dem überwältigenden Erfolg seiner inszenierten Matthäus-Passion in der Berliner Philharmonie, Bachs Johannes-Passion nach dem gleichen Muster auf die Bühne gebracht. Eine Neuauflage mit neuen Ideen und einigen Einfällen, die ins ‘déjà vu’ gehören, aber generell ist diese Johannes-Passion keine Bildkopie der Matthäus-Passion. Read More →

Gioacchino Rossini: L’Italiana in Algeri; Alex Esposito (Mustafà), Mariangela Sicilia (Elvira), Raffaella Lupinacci (Zulma), Davide Luciano (Haly), Yijie Shi (Lindoro), Anna Goryachova (Isabella), Mario Cassi (Taddeo), Orchestra & Coro del Teatro Comunale di Bologna, José Ramon Encinar; Regie: Davide Livermore; 1 Bluray Opus Arte OA BD7148 D; Bild 16:9; Stereo & Surround, 2013 (153 min) – Rezension von Manuelo Ribeiro

Die Themen der Ouvertüre zu ‘L‘Italiana in Algeri’ sind weithin bekannt, die ganze Oper jedoch nicht. Dem Libretto von Angelo Anelli liegt die legendäre Erzählung von Roxelane zugrunde, dem schönen Sklavenmädchen des türkischen Herrschers Süleyman des Prächtigen aus dem 16. Jahrhundert, sowie möglicherweise auch einige zeitnahe reale Ereignisse, so der Fall der jungen Mailänderin Antonietta Suini, die 1805 von algerischen Piraten entführt worden war. Read More →

Johann Strauss: Simplicius; Michael Volle, Martin Zysset, Rolf Haunstein, Elizabeth Magnuson, Pjotr Beczala, Louise Martini, Chor und Orchester des Opernhauses Zürich, Franz Welser-Möst; 1 Blu-ray Arthaus Musik 108127; Bild 16:9; Stereo; Live 10+11/99 (132) – Rezension von Remy Franck

Johann Strauss II. war zwar in seine Oper/Operette ‘Simplicius’ verliebt, aber ein Publikumserfolg wurde sie nicht einmal zu seinen Lebzeiten. Das Werk endigte derart vernachlässigt, dass es verloren ging und erst in den Neunzigerjahren des vorigen Jahrhunderts wieder gefunden wurde. Eine mühselige Rekonstruktion ging der Aufführungsserie im Zürcher Opernhaus voraus, die wiederum die Gelegenheit bot, einen guten Videofilm herzustellen. Read More →

A Recital with Renée Fleming: Vienna at the Turn of the 20th Century; Renée Fleming, Sopran, Maciej Pikulski, Klavier; 1 Blu-ray Arthaus Musik 108 117; Stereo & Surround; Bild 16:9; 2012 (88 min) – Rezension von Manuel Ribeiro

Wien um die Jahrhundertwende, so lautet das Moto dieses Live-Mitschnittes vom 11. Dezember 2012 aus dem Goldenen Saal des Musikvereins in Wien. Wien war zur Jahrhundertwende nicht nur die Hauptstadt des österreichischen Reiches, sondern auch eines der kreativsten Zentren Europas: Wien zur Zeit von Expressionismus, Psychoanalyse und Frauenbewegung, vor der Blütezeit von Schallplatte, Film und Rundfunk. Read More →

Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni; Mariusz Kwiecien, Alex Esposito, Malin Byström, Alexander Tsymbalyuk, Antonio Poli, Veronique Gens, Elizabeth Watts, Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden, Nicola Luisotti; Regie: Kaspar Holten; 1 Blu-ray Opus Arte OA BD7152-D; Bild 16:9; Stereo & Surround; 2/14 (182') – Rezension von Remy Franck

Kaspar Holten hat seinen ‘Don Giovanni’ ins 19. Jahrhundert verlegt und als Bühne steht ihm eine riesige Wand mit Türen und Treppen zur Verfügung. In diesem quasi abstrakten Raum, der mit Projektionen symbolisch bereichert wird, lässt er seine Sänger agieren. Das ist alles sehr effizient und erlaubt es dem Zuschauer, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf das Korrupte der Figur Don Giovannis, auf die düstere Kraft, die diese Oper beherrscht, deren Stimmungen Musik und Bühne in wechselseitiger Wirkung zum Ausdruck bringen, abschwächen oder steigern… Read More →

Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel; Alfred Muff (Peter), Gabriele Lechner (Gertrud), Liliana Nikiteanu (Händel), Malin Hartelius (Gretel), Chor und Orchester der Zürcher Oper, Franz Welser-Möst; Regie: Frank Corsaro; 1 Blu-ray Arthaus Musik 108135; Bild 16:9; Stereo & Surround; 1999 (105') – Rezension von Remy Franck

Diese Zürcher Produktion von ‘Hänsel und Gretel’ hätte in dem wirklich bezaubernden Bühnenbild von Maurice Sendak eigentlich eine prächtige Aufführung dieser beliebten Oper werden können. Leider zeichneten neben Sendak zwei Herren dafür verantwortlich, die die Oper überfrachteten und ihr dadurch viel von ihrem Charme stahlen. Read More →

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