Giuseppe Verdi: Il Trovatore; Piero Cappuccilli, Raina Kabaivanska, Fiorenza Cossotto, Placido Domingo, José van Dam, Chor und Orchester der Wiener Staatsoper; 1 DVD Arthaus Musik 109334; Bild 4:3; Stereo & Surround Live 05/1978 (151') – Rezension von Remy Franck

Als Herbert von Karajan in 1978 an der Wiener Staatsoper Verdis ‘Trovatore’ dirigierte, hatte es im Vorfeld Schwierigkeiten und Terminverschiebungen wegen des Ausfalls von Franco Bonisolli gegeben. Er wurde durch Placido Domingo ersetzt. Doch als der Maestro nach seinem bereits ungewöhnlich lautstark bejubelten Auftritt den Taktstock hob, war der ganze Vorbereitungsstress gewichen, und es kam eine Opernaufführung zustande, wie sie nicht oft realisiert werden kann, eine Vorstellung, durchzogen von einem großen Atem, einem Musikfluss, der die ganze Souveränität von Karajans, des Ensembles, der Chöre und des Orchesters zum Ausdruck bringt, wo niemand mit seiner Technik oder seinen stimmlichen Mitteln ringt, sondern sich hundertprozentig in den Dienst der Sache stellt und sich auch in den Händen des Dirigenten gut aufgehoben fühlt. Read More →

Giuseppe Verdi: Otello; José Cura (Otello), Dorothea Röschmann (Desdemona), Carlos Álvarez (Iago), Benjamin Bernheim (Cassio), Christa Mayer (Emilia), Georg Zeppenfeld (Lodovico), Csaba Szegedi (Montano), Gordon Bintner (Herald), Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann; Inszenierung: Vincent Boussard; Stereo & Surround; Bild 16:9; 1 Blu-ray C Major 740008; Liveaufnahme 2016, Veröffentlichung 04/2017 (147') - Rezension von Remy Franck

Wie kann ein Dirigent wie Thielemann solch einen miserablen Sänger für die Titelrolle des ‘Otello’ akzeptieren? José Cura heult seine Rolle über die Salzburger Festspielbühne, dass einem schlecht wird und die Milch im Umkreis von 3 Kilometern umgeht. Read More →

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9, Coriolan Ouvertüre; Christian Jost: Fanfare, An die Hoffnung; Camilla Nylund, Elena Zhidkova, Klaus Florian Vogt, René Pape, Wiener Singverein, Tonkünstler Orchester, EUYO Alumni, Yutako Sado; 1 DVD C-Major 740304; Liveaufnahme 08/2016, Veröffentlichung 2/04/2017 (105') – Rezension von Remy Franck

Dieses Festkonzert zum 10-jährigen Bestehen des Grafenegg-Festivals in Österreich beginnt mit einer effektvollen Fanfare für neun Blechbläser von Christian Jost. Dann folgt eine kraftvoll-heroisch gespielte ‘Coriolan’-Ouvertüre und danach Josts zweites Stück in diesem Konzert, ‘An die Hoffnung’, nach dem gleichnamigen Beethoven-Lied, einem Auftragswerk von Grafenegg, RSO Berlin und ‘Orchestre Philharmonique du Luxemburg’. Read More →

Giuseppe Verdi: Otello; Stuart Neill (Otello), Jessica Nuccio (Desdemona), Roberto Frontali (Jago), Tamta Tarieli (Emilia), Manuel Pierattelli (Roderigo), Seung Pil Choi (Lodovico), Giacomo Medici (Montano), Franco Di Girolamo (A Herald), Fondazione Orchestra Regionale delle Marche, Coro Lirico Marchigiano Vincenzo Bellini, Pueri Cantores D. Zamberletti, Complesso di palcoscenico Banda Salvadei, Riccardo Frizza; 2 DVDs Dynamic: 37767; Liveaufnahme 07/2016, Veröffentlichung 12/05/2017 (200') – Rezension von Remy Franck

Wenn Jago am Anfang dieser Inszenierung von Verdis ‘Otello’ dem Dirigenten das Zeichen gibt, mit dem Dirigieren anzufangen, setzt der Regisseur Paco Azorin ein Zeichen. Und es steht auch groß auf der Bühne geschrieben: Iago! Iago ist die Hauptfigur dieser Oper, er hält die Fäden in der Hand….Nicht umsonst hatte Verdi daran gedacht, die Oper nicht ‘Otello’, sondern ‘Iago’ zu nennen. Read More →

Georges Bizet: Les pêcheurs de perles; Marius Kwiecien (Zurga), Matthew Polenzani (Nadir), Diana Damrau (Leïla), Nicolas Testé (Nourabad), Metropolitan Opera Orchestra and Chorus, Gianandrea Noseda; Regie: Penny Woolcock; 1 DVD Erato 0190295893613; Stereo & Surround; Bild 16:9; Liveaufnahme 2016, Veröffentlichung 01/2017 (120') – Rezension von Manuel Ribeiro

Mit ihrer ungewöhnlich exotischen Geschichte enthält ‘Les pêcheurs de perles’ einige von Bizets schönsten musikalischen Melodien. Und wie so oft, handelt es sich hier um eine typische Dreiecksgeschichte. Eine wunderschöne Priesterin hat geschworen, sich nie wieder mit Männern einzulassen. Jedoch sind zwei davon verrückt nach ihr. Diese beiden sind Freunde und haben versprochen, ihrer Liebe zu widerstehen, um ihre Freundschaft aufrechtzuerhalten. In den ‘Perlenfischern’ sind also alle Zutaten einer großartigen Liebesintrige verstrickt. Read More →

