Louise Farrenc: Symphonie Nr. 1 op. 32 + Ouvertüren Nr. 1, op. 23 & Nr. 2, op. 24 + Gallenberg-Variationen op. 25 für Klavier & Orchester; Jean Muller, Klavier, Solistes Européens Luxembourg, Christoph König; 1 CD Naxos 8574094; Aufnahmen 2017/2018, Veröffentlichung 14/02/2020 (58'23) - Rezension von Remy Franck

Die französische Komponistin Louise Farrenc (1804-1875) komponierte ihre Erste Symphonie op. 32 im Jahre 1841. Es sollte in dem an Symphonien eher armen Frankreich die erste von insgesamt drei sein. Uraufgeführt wurde sie in Brüssel am Februar 1845 unter der Leitung von François-Joseph Fétis. Read More →

Steve Hackman: Dream Cycle; Ben Jones, Tenor, Alexander String Quartet; Digital release BJ Records; Aufnahme 07/2019, Veröffentlichung 02/2020 (16') - Rezension von Remy Franck

Diese Aufnahme bestätigt einmal mehr, mit welcher Gewissenhaftigkeit und viel Talent amerikanische Komponisten Beiträge zum Kunstlied liefern, nicht zuletzt, weil sie englischsprachige Poesie erkunden, die viele, viele Jahre lang von Komponisten unbeachtet blieb. Read More →

Szymon Laks: Sinfonietta; Miklos Rozsa: Konzert für Streichorchester; György Orban: Sopra canti diversi, Wojciech Kilar: Orawa; Erdödy Chamber Orchestra, Zsolt Szefcsik; 1 SACD Dux 1599; Aufnahme 06/2019, Veröffentlichung 01/2020 (64’13) – Rezension von Alain Steffen

Mit Szymon Laks, Miklos Rozsa, György Orban und Wojciech Kilar präsentiert Dux vier Komponisten aus Osteuropa und mit ihnen Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Polen wird durch Laks (1901-1983) und Kilar (1932-2013), Ungarn durch den in Hollywood karrieremachenden Rozsa (1907-1995) und durch den in Rumänien geborenen György Orban (*1947) vertreten. Die Werke sind für Kammerorchester konzipiert und zeigen vier sehr unterschiedliche, aber durchaus attraktive Kompositionen, die etwas von dem Klischee abrücken, osteuropäische Musik sei hauptsächlich aufgebaut auf Volksmusik. Read More →

Serge Prokofiev: Symphonien Nr. 1 & 5; Royal Scottish National Orchestra, Thomas Sondergard; 1 CD Linn CKD 611; Aufnahme 06/2019, Veröffentlichung 07/02/2020 (56'28) - Rezension von Remy Franck

Prokofievs verspielte Erste Symphonie, die Klassische, stellt Thomas Sondergard der dramatischen Fünften gegenüber und zeigt dabei so manche Gemeinsamkeit der beiden im Grunde gegensätzlichen Werke. Read More →

Detlev Glanert: Oceane (Oper); Maria Bengtsson (Oceane von Parceval), Nikolai Schukoff (Martin von Dircksen), Doris Soffel (Madame Louise), Christoph Pohl (Dr. albert Felgentreu), Nicole Haslett (Kristina), Albert Pesendorfer (Pastor Baltzer), Stephen Bronk (Georg), Chor der Deutschen Oper Berlin, Orchester der Deutschen Oper Berlin, Donald Runnicles, Dirigent; 2 CDs Oehms Classics OC 985; Aufnahme 4-5/2019, Veröffentlichung 01/2020 (95'28) – Rezension von Uwe Krusch

Der Komponist Detlev Glanert gehört zu denjenigen, deren Schaffen von Opern durchzogen ist. Von der Uraufführungssaison letztes Jahr an der Deutschen Oper Berlin liegt jetzt ein Audiomitschnitt vor. Basierend auf dem Entwurf der gleichnamigen Novelle von Theodor Fontane hat Hans-Ulrich Treichel den Text zur opernfähigen Fassung geformt und Glanert die Musik geschrieben. Read More →

