Paul Hindemith: Sonaten für Trompete, Horn, Saxophon, Posaune, Tuba & Klavier; Eric Aubier, Trompete, David Alonso, Horn, Nicolas Prost, Saxophone, Fabrice Millischer, Posaune, Stéphane Labeyrie, Tuba; Laurent Wagschal, Hélène Tysman, Klavier; 1 CD Indésens INDE110; Aufnahmen 2017/2018, Veröffentlichung 26/10/2018 (66') – Rezension von Norbert Tischer

Zwischen 1935 und 1955 komponierte Paul Hindemith 26 Sonaten für Bläser, Streicher, Klavier, Orgel und Harfe, 17 davon noch ehe er 1940 in die USA auswanderte. Essentiell sind dabei die Bläsersonaten, von denen fünf Stück auf dieser CD interpretiert werden. An seinen Verleger Willy Strecker schrieb der Komponist: « Du wirst Dich wundern, dass ich das ganze Blaszeug besonate. Ich hatte schon immer vor, eine ganze Serie dieser Stücke zu machen. Read More →

Leos Janacek: Glagolitische Messe + Sinfonietta + Taras Bulba + The Fiddler's Child; Hibla Gerzmava, Soprano, Ales Barta, Orgel, Stuart Neill, Tenor, Jan Martinik, Bass, Veronika Hajnova, Mezzosopran, Philharmonischer Chor Prag, Tschechische Philharmonie (Czech Philharmonic Orchestra), Jiri Belohlavek; 2 CDs Decca 4834080; Aufnahmen 2013-2017, Veröffentlichung 09/2018 (100') – Rezension von Remy Franck

Janaceks längstes Chorwerk, die ‘Glagolitische Messe’, hat Jiri Belohlavek  2013 aufgenommen, und sie ist hier mit späteren Einspielungen des 2017 verstorbenen Dirigenten gekoppelt. Read More →

Lefébure-Wely, Prince des Claviers; Louis James Alfred Lefébure-Wely: Caprice original pour deux harmonicordes + 24 Etudes mélodiques pour le piano s’enchaînant par des modulations + Improvisation + La Noce bretonne + Les Chants du foyer + Les Noces basques + Sonate dramatique pour violon et piano; Marian Iacob Maciuca, Violine, Pascal Auffret, Klavier, Harmonium & Harmonicorde; 2 CDs Editions Hortus 156-157; Aufnahmen 11/2017 & 01/2018, Veröffentlichung 06/2018 (127'08) – Rezension von Uwe Krusch

Der im vergangenen Jahr gefeierte zweihundertste Geburtstag des Komponisten Louis James Alfred Lefébure-Wely (1817-1869) ist vermutlich an den meisten spurlos vorbeigezogen. Die Auswahl an Werken, die auf dieser Doppelausgabe vorgestellt werden, kommt somit auch zu spät, aber sie ruft immerhin die wichtigste Seite dieses Tonsetzers in Erinnerung, seine Werke für Tasteninstrumente. Read More →

Salterio italiano; Martini: Motetto per Salterio e Clavicembalo obbligati per alto solo; Perotti: Sonata per Salterio; Rossi: Lezione quarta; Ubaldi: Sinfonia da Salterio col Basso; Ugolino: Sonata per Salterio con Basso; Romina Basso, Mezzosopran, Franziska Fleischanderl, Salterio und Leitung, Il Dolce Conforto; 1 CD Christophorus CHR 77426; Aufnahme 06/2016, Veröffentlichung 06/2018 (62'16) – Rezension von Uwe Krusch

Als Salterio wird ein italienisches Musikinstrument bezeichnet. Üblicherweise wird es mit auf die Finger aufgesteckten Plektren gezupft, so dass sich auch der Name, vom mittelalterlichen ‘Psalterium’, was Zupfinstrument bedeutet, ableitet. Es kann auch wie das verwandte Hackbrett mit Klöppeln angeschlagen werden. Es erlebte im 18. Jahrhundert seine Blüte. Ein Virtuose war der Geistliche Florido Ubaldi, von dem auch eine der vorgestellten Kompositionen stammt. Vor allem Notenhandschriften aus Italien gewähren Einblicke in die Spielweise. Read More →

