Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte; Matthias Goerne (Sarastro), Mauro Peter (Tamino), Albina Shagimuratova (Königin der Nacht), Christiane Karg (Pamina), Adam Plachetka (Papageno), Maria Nazarova (Papagena), Michael Porter (Monostatos), Klaus Maria Brandauer (Sprecher), 3 Wiener Sängerknaben, Wiener Staatsopernchor, Wiener Philharmoniker, Constantinos Carydis; Regie: Lydia Steier; 1 Blu-ray C Major 749804; Stereo & Surround; Bild 16:9; Liveaufnahme 2018, Veröffentlichung 06/2019 (144') – Rezension von Remy Franck

Die amerikanische Regisseurin Lydia Steier hatte eine gute Ausgangsidee: Sie ließ die Handlung der Zauberflöte durch einen Großvater erzählen (herausragend von Klaus Maria Brandauer gespielt) und eliminierte somit die oft gestelzt wirkenden Dialoge. Read More →

Giuseppe Saverio Mercadante: Didone Abbandonata; Viktorija Miskunaite (Didone, Sopran), Katrin Wundsam (Enea, Mezzosopran), Carlo Vincenzo Allemano (Jarba, Tenor), Emilie Renard (Selene, Mezzosopran), Pietro Di Bianco (Osmida, Bassbariton), Diego Godoy (Araspe, Tenor), Coro Maghini, Academia Montis Regalis, Alessandro De Marchi; Inzenierung: Jürgen Flimm; 1 DVD Naxos 2.110630; Stereo & Surround; Bild 16:9; Aufnahmen 08/2018; Veröffentlichung 06/2019 (146'20) – Rezension von Uwe Krusch

Festivalleiter und Dirigent Alessandro De Marchi stellt bei den Festwochen Alter Musik in Innsbruck jedes Jahr eine wenig oder gänzlich unbekannte Oper zur Diskussion. Vor einem Jahr war dies ‘Didone abbandonata’ von Giuseppe Saverio Mercadante. Mercadante hält in seinen frühen Opern unverkennbar an der althergebrachten Tradition fest und pickt die neuen Dinge nur auf. Die musikalisch konservative Grundtendenz ist auch in der Wahl des traditionellen Librettos zu sehen. Der Vergleich seiner Didone abbandonata, basierend auf dem von Tottola umgearbeiteten alten Libretto von Pietro Metastasio, mit Rossinis gleichalter Semiramide zeigt die überholte Dramaturgie seiner Oper trotz eingefügtem Chor und einigen wenigen Ensembles. Read More →

Erich Wolfgang Korngold: Das Wunder der Heliane; Sara Jakubiak (Heliane, Sopran), Brian Jagde (Der Fremde, Tenor), Josef Wagner (Der Herrscher, Bassbariton), Okka von der Damerau (Die Botin, Mezzosopran), Derek Welton (Der Pförtner, Bassbariton), Burkhard Ulrich (der blinde Schwertrichter, Tenor) u. a., Chor der Deutschen Oper Berlin, Orchester der Deutschen Oper Berlin, Marc Albrecht; Inszenierung Christoph Loy; 2 DVDs Naxos 2.110584-85; Aufnahmen 03-04/2018; Veröffentlichung 06/2019 (167'26) – Rezension von Uwe Krusch

Gut ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung der CD-Einspielung aus Freiburg folgt nun der Mitschnitt von der Deutschen Oper Berlin auf DVD- (oder auch Blu-ray). Damit kehrt die zwischenzeitlich völlig vergessene bzw. weggeschobene Oper nach rund 90 Jahren wieder an den Ort ihres ersten großen Erfolges zurück, wo sie auch jetzt wieder gefeiert wurde. Und das zu Recht. Read More →

Wolfgang Rihm: Jakob Lenz; Georg Nigl (Bariton, Lenz), Henry Waddington (Bass-Bariton, Oberlin), John Graham-Hall (Tenor, Kaufmann), Solisten des Orchestre Symphonique de la Monnaie, Franck Ollu; Inszenierung: Andrea Breth; 1 DVD Alpha Classics 717; Aufnahmen 03/2015, Veröffentlichung 06/2019 (73'28) – Rezension von Uwe Krusch

Mit Jakob Lenz hat Wolfgang Rihm eine Kammeroper, also ein zugespitztes und wendiges Format erschaffen, mit dem er die Lebenssituation des Protagonisten vor allem im Straßburger Umfeld darstellen kann. Das kleine Ensemble mit drei solistischen Sängern, Lenz, Kaufmann und Oberlin sowie Solistenchor und einem auf zwölf Instrumentalisten fokussierten Orchester schafft eine dichte Atmosphäre. Read More →

Hector Berlioz: La Damnation de Faust: Anna Caterina Antonacci (Marguerite), Nicolas Courjal (Mephisto), Mathias Vidal (Faust), Thibaut de Damas d’Anlezy (Brander), Choeur Marguerite Louise (Gaétan Jarry), Les Siecles, Francois-Xavier Roth, Dirigent; 1 DVD Chateau de Versailles CV5010; Aufnahme 11/2018, Veröffentlichung 05/2019 – Rezension von Uwe Krusch

Zu Lebzeiten von Berlioz wurde seine opernhaftes Oratorium Fausts Verdammnis in Paris abgelehnt und ansonsten europaweit gefeiert. Diese Szenen aus Goethes Faust mit freien Ergänzungen durch den Komponisten, so die anfängliche Verortung in der ungarischen Puszta und der Höllenritt von Faust am Schluss, werden auch hier konzertant aufgeführt, was auch von Berlioz so gedacht war. Insofern ist das Titelbild der Hülle mit einem Teufel im roten Kostüm irreführend. Read More →

