Jean-Philippe Rameau: Daphnis & Eglé / La Naissance d’Osiris; Reinoud van Mechelen (Daphnis), Elodie Fonnard (Eglé), Magali Léger (Amour / Pamilie), Arnaud Richard (Grand Prêtre), Pierre Bessière (Jupiter), Sean Clayton (Un Berger), Les Arts Florissants, William Christie, Regie: Sophie Daneman; 1 DVD Alpha 704; Stereo &Surround; Bild 16:9; 2014 (107’) – Rezension von Manuel Ribeiro

Nach den drei großen ‘Tragédies lyriques’ der 1730er Jahre (‘Hippolyte et Aricie’, ‘Castor et Pollux’ und ‘Dardanus’), besonders aber nach dem Erfolg von ‘Les Indes galantes’ (1735), wandte sich Jean-Philippe Rameau in der Folgezeit der Ballettoper zu, wobei er neben abendfüllenden Werken auch zahlreiche Einakter mit den verschiedensten Gattungsbezeichnungen komponierte. Zu diesen gehören auch die Einakter ‘Daphnis et Eglé’ (als Pastorale bezeichnet) und ‘La Naissance d’Osiris’ (Ballet héroique), die 1753 bzw. 1754 für den Hof in Fontainebleau entstanden, also weit weg von den oft perfiden Pariser Kritikern. Dort konnte Rameau viel freier mit Musik in diversen europäischen Stilen experimentieren. Read More →

Gioacchino Rossini: Demetrio e Polibio, Sigismondo, Adelaide di Borgogna, Le Comte Ory; Yijie Shi, María José Moreno, Laura Polverelli, Roberto De Candia, Lorenzo Regazzo, Daniela Barcellona, Andrea Concetti, Olga Peretyatko, Antonino Siragusa, Orcxhestra Sinfonica Rossini, Orchestra del Teatro Communale di Bologna, Paolo Carignani, Corrado Rovaris, Michele Mariotti, Dmitri Jurowski; Regie: Lluís Pasqual, Davide Liver Pier‘Allimore, Damiano Michieletto; 4 Blu-ray Arthaus Musik 109062; Bildformat: 16:9 Stereo & Surround; Live 2009-2011 (610') – Rezension von Manuel Ribeiro

Seit 1980 findet in Pesaro jedes Jahr das ‘Rossini Opera Festival’ statt. Im 35. Jahr des Festivals präsentiert Arthaus Musik vier Opern in einer ‘Rossini Festival Opera Collection’. Von Rossinis Erstlingswerk ‘Demetrio e Polibio’, über ‘Sigismondo’ bis hin zu ‘Adelaide di Borgogna’, Rossinis erster ernster Oper, und seiner vorletzten Oper ‘Le Comte Ory’ bietet die Zusammenstellung einen Querschnitt der Opernschöpfungen des italienischen Komponisten. Read More →

Prometheus – Variationen über einen Mythos; Beethoven: Die Geschöpfe des Prometheus (Auszüge); Liszt: Prometheus; Scriabin: Prométhée, le poème du feu; Luigi Nono: Hölderlin aus Prometeo; Martha Argerich, Klavier, Berliner Singakademie, Solistenchor Freiburg, Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado; Ein Film von Christopher Swann; 1 DVD Euroarts 2001944; Bild: 4:3; Stereo; 5/1992 (57’) – Rezension von Guy Wagner

Claudio Abbado ist bekannt für originelle und interessante Programmgestaltungen. Dieser Konzertmitschnitt aus der Berliner Philharmonie dreht um die faszinierende Figur des Prometheus, – des ‘Vorausdenkenden’ –, der von den vier eingespielten Komponisten ganz verschieden gesehen wird: als Menschenschöpfer, als Befreier, als Lichtbringer und als ewiger Wanderer. Bedauerlicherweise sind sowohl Beethovens als auch Nonos Auseinandersetzung nicht komplett: eine verpasste Möglichkeit! Nur gut, dass die musikalische Qualität überzeugend ist. Read More →

