Giuseppe Verdi: Aida; Maria Chiara (Aida), Luciano Pavarotti (Radames), Ghena Dimitrova (Amneris), Nicolai Ghiaurov (Ramphis) Juan Pons (Amonasro), Chor und Orchester der Mailänder Scala, Lorin Maazel; Regie Luca Ronconi; 1 Blu-ray Arthaus Musik 109087; Bildformat 4:3, Stereo; 12/1985 (160') – Rezension von Remy Franck

Luca Ronconis Inszenierung von Verdis ‘Aida’ im Jahre 1985 an der Mailänder Scala war eine der brillantesten Regieleistungen des umstrittenen Regisseurs. In den opulenten und großartigen Bühnenbildern von Mauro Pagano stellte er Bewegung der Bewegungslosigkeit gegenüber und erzielte so beeindruckende Kontraste in der Handlung. Der Film bringt das gewaltige Stage Set genauso gut herüber wie Ronconis subtile Regie. Das Auge hat genug, um sich satt zu sehen! Read More →

Giuseppe Verdi: Otello; Plácido Domingo (Otello), Barbara Frittoli (Desdemona), Leo Nucci (Iago), Cesare Catani (Cassio), Chor und Orchester der Mailänder Scala, Riccardo Muti; Regie: Graham Vick; 1 Blu-ray Arthaus Musik 109103; Bild 16:9; Stereo; 2001 (140') – Rezension von Remy Franck

Graham Vicks ‘Otello’ eröffnete 2001 die Saison der Scala und war ein Triumph für den Regisseur wie auch für die Sänger und den Dirigenten.
Mit viel Sinn für Dramatik ist Domingo ist ein absolut überlegener Sängerdarsteller in dieser Rolle und sein Porträt des letzten Endes an seiner eigenen inneren Unsicherheit scheiternden Mohren ist bewegend. Read More →

Sergei Prokofiev: Krieg und Frieden; Nicolai Othotnikov, Alexander Gergalov, Yelena Prochina, Olga Borodina, Vassily Gerrelo u. v. a. Chor und Orchester der Kirov-Oper, Valery Gergiev; Inszenierung: Graham Vick; Fernsehregie: Humphrey Burton; 1 Blu-ray Arthaus 109093, Stereo; Bild 4:3;; 1991(248’) – Rezension von Guy Wagner

Prokofievs groß angelegtes Werk nach Tolstois Roman ‘Krieg und Frieden’ wird hier von Valery Gergiev dirigiert. Es handelt sich um eine Produktion seines ‘Hauses’, des damaligen Kirov und heutigen Mariinsky-Theaters, die ebenfalls an der ‘Opéra Bastille’ in Paris und am ‘Royal Opera House Covent Garden’ in London gezeigt wurde (1991). Read More →

Dmitri Shostakovich: Sämtliche Symphonien und Konzerte (Symphonien Nr. 1-15, Klavierkonzerte Nr. 1 & 2, Cellokonzerte Nr. 1 & 2, Violinkonzerte Nr. 1 & 2); Einführungen von Valery Gergiev; Dokumentation Dmitri Shostakovich - A Man of Many Faces; Daniil Trifonov, Denis Matsuev, Klavier, Mario Brunello, Gautier Capucon, Cello, Vadim Repin, Alena Baeva, Violine, Timur Martynov, Trompete, Veronika Dzhioeva, Sopran, Mikhail Petrenko, Bass, Mariinsky Chor & Orchester, Valery Gergiev; 4 Blu-ray Arthaus Musik 107552; Stereo & Surround; Bild 16:9; Live 2013/14 (1082') – Rezension von Remy Franck

Wie eigentlich immer bei dem überarbeiteten und überforderten Mariinsky Orchester und seinem ebenso rastlosen wie sich selbst auslaugenden Chefdirigenten sind Dmitri Shostakovichs Symphonien und Konzerte, aufgenommen bei einem Konzertmarathon in der Pariser ‘Salle Pleyel’, ein unausgeglichenes Ganzes. Read More →

ÜBER DIE SCHULTER GESCHAUT
Es ist immer eine interessante Sache, großen Musikern beim Proben über die Schulter zu schauen. Im vorliegenden Fall ist es Georg Solti, der mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart 1966 die Tannhäuser-Ouvertüre von Richard Wagner probt und danach im Konzert dirigiert. Die Probe ist beeindruckend: Mit äußerst präzisen und ungemein zahlreichen Angaben führt Solti ganz detailversessen die Orchestermusiker an das Werk und natürlich an seine eigene Interpretation heran (EuroArts2’053038). Read More →

Giuseppe Verdi: Don Carlo; Ramon Vargas (Don Carlo), Svetlana Kasyan (Elisabeth de Valois), Ildar Abdrazakov (Philip II.), Ludovic Tézier (Rodrigo), Daniela Barcellona (Eboli), Marco Spotti (Grossinquisitor), Roberto Tagliavini (Mönch), Sonia Ciani (Tebaldo), Orchestra e Coro del Teatro Regio di Torino, Gianandrea Noseda; Regie: Hugo de Ana; 1 Blu-ray Opus Arte OA BD7139 D; Stereo und Surround; Bild 16:9; 2013 (217’) – Rezension von Manuel Ribeiro