Piotr Tchaikovsky: The Nutcracker and the Mouse King; Dutch National Ballet; Choreographie: Wayne Eagling und Toer van Schayk; Holland Symfonia, Ermanno Florio; 1 DVD Arthaus Musik 109322; Bild 16:9; Stereo & Surround; 2011 (108'+27') – Rezension von Remy Franck

Diese opulente, zauberhafte und verzaubernde Fassung von Tchaikovskys berühmtestem Ballett schufen die Choreographen Wayne Eagling und Toer van Schayk 2011 für das Amsterdamer Musiktheater. Sie verlegten die Handlung ins Amsterdam des Jahres 1810 und ersetzten die üblichen Festtage zu Weihnachten durch die traditionelle niederländische Feier am Sinterklaas-Abend. Read More →

Dance Theatre of Harlem; Fall River Legend (Musik: Morton Gould, Choreographie: Agnes de Mille); Troy Game (Musik: Bob Downes, Choreographie: Robert North); The Beloved (Musik: Judith Hamilton, Choreographie: Lester Horton); John Henry (Musik: Milton Rosenstock; Choreographie: Arthur Mitchell); 1 DVD Arthaus Musik 109 324; Bild 4:3; Stereo; Produktion 1989, Wiederveröffentlichung 03/2017 (120') – Rezension von Norbert Tischer

Im Jahre 1969 gründete Arthur Mitchell das mit ausschließlich  schwarzen Tänzern besetzte ‘Dance Theatre of Harlem’, das anfänglich vor allem politisches Tanztheater produzierte, heute aber das ganze Spektrum der Ballettkunst anbietet. Read More →

Amilcare Ponchielli: La Gioconda; Eva Marton (Gioconda), Placido Domingo (Enzo), Matteo Manuguerra (Barnaba), Ludmila Semtschuk (Laura) Kurt Rydl (Alvise), Margarita Lilowa (La Cieca) u.a., Chor und Orchester der Wiener Staatsoper, Adam Fischer; Inszenierung & Ausstattung: Filippo Sanjust
♪ - Giacomo Meyerbeer: L’Africaine; Placido Domingo (Vasco da Gama), Shirley Verrett (selika), Ruth Ann Swenson (Ines), Justino Diaz (Nelkusko), San Francisco Opera, Maurizio Arena
3 DVDs Arthaus Musik 109 327; Bild 4:3; Stereo; 1986 + 1988, Neuveröffentlichung 03/2017 (169‘ + 194’) – Rezension von Norbert Tischer & Alain Steffen

Inquisition, Gift und eine Scheintote – selbst ein eher bewahrender Kopf wie Hanslick hatte damit Probleme. In Ponchiellis ‘Gioconda’ fand er nur ‘das alte Theater-Gerümpel’. Auch 1986 hatte sich daran nichts geändert. Zumindest für Filippo Sanjust, der damals die ‘Gioconda’ in Wien herausbrachte. Sein Mut ist auch heute noch zu bewundern. Denn er hatte nichts zu sagen, jedenfalls nichts, was Hanslicks Urteil widerlegen würde. Read More →

Walter Braunfels: Ulenspiegel; Marc Horus (Ulenspiegel), Christa Ratzenböck (Nele), Joachim Goltz (Profoss), Hans Peter Scheidegger (Klas), Andreas Jankowitsch (Jost/Schuster), Tomas Kovacic (Bürgermeister/1. Ablasspreister), Martin Summer (Schreiner/Arkobusier), Saeyoung Park (Seifensieder/Soldat/3. Fischer), Dimitrij Keonov (Schreiber/2. Ablasspriester), Neven Crnic ( Bäcker/Schmied), Mario Lerchenberger ( Zimmermann/1. Fischer/alter Büger), Laszlo Kiss (Schneider/2. Fischer), EntArteOpera Choir (Franz Jochum), Israel Chamber Orchestra, Martin Sieghart; Inszenierung: Rolnd Schwab; 1 DVD Capriccio C9006; Aufnahme 09/2014, Veröffentlichung 01/2017 (129‘) – Rezension von Uwe Krusch

Der Roman ‘Thyl Ulenspiegel’ von Charles de Coster ist die Vorlage zu der Oper von Walter Braunfels. Gut hundert Jahre hat diese Oper im Archiv der Staatsoper Stuttgart geschlummert, bevor sie wieder aufgeführt worden ist. Read More →

Anton Bruckner: Symphonien Nr. 4, 5, 7,8,9; The Cleveland Orchestra, Franz Welser-Möst; 5 DVDs Arthaus Musik 109313; Aufnahmen 2006-2012; Wiederveröffentlichung in der Box 03/2017 (374'+44' Interviews) – Rezension von Remy Franck

Diese Neuedition von fünf Bruckner-Symphonien und einigen Interviews zum Thema zeigt Franz Welser-Möst als hervorragenden Bruckner-Dirigenten. Wenn auch der Ansatz abhängig ist vom Aufnahmeort – ‘Severance Hall’, Musikverein Wien, Stiftsbasilika St. Florian – so ist es doch übergreifend das souverän-ruhige und auf Innenspannung zielende Konzept, das die fünf Interpretationen vereint. Read More →

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