Born in Bulgaria, Martin Ivanov is one of the most interesting pianists of the younger generation. As one of Oleg Maisenberg's last students in Vienna, he seems to embody the traditional values of professional piano playing like few others today. In an interview with René Brinkmann Ivanov gives interesting insights into his career and his approach to interpretation. This interview is published on the occasion of the release of the complete recording of Franz Liszt's Hungarian Rhapsodies, which Martin Ivanov recorded for his regular label Gramola. It is the first complete recording of this cycle in more than six years and for this reason alone it is an event in itself.

Martin Ivanov
(c) Damián Posse

Mr. Ivanov, if we look at your biography, we can find many superlatives there: You started playing the piano at the age of four, you have participated in more than 50 piano competitions and given 32 piano recital concerts internationally in 2016 alone, a number that has certainly increased since then. Is playing in front of an audience the key to your development as an artist? At least it seems to have been crucial for your career so far.
Playing in front of an audience has always been a pleasure for me. Even the preparation of a program, knowing that it will be performed in the concert hall, is a very inspiring process for me – I have enough time to think about how exactly I want to play each piece or passage so that the audience always gets an unforgettable experience: every performance has to be effective and brilliant, otherwise it doesn’t make sense to me. Read More →

Der Pianist und Dirigent Dirk Joeres lädt zusammen mit dem Philosophen Gerd B. Achenbach wieder zur Reihe 'Klassik im Kloster Steinfeld' in die Eifel ein, um dort am Samstag und Sonntag, 24. und 25. Oktober, Beethoven einmal nicht im Zerrbild zu betrachten, wie er sagt. Ein Wochenende lang werden die beiden mit ihren Gästen in Klausur gehen und mit musikalischen Beispielen und Vorträgen ihr Publikum unter dem Titel "Beethoven – im Ernst, eine unzeitgemäße Betrachtung“ unterhalten. Remy Franck hat im Vorfeld der Veranstaltung ein Interview mit Dirk Joeres geführt.

Dirk Joeres

Was bedeuten die Symphonien Ludwig van Beethovens, musikgeschichtlich gesehen?
Die Symphonien Beethovens sind eine der großen musikgeschichtlichen Wegmarken: von der Einleitung zur Ersten Symphonie bis zum Chorfinale der Neunten spüren wir: hier bricht jemand mit allem Konventionellen und eröffnet der Musik neue Horizonte auf allerhöchstem kompositorischen Niveau. Read More →

Zum ersten Mal in seinem Leben hat der Cellist Julius Berger zusammen mit Margarita Höhenrieder Beethovens Cellosonaten sowie die drei Variationenzyklen eingespielt. Die Kombination zwischen den beiden, die sich in Baltimore kennenlernten 'passte' künstlerisch und die Zeit war reif. Die Coverfotos hat Julius  Berger mit seiner eigenen Leica aufgenommen, denn er ist auch ein passionierter Fotograf, der die Natur und die Berge liebt. Sich dem Werk Beethovens anzunähern, kommt für ihn einem Gipfelsturm gleich, bei dem der Berg letztlich uneinnehmbar bleibt. Für diese Einsicht hatte der Cellist im Austausch mit Stefan Pieper philosophische Argumente parat. Ebenso charakterisierte Margarita Höhenrieder ihren künstlerischen Partner in diesem musikalischen Dialog auf Augenhöhe. 

Margarita Höhenrieder & Julius Berger
(c) Klaus Satzinger-Viel

Warum war die Zeit jetzt gerade reif für eine Aufnahme?
Julius Berger: Es wäre töricht, diese gewichtigen Werke als Debut aufzunehmen.  Aber es ist auch nicht gut, damit zu lange zu warten. Mit Margarita Höhenrieder kristallisierte sich heraus, es endlich zu wagen. Beides kam zusammen: Jugendliche Frische und der Reichtum unserer Lebensjahre.
Margarita Höhenrieder: Julius und mich verbindet seit unseren Studienjahren eine tiefe Freundschaft. Richtig kennengelernt haben wir beide uns in Baltimore, da wir beide zu der gleichen Zeit ein USA-Stipendium hatten. Read More →

Warner Classics veröffentlicht eine Box mit allen Aufnahmen des Alban Berg Quartetts. Remy Franck hat sich dazu mit dem Geiger Günter Pichlerl unterhalten.

Alban Berg Quartett
(c) M,Fugere

Herr Pichler, als Sie ein junges Quartett waren, da war die Kammermusik längst nicht so beliebt und es gab auch viel weniger gute Quartette als heute. Wir sehen Sie die Entwicklung der vergangenen 50 Jahre? Was hat sich ggf. zum Guten, was zum Schlechten gewendet?
Sie haben Recht, es gab zu unserer Zeit weniger Streichquartette als heutzutage. Die jungen Musiker sind jetzt mutiger und freier und wollen sich weniger an ein Orchester binden. Es liegt allerdings auch daran, dass an den Hochschulen weltweit wesentlich mehr Kammermusik unterrichtet wird als früher. Read More →