Gala Mariinsky; Anna Netrebko, Olga Borodina, Ekatarina Semnechuk, Placido Domingo, René Pape, Mikhail Petrenko, Denis Matsuev, Leonidas Kavakos, Yuri Bashmet, Mariinsky-Ballett, -Chor und -Orchester, Valery Gergiev; Regie: Vasily Barkhatov; 1 Blu-ray Arthaus Musik 108 153; Stereo; Bild 16:9; 2013 (120’) – Rezension von Manuel Ribeiro

Das Mariinski-Theater in St. Petersburg ist eines der renommiertesten Opern- und Balletthäuser der Welt. Erbaut im Jahr 1860 und benannt nach Maria Alexandrowna von Hessen-Darmstadt, der Frau des Zaren Alexanders II., ist es die künstlerische Heimat vieler russischer Solisten und eines bekannten Balletts und Orchesters. Read More →

Sergey Prokofiev: 4 Klavierstücke, op. 4; Modest Mussorgsky: Lieder und Tänze des Todes; Sergey Rachmaninov: 4 Préludes; Modest Mussorgsky: The Nursery; Ewa Podlès, Alt, Garrick Ohlsson, Klavier; 1 DVD Dux 9883; Stereo; Bild 16:9; Live 2011 (65’) – Rezension von Manuel Ribeiro

Wegen ihrer spezifischen Stimmfarbe, ihrer weitgestreckten Stimme mit guter Höhe und ihrer Stimmflexibilität ist Ewa Podlès (*1952) eine der brillantesten Koloraturaltistinnen unserer Zeit. Sie wird vom Barock bis zum zeitgenössischen Repertoire auf den großen Bühnen der Welt gefeiert. Read More →

Giuseppe Verdi: Les Vêpres Siciliennes; Lianna Haroutounian (Hélène), Bryan Hymel (Henri), Michael Volle (Guy de Montfort), Erwin Schrott (Jean Procida), Neal Cooper (Thibault), Jihoon Kim (Robert), Jean Teitgen (Le Sire de Béthune), Jeremy White (Le Comte de Valmont), Royal Opera Chorus, Orchestra of the Royal Opera House, Antonio Pappano; Regie: Stefan Herheim; 2 DVDs Warner Classics 0825646164349; Stereo & Surround; Bild 16:9; 2013 (182’) – Rezension von Manuel Ribeiro

“Es war das Beste, was England im Verdi-Jahr 2013 zu bieten hatte, ein Glanzstück der Operninterpretation », jubelte die Kritik über die Inszenierung von Verdis ‘Les Vêpres siciliennes’ am Londoner ‘Royal Opera House’, die mit dem Olivier Award ausgezeichnet wurde. Erstaunlicherweise gibt sich Regisseur Stefan Herheim relativ traditionell, aber er kann leider nicht auf einige Geschmacklosigkeiten verzichten. Read More →

Richard Wagner: Parsifal; Simon O’Neill (Parsifal), René Pape (Gurnemanz), Angela Denoke (Kundry), Gerald Finley (Amfortas), Willibard W. White (Klingsor), Robert Lloyd (Titurel), Royal Opera Chorus, Orchestra of the Royal Opera House, Antonio Pappano; Regie: Stephen Langridge; 2 DVDs Opus Arte OA 1158 D; Bild 16:9; Stereo & Surround; 2013 (270') – Rezension von Manuel Ribeiro

Wie alle religiösen Konzepte ist auch ‘Parsifal’ eine Mischung zwischen Innigkeit, Andacht, Erbauung und ‘religiösem Kitsch’. Das hat Stephen Langridge berücksichtigt. Aus dem Kreis der Menschheit am Beginn der Aufführung entwickelt sich, personifiziert in Parsifal, die Suche nach Erlösung, wie man die auch immer definieren will. Die Symbolik ist leicht verständlich, trotz der eher surreal verschlüsselten Optik, die oft für Verstörung sorgt. Read More →

Franz Schubert: Klaviersonate a-Moll D. 845; F. Schubert / F. Liszt: 8 Lieder, Transkriptionen: Ständchen, Die Forelle, Auf dem Wasser zu singen, Gretchen am Spinnrade, Der Müller und der Bach, Die Stadt, Der Doppelgänger, Erlkönig; Marina Yakhlakova, Klavier; 1 DVD Master Performers MPI 14002; Bild 16:9; 2014 (79'25) - Rezension von Guy Wagner