Albéric Magnard: Symphonien Nr. 1 & 2; Philharmonisches Orchester Freiburg, Fabrice Bollon; 1 CD Naxos 8.574083; Aufnahme 2018/2019, Veröffentlichung 24/01/2020 (68') - Rezension von Remy Franck

Albéric Magnard (1865-1914), Sohn des Herausgebers der französischen Tageszeitung Le Figaro, hatte seine Mutter in sehr jungen Jahren durch Selbstmord verloren und wird  n der Literatur als ein schweigsamer, sehr ernster, wenn nicht gar menschenfeindlicher Mann vorgestellt. Als Schüler von Vincent d’Indy komponierte er eine Musik deutscher Farbe. Ironie des Schicksals: er sollte 1914 von den Deutschen erschossen werden, als er sein Haus Manoir de Fontaines in Baron (Oise) gegen die deutschen Truppen verteidigte. Read More →

Michel Legrand, kammermusikalisch
Dedication heißt ein Album, mit dem der Pianist Hervé Sellin den verstorbenen Unterhaltungskomponisten Michel Legrand in klassischer Art ehren will, zusammen mit u.a. dem Cellisten Henri Demarquette. Die CD zeigt verschiedene Facetten aus dem Schaffen von Legrand, mit Themen wie L’Affaire Thomas Crown, La Valse des Lilas,  La Chanson de Maxence, Les Parapluies de Cherbourg , Le Cinéma oder The Other Side Of The Wind. Musikalisch ist das sehr gut gemacht. (Indésens INDE129) – ♪♪♪♪

Die Schöpfung, aufs Quintett und Sprecher reduziert
Joseph Haydn beauftragte den Komponisten Anton Wranitzky damit, sein Oratorium Die Schöpfung für Streichquintett zu arrangieren. Fragen zum Text ließ er dabei offen. Das inspirierte das auf historischem Instrumentarium musizierende Pandolfis Consort, die Bearbeitung um gesprochene Rezitative wie auch Passagen des Librettos zu erweitern. Die Rolle des Erzählers übernahm der Schauspieler Fritz von Friedl. Zustande kam so eine eigenartig anmutende und doch eigentlich ganz musikalische Schöpfung, die etwas Reines und Puristisches hat. (Gramola 99199) – ♪♪♪♪

Vorne präsent, hinten dumpf
Patrick Gallois dirigiert die mittlerweile schon sechste Folge von Cimarosa-Ouvertüren, mit Stücken wie Il matrimonio segreto, L’impegno superato, I traco amanti, Artemisio sowie Il maestro di cappella. Während Gallois seinem von vorigen Ausgaben bekannten inspirierten Dirigieren treu bleibt, ist der Unterschied zwischen der vormals benutzten Finlandia Sinfonietta und dem Kammerorchester aus Pardubice groß, nicht weil diese Musiker schlecht spielen würden, sondern weil die Aufnahme nicht ausgewogen ist, sehr präsent im vorderen Bereich und dumpf und unpräzis im hinteren Raum. Schade. (Naxos 8.574046) – ♪♪♪

Händel, sehr inspiriert
Die Akademie fϋr Alte Musik Berlin hat unter der Leitung ihres Konzertmeisters  Bernhard Forck nach den ersten sechs Concerti grossi aus Händels Opus 6 nun auch die Nummern 7-12 für Pentatone aufgenommen. Die Interpretationen auf barockem Instrumentarium sind virtuos und temperamentvoll, gleichzeitig aber auch farbig, kontrastreich und gefühlvoll. Gerade letzteres zeichnet sie gegenüber vielen andern Interpretationen aus. Ein Lob verdient auch das Aufnahmeteam, das ein sehr präsentes, bestens ausgewogenes Klangbild besorgt hat, das im Surround-Sound dem Ohr schmeichelt. (Pentatone PTC5186738) – ♪♪♪♪♪