Friedrich Wilhelm Markull: Organ Works Vol. 2; Orgelsonate op. 56 + Choräle aus op. 123 Heft 1-12 + Trios op. 124 Nr. 1, 2, 5 + Nachspiele op. 62 Nr. 4 & 5 + Andante Mit einigen lieblichen Stimmen; Andrzej Szadejko Orgel; 1 SACD MDG 906 2048-6; Aufnahme 11/2016, Veröffentlichung 04/2018 (67'19) - Rezension von Guy Engels

Der Zweite Weltkrieg hat auch im Baltikum eine Schneise der Verwüstung hinterlassen: menschlich, materiell und auch kulturell. Besonders die Stadt Danzig steht als Fanal für die Zerstörungswut. Mit dem Beschuss von der Danziger Bucht aus begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. 1945 wurde die Innenstadt mit der Marienkirche und ihrer Orgel zerstört. Read More →

Heinrich Ignaz Franz Biber: Mysteriensonaten + Passacaglia; Christina Day Martinson (Violine), Boston Baroque (Martin Pearlman (Cembalo, Orgel), Michael Uterman (Violoncello), Michael Leopold (Theorbe, Guitar); 2 CDs Linn Records CKD 501; Aufnahmen 03/2017; Veröffentlichung 06/2018 (120'21) – Rezension von Uwe Krusch

Zum Glück für die Interpreten und auch den potentiellen Zuhörer hört sich der Rezensent die gesamte Aufnahme an, bevor er die Tastatur bearbeitet. Denn nach den ersten Sätzen wäre die Bewertung ganz verheerend ausgefallen, da der Einstieg in die Freudenreichen Sonaten alles andere als reich an Freude ist. Die Darbietung ist, freundlich formuliert, tastend, oder auch anderes gesagt stockend, wie bei der Schaufensterkrankheit. Read More →

Florilegum Portense - Motetten und Hymnen; Vocal Concert Dresden, Cappella Sagittariana Dresden, Peter Kopp; 1 CD Carus 83.492; Aufnahme 03/2018, Veröffentlichung 06/2018 (59’54) – Rezension von Jan-Geert Wolff

Beim ‘Florilegium Portense’ handelt es sich um den Titel eines Anfang des 17. Jahrhunderts gedruckten Kompendiums geistlicher Motetten in deutscher und vor allem lateinischer Sprache. Seinerzeit war sie bei Chören aller Art äußerst publik und sollte zur Andacht sowie zum Singen « ante et post cibum“, also vor und nach dem Essen dienen. Read More →

Intimität mit Chopin
Eine wirklich beglückende Chopin-CD mit dem amerikanischen Pianisten Kevin Kenner hat Warner ins Programm genommen. Sein Recital mit der ‘Barcarolle’, Mazurken, dem Nocturne op. 62/2 und der 3. Sonate zeigt ihn als hoch sensiblen, fein nuancierenden Pianisten, der Intellekt mit Emotion in einer Weise mischt, dass man ständig den Eindruck des unmittelbaren Versinkens in die Musik hat. Read More →

Seit der Cellist Jan Vogler als Intendant die Musikfestspiele Dresden übernommen hat, hat das Festival deutlich an innovativem Charakter gewonnen. Erstklassige Musiker und Ensembles, genreübergreifende Projekte und außergewöhnliche Programme  machen die Dresdner Musikfestspiele zu einem sehr interessanten Festival. Auch in diesem Jahr hat sich der Besuch wieder gelohnt, meint Alain Steffen, der der Veranstaltung einen Besuch abgestattet hat. Read More →

Terra Desolata: Thierry Escaich: Terra Desolata; Georg Friedrich Händel: Dixit Dominus; Johann Adolf Hasse: Miserere; Thierry Escaich (Orgel), Ensemble Zoroastre, Savitri de Rochefort (Dirigent); 1 CD Klarthé K056; Aufnahmen 05/2017; Veröffentlichung 04/2018 (67'30) – Rezension von Uwe Krusch

Zwei Psalmvertonungen, nämlich das ‘Dixit Dominus’ von Händel zum 110. Psalm sowie das ‘Miserere in d-Moll’ von Hasse zum 51. Psalm schließen die vorliegende CD ab, die mit ‘Terra Desolata’ von Thierry Escaich beginnt. Aus dieser Auswahl wird auch gleich der Fokus des Ensemble ‘Zoroastre’ unter seiner Gründerin Savitri de Rochefort deutlich. Der Schwerpunkt liegt bei Werken des 17. bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts. Eingestreut werden zeitgenössische Kompositionen. Read More →

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