Sie setzt sich nicht in Szene, sie spielt. Und wie sie spielt, die 1991 geborene Marina Yakhlakova! Den Namen muss man sich merken, dahinter steckt ein echtes Talent, und er steht für reine Musikalität. Man kann verstehen, dass die junge Künstlerin bereits mit 20 den Internationalen Franz Liszt-Klavierwettbewerb gewonnen hat: Die hier vorliegende DVD, ohne Publikum aufgenommen im Februar 2014 in der akustisch ungemein transparenten ‘Mechanics Hall’, Worcester (Massachusetts) genügt schon, um zu erklären, warum. Einen derart feinen, nuancenreichen Anschlag hat man in letzter Zeit nur sehr selten gehört, und so kluge Phrasierungen auch nicht jeden Tag. Read More →

Orpheus; Choreographie für 9 Tänzer und 7 Musiker von José Montalvo und Dominique Hervieu; Bühnenild und Choreographie: José Montalvo, Dominique Hervieu; Videobild: José Montalvo; Dramaturgie: Catherine Kintzler. Mit Stéphanie Andrieu, Natacha Balet, Morgane Le Tiec, Delphine Nguyen (Deydey), Brahem Aïache, Babacar Cissé (Bouba), Grégory Kamoun, Karim Randé, Stevy Zabarel dit Easley; Musik: Claudio Monteverdi, Christoph W. Gluck, Jacques Offenbach, Philip Glass, Francesco Durante, Pau Casals, Giovanni Felice Sanches, Giuseppe Maria Jacchini; Interpreten: Soanny Fay, Sabine Novel, Théophile Alexandre, Blaise Kouakou, Merlin Nyakam, Sébastien Obrecht, Florent Marie; Produktion: Théâtre National de Chaillot; 1 Blu-ray Arthaus Musik 108124; Stereo; Bild 16:9; Live 2010 (78') – Rezension von Remy Franck

Ich ärgere mich immer wieder grün und gelb, wenn ich bei Videofilmen auf Booklets stoße, in denen die essentiellsten Informationen fehlen. Das ist hier wiederum der Fall. Wer die neun Tänzer und die sieben Musiker sind, die diesen Film gestalten, sollte dem Käufer der DVD oder der Blu-ray ja wohl mitgeteilt werden. Doch eine Besetzungsliste gibt es in diesem Fall nicht. Einige wenige Namen werden im Booklet-Text genannt, aber eben nicht alle, Und das ist eine Respektlosigkeit sondergleichen gegenüber den Mitwirkenden! Read More →

Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1; Martha Argerich, Fortepiano, Orchestra of the 18th Century, Frans Brüggen; The Breath of the Orchestra (Dokumentation); 1 DVD Narodowy Instytut Fryderyka Chopina NIFC DVD004; Stereo & Surround; Bild 16:9; Live 2012 (92')
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3; Maria Joao Pires, Klavier, Orchestra of the 18th Century, Frans Brüggen; The Breath of the Orchestra (Dokumentation); 1 DVD Narodowy Instytut Fryderyka Chopina NIFC DVD005; Stereo & Surround; Bild 16:9; Live 2012 (86') – Rezension von Remy Franck

Das sind in allen Hinsichten seltsame Produkte! Beide DVDs enthalten nur ein einziges Werk, Beethovens Erstes bez. Drittes Klavierkonzert, als Mitschnitt vom Festival ‘Chopin and his Europe’ in Warschau. Gespielt werden diese Konzerte von Martha Argerich und Maria Joao Pires, zwei Pianistinnen, die man mit einem schwarzen Flügel verbindet und die hier vor einem braunen Erard von 1849 sitzen. Wieso 1849? Wieso ein Klavier, das rund fünfzig Jahre nach beiden Werken entstand? Wenn schon historisch, dann bitte richtig historisch! Und überhaupt: Was heisst der seitenfüllende Satz im Booklet, dies sei die erste Aufnahme der beiden Klavierkonzerte auf historischen Instrumenten. Das stimmt so nicht. Vielleicht ist es die erste Videoaufnahme… Read More →

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