Die Pianistin Lydia Maria Bader entdeckt auf ihrer neuen CD die traditionelle und klassische Musik Chinas. Ihr musikalisches Talent geht mit großem Fernweh einher. Schon früh tourte sie fürs Goethe-Institut, unternahm dann in eigener Regie eine erste Tournee durch China. Mittlerweile hat sie zehn Konzertreisen ins Reich der Mitte unternommen. Der Austausch musikalischer Kulturen ist ein Geben und Nehmen. Immer mehr erschloss sie sich die chinesische Kunstmusik, die wiederum auf alten Volksliedern beruht, die jeder kennt. Aus ersten – für ausländische Interpreten obligatorischen- Zugabestücken, wurden ganze Recitals, ein Novum auch in Chinas heute west-affiner Konzertkultur. ARS Produktion war mutig genug, die Werke von Komponisten wie Wang Luobin, Wang Yu Shi ins Programm zu nehmen. Das Interview führte Stefan Pieper

Lydia Maria Bader
(c) Valentin Popa

Mich überrascht der melodiöse weiche Gestus vieler Stücke in Ihrem Programm Chinese Dreams. Wie empfinden Sie diese Kompositionen?
Alles wirkt auf Anhieb sehr vertraut. Da ist das Gefühl, man hat alles schon mal gehört. Es geht sofort ins Ohr. Ich hatte zuhause einen Tag lang Handwerker im Haus, während ich übte. Die haben abends die Melodien mitgesungen. So etwas passiert nicht gerade häufig bei klassischer Musik. Read More →

Interview by René Brinkmann with Margarita Gritskova and Maria Prinz about the Naxos album "Songs and Romances" with songs by Sergey Prokofiev.

Margarita Gritskova and Maria Prinz
(c) Michael Poehn

Ms. Gritskova, Ms Prinz, Sergey Prokofiev is one of the most famous Russian composers of the 20th century. But he is hardly known as a composer of songs, at least not in Central Europe. Is there a neglect of Prokofiev’s songs in Russia as well, or is this primarily a non-Russian phenomenon and then perhaps mainly due to the language barrier?
The Lied does not play a central role in Prokofiev’s oeuvre, although there are some fantastic jewels among his songs, and, by working on this genre, he was able to refine the lyrical qualities of his musical language. Even in Russia, the songs are not performed as often as Prokofiev’s piano or orchestral works or songs by classical Russian composers, like Tchaikovsky and Rachmaninov. Read More →

Belgian composer Line Adam has released a new CD, Femme. Alain Steffen made the following interview with her.

Line Adam

Ms. Adam, your new album is entitled Femme. Femme, singular. What can you say about this project?
Femme, la femme! Since we’re talking about the man in the singular. It’s not a musical report on women but a sharing of the emotions of THE woman. I’m not a feminist at all. My approach is more like a mirror. I’m a woman and I’m halfway through my life. So I needed to take a look inside myself, at what I’ve become. We’re used to looking at what we’ve done, looking at what we could do, and sometimes we forget to look inside ourselves. As a woman, what do I experience and feel? Read More →

Shanghai and Portland (Oregon) based cellist-conductor Hekun Wu remembers his teacher Maurice Gendron (1920-1990) over a 14-CD collection with the cellist's major recordings. Hekun Wu has served on music faculties including Wellesley College, Willamette University, and the Shanghai Conservatory. Currently he is a distinguished professor and the Dean of the School of Music at East China Normal University. Wu studied extensively with Maurice Gendron, Paul Tortelier, Zara Nelsova, Tanya Remenikova, and Leslie Parnas.

Hekun Wu

The year 2020 marks the centennial anniversary of Maurice Gendron’s birth. In October 2015, Decca released a 14-CD collection (4823849) L’Art de Maurice Gendron, as a tribute to the legendary cellist of the twentieth century. This is a much anticipated monumental testament to the French master, published a quarter of the century since his passing. Listening to Gendron’s recordings again in chronological order, from 1952 to 1969, is a refreshingly different experience. Read More →

Roland Kluttig, der neue Chefdirigent der Grazer Oper im Gespräch mit Alain Steffen

Roland Kluttig
(c) Marco Borggreve

Herr Kluttig, nach 10 Jahren als Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg wechseln Sie nun nach Graz. Sie halten sich demnach an die Regel von Lorin Maazel, nicht länger als 10 Jahre bei einem Klangkörper zu bleiben.
(lacht) Ich weiß nicht, ob man das so pauschalisieren kann und ob es eine richtige Jahreszahl gibt. Solange die Zusammenarbeit fruchtbar ist, und Musiker und Dirigent sich gefordert fühlen, kann man künstlerisch weiterkommen. Read More →

BR-Klassik veröffentlicht Verdis Oper Attila mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Ivan Repusic. Remy Franck hat dazu folgendes Interview mit dem Dirigenten geführt.

Herr Repusic, was hat Sie dazu veranlasst, in München einen Zyklus mit frühen Verdi-Opern zu machen?
Verdis frühe Werke sind hier eher selten zu erleben. Doch es ist bedeutende und anspruchsvolle Musik, die große Herausforderungen an die Interpreten stellt, was zum Beispiel Klangkultur, Zusammenspiel und Balance betrifft. Für die Besetzung des Münchner Rundfunkorchesters, dessen Chefdirigent ich seit Herbst 2017 bin, sind diese Werke ideal. Und sie geben uns die Möglichkeit, mit hochrangigen Solisten zu arbeiten, so bereits mit Marina Rebeka in Luisa Miller, Leo Nucci in I due Foscari und Ildebrando D’Arcangelo in Attila. Read More →

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