Ragas mit Beethoven, oder Beethoven mit Ragas?
Also, ich bin nicht gegen indische Ragas, und ich bin nicht grundsätzlich gegen die Vermischung von Gattungen. Auch ein Kulturschock kann manchmal bereichernd sein. Aber die sterile Aneinanderreihung von Ragas (mit Sitar & Tabla) und Sätzen aus Beethovens Klaviersonaten Nr. 14 und 23 (Mondschein und Appassionata) wie sie auf der Warner-CD Cosmos zu hören ist, finde ich unsinnig und geschmacklos, dies umso mehr als das Klavierspiel von Shani Diluka ungelenk ist, um es mal nicht allzu negativ auszudrücken. (Warner 0190295318833) – ♪

Joseph Mayseder: Klaviertrios Nrn. 1 und 2 + Sonate für Violine und Klavier Nr. 2; Raimund Lissy, Violine, Maria Grün, Cello, Srebra Gelleva, Klavier; 1 CD Gramola 99197; Aufnahme 01/2018, Veröffentlichung 01/2020 (64'00) – Rezension von Uwe Krusch

Mit unermüdlichem missionarischem Eifer widmet sich der Geiger Raimund Lissy weiterhin der Belebung des Werkes von Joseph Mayseder, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Wien lebte und sein Œuvre schuf. In der neuesten Ausgabe kehrt er mit zwei Mitstreiterinnen zur Kammermusik zurück. Read More →

Ludwig van Beethoven: Adagio ma non troppo WoO 43b für Mandoline & Klavier + Sonaten für Mandoline & Klavier c-moll WoO 43a & C-Dur WoO 44a + Andante con Variazioni WoO 44b für Mandoline & Klavier; Beethoven / Sitt: Allegretto aus Symphonie Nr. 7 für Mandoline, Klavier, Kontrabass; Hummel: Sonate op. 37a für Mandoline & Klavier;  Apparailly: Lettre à l'immortelle bien-aimée; Kreisler: Rondino über ein Thema für Mandoline & Klavier; Murphy: A Fifth of Beethoven; Julien Martineau, Mandoline, Vanessa Benelli Mosell, Klavier, Yann Dubost, Kontrabass, José Fillatreau, Schlagzeug; 1 CD Naïve V 7083; Aufnahme 09/2019, Veröffentlichung 14/02/2020 (F, GB), 21/02/2020 (D) - (58’20) - Rezension von Alain Steffen

Das Beethovenjahr scheint doch noch so manch Interessantes bereitzuhalten. Nach der sensationellen Aufnahme des Violinkonzertes durch Lena Neudauer und Marcus Bosch folgt nun eine weitere hochinteressante Einspielung, diesmal allerdings für Mandoline und Klavier. In der Tat war die Mandoline zur Zeit des jungen Beethovens sehr in Mode, doch der Komponist widmete sich diesem Instrument nicht aus wirklicher Leidenschaft, sondern eher, weil er anscheinend ein Auge auf eine adlige Dame geworfen hatte, die dieses Instrument spielte. Read More →

Sergei Rachmaninov: Piano Concerto No. 3; Piotr Tchaikovsky: Six Moceaux op. 19 (Nocturne: Andante sentimentale); Behzod Abduraimov, Klavier, Concertgebouworkest, Valery Gergiev; 1 CD RCO Live 9029687427; Liveaufnahme 10/2017, Veröffentlichung 17/01/2020 (45'36) - Rezension von Remy Franck

Wenn der 1990 geborene usbekische Pianist Behzod Abduraimov auf Samtpfoten in den ersten Satz von Sergei Rachmaninovs Drittem Klavierkonzert einsteigt, ahnt man, dass dies eine besondere Aufführung werden könnte. Die Ahnung bestätigt sich. Gergiev umgibt mit dem hervorragenden Concertgebouworkest das feinfühlige Spiel des Pianisten mit einem ebenso feinen, nuancierten und farbigen Orchesterspiel. Read More →

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