Maurice Ravel: Bolero, Symphonische Fragmente aus Daphnis et Chloé (Suiten 1 und 2) + La Valse + Valses nobles et sentimentales; Lucerne Festival Orchestra, Riccardo Chailly; 1 DVD Accentus Music ACC20451; Aufnahmen 2018; Veröffentlichung 5/2019 (87:00) – Rezension von Uwe Krusch

Wenn ein Orchester aus ausgewählten Mitgliedern, allesamt führend bei ihrem Instrument und ein ihm verbundener Dirigent in einer dem täglichen Betrieb entrückten entspannten Atmosphäre zusammen musizieren können, dann kann daraus Großes entstehen. Read More →

The Young Debussy; Wagner: Tannhäuser Ouvertüre; Edouard Lalo: Cellokonzert d-Moll; Claude Debussy: Première Suite d'Orchestre; Jules Massenet: Le Cid (Suite); Edgar Moreau, Cello, London Symphony Orchestra, François-Xavier Roth; 1 Blu-ray + DVD Video LSO Live LSO3073; Aufnahme 01/2018, Veröffentlichung 05/2019 (90') – Rezension von Remy Franck

‘The Young Debussy’ steht großspurig auf dem Coverblatt dieser Videodisc. Und dabei ist gerade mal ein einziges, 25 Minuten langes Werk des Franzosen, die Première Suite d’Orchestre, auf dem Programm, fein, aber nicht berauschend gespielt vom LSO unter François-Xavier Roth. Davor erklingen eine glatte und langweilige Tannhäuser-Ouvertüre und das Cellokonzert von Lalo, bei dem Edgar Moreau dem Solopart vieles schuldig bleibt, weil er bloß schön spielt und jedwede Intensität vermissen lässt. Außerdem hat man den Eindruck, Moreau spiele einfach vor sich selber hin und wolle vom Orchester nichts wissen. Read More →

 Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni; Ildebrando D'Arcangelo (Don Giovanni), Andrea Concetti (Leporello), Carmela Remigio (Donna Elvira), Myrto Papatanasiu (Donna Anna), Marlin Miller (Don Ottavio), Manuela Bisceglie (Zerlina), William Corro (Masetto), Enrico Giuseppe Iori (Commendatore), Fondazione Orchestra Regionale delle Marche, Riccardo Frizza; Inszenierung Pier Luigi Pizzi; 1 Blu ray C Major 749404; Bild 16:9; Stereo & Surround; Liveaufnahme 07/2009, Veröffentlichung 04/2019 (174') – Rezension von Remy Franck

In Pier Luigi Pizzis Inszenierung des Don Giovanni für das Sferisterio Opera Festival in Macerata dreht sich alles um Sex. Pizzi belässt die Handlung im 18. Jahrhundert, reduziert die Dekoration so weit wie möglich und benutzt vor allem ein Bett als symbolträchtiges Element. Bei den handelnden Personen sind Berührungen die wichtigsten Gesten, bis hin zu solchen zwischen Don Giovanni und Leporello, was denn auch den Gedanken aufkommen lässt, dass Don Giovanni ein breitbandiger Sex-Aficionado ist, vielleicht ein sogar ein Bisexueller, der nur durch sein rühriges Glied denkt. Read More →

Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte; Christian Boesch (Papageno), Martti Talvela (Sarastro), Peter Schreier (Tamino), Edita Gruberová (Königin der Nacht), Ileana Cotrubas (Pamina), Edda Moser (Erste Dame), Ann Murray (Zweite Dame), Ingrid Mayr; Wiener Philharmoniker, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, James Levine; Inszenierung: Jean-Pierre Ponnelle; 2 DVDs Arthaus Musik 109389; Stereo; Bild 4:3; Aufnahme 1982, Veröffentlichung 05/2019 (186’) - Rezension von Alain Steffen

Dieser Salzburger Mitschnitt vom 21. August 1982 gehört zu den schönsten Zauberflöten-Aufnahmen im gesamten Angebot. Sie war bereits auf einer Videodisc von TDK erhältlich und wurde jetzt von Arthaus Musik wiederveröffentlicht. Ponnelle verzaubert das Publikum regelrecht mit seinen phantasievollen Bildern, die mehr auf eine direkte Wirkung hinzielen, als einen symbolischen Charakter beschwören zu wollen. Von der Bildqualität darf man sich allerdings nicht zu viel erwarten; sie entspricht dem Standard der Achtzigerjahre. Read More →

Carl Maria von Weber: Der Freischütz; Julia Kleiter (Agathe), Eva Liebau (Äennchen), Michael König (Max), Günther Groissböck (Kaspar), Michael Kraus (Ottokar), Frank van Hove (Kuno), Stephen Milling (Hermit), Till Von Orlowsky (Kilian), Coro e Orchestra del Teatro alla Scala, Myung-Whun Chung; Inszenierung Matthias Hartmann; 1 Blu-ray Naxos NBD0092V; Liveaufnahme10/2017, Veröffentlichung 04/2019 (135') – Rezension von Remy Franck

Webers ‘Der Freischütz’, Teil des deutschen Opern-Nationalheiligtums, an der Mailänder Scala unter der Leitung eines koreanischen Dirigenten: ein großartiger Erfolg! Die Inszenierung von Matthias Hartmann ist sehr personenbezogen und arbeitet in einem immer nur andeutenden Bühnenbild mit starker Symbolik aus der Welt der Jäger und der dämonischen Kräfte um Samiel. Eine gute Inszenierung, die die Musik bestens trägt! Read More →

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