Diese Produktion von ‘Don Carlo’ zeigt die Fassung in 4 Akten. Verdi selber revidierte sein Werk von 5 auf 4 Akte, nachdem er gehört hatte, dass einige Häuser sein Werk drastisch kürzen wollten. ‘Don Carlo’ ist eine faszinierende Geschichte um die Vater-Sohn-Beziehung, kredenzt mit einem Liebesverhältnis und Verrat, vor dem Hintergrund kirchlicher Unterdrückung und Machtgebarens in eroberten Ländern. Read More →

Henry Purcell: Dido and Aeneas; Vivica Genaux (Dido), Henk Neven (Aeneas), Ana Quintans (Belinda), Marc Mauillon (Magicienne/Marin), Choeur Accentus, Opéra de Rouen Haute-Normandie, Le Poême Harmonique, Vincent Dumestre; Regie: Cécile Roussat & Julien Lubek; 1 DVD Alpha 706; Stereo & Surround; Bild 16:9; 2014 (80’) - Rezension von Manuel Ribeiro

Die dreiaktige Oper ‘Dido and Aeneas’ von Henry Purcell gilt als Höhepunkt der abrupt von der italienischen Oper verdrängten englischen Oper. Das 80 Minuten lange Werk hat eine durchgängige, zusammenhängende Handlung und ist quasi durchkomponiert – trennt also nicht Arie von Rezitativ – und ist damit ihrer Zeit weit voraus. Allerdings stellt sich bei ‘Dido and Aeneas’ die Frage nach dem Autographen, denn eine endgültige Fassung ist nicht belegt. Dies ist typisch für die Zeit, in der Musik an die Gelegenheit angepasst und immer wieder mit neuen Passagen ergänzt wurde. Read More →

Francis Poulenc: Le Dialogue des Carmélites; Patricia Petitbon (Blanche de la Force), Sophie Koch (Mère Marie), Véronique Gens (Madame Lidoine), Sandrine Piau (Sœur Constance), Rosalind Plowright (Madame de Croissy), Topi Lethipuu (Le Chevalier de la Force), Philippe Rouillon (Le Marquis de la Force), François Piolino (Le père confesseur), Chœur du Théâtre des Champs-Elysées, Philharmonia Orchestra, Jérémy Rhorer; Regie: Olivier Py; 2 DVDs Erato 08256 462206 94; Stereo & Surround; Bild 16:9; 2013 (166’) – Rezension von Manuel Ribeiro

‘Le Dialogue des Carmélites’ von Francis Poulenc ist eine der wirkungsvollsten und beeindruckendsten Opern des 20. Jahrhunderts. Das im Auftrag des Verlegers Ricordi geschriebene und an der Mailänder Scala uraufgeführte Werk geht auf das von Gertrud von Le Fort inspirierte Theaterstück von Georges Bernanos zurück. Die Oper ist musikalisch packend, obwohl eigentlich recht wenig ‘opernhaft’, und hochdramatisch, auch wenn es wenig ‘Handlung’ gibt, sondern vor allem Dialoge. Read More →

Ludwig van Beethoven: Symphonien Nr. 1-9; Myrto Papatanasiu, Bernarda Fink, Burkhard Fritz, Gerald Finley, Netherlands Radio Choir, Concertgebouw Orchestra, Ivan Fischer; 3 Blu-ray RCO 14108; Bild 16:9; Stereo & Surround; Live 2014 (383') – Rezension von Remy Franck

Verlegen bin ich, nachdem ich mir diese neun Beethoven-Symphonien als Zyklus, also hintereinander, angeschaut und -gehört habe. Einerseits ist die Qualität, was Orchesterklang und Musikfluss anbelangt, sehr hoch und zeigt, dass das ‘Concertgebouw Orkest’ zweifellos eines der besten Orchester Europas ist, ein perfekt geöltes Instrument mit einem brillanten Sound und vielen herausragenden Solisten. Read More →

Henry Purcell: The Fairy Queen; Yvonne Kenny (Titiana), Thomas Randle (Oberon), Simon Rice (Puck), Richard van Allen (Thesus/Hymen), Arthur Pita (The Indian Boy), Michael Chance (Mortal), Orchestra and Chorus of the English National Opera, Nicholas Kok; Regie: David Pountney; 1 Blu-ray Arthaus Musik 108128; Stereo & Surround; Bild 16:9; 1995 (134’) – Rezension von Manuel Ribeiro

Auch wenn Henry Purcell nur 35 Jahre alt wurde, hatte er in seinem kurzen Leben die Zeit, italienische und französische Einflüsse aufzunehmen, die seinen englischen Barockstil stark beeinflussten. ‘The Fairy Queen’ ist eine Semi-opera, oder Masque, basierend auf einem Libretto, das Shakespeare aus seinem ‘Sommernachtstraum’ adaptiert hatte. Sie entstand 1692, drei Jahre vor Purcells Tod. Read More →

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