Kent Nagano und sein ‘Orchestre symphonique de Montréal’ weihen am heutigen 28. Mai die neue Orgel ‘Pierre Béique’ in der ‘Maison symphonique’ ein. Die Orgel – benannt nach dem Gründer und ersten Manager des Orchesters – wurde vom kanadischen Orgelbauer Casavant in Zusammenarbeit mit den Architekten des Konzertsaals Diamond Schmitt+Ædifica gebaut. Erklingt in diesem Konzert die Orgelsymphonie von Camille Saint-Saëns, beinhaltet ein weiteres Konzert am morgigen 29. Mai auch noch zwei Uraufführungen von Orgelwerken der Komponisten Kaija Saariaho und Samy Moussa. Dieses Konzert (Programm siehe unten) wird live und kostenlos von Medici.tv übertragen und bleibt für drei Monate online verfügbar. Read More →

Johann Michael Haydn: Messen für Frauenchor; Mädchenchor Hannover, Il gioco del suono, Ulfert Smidt, Orgel, Gudrun Schröfel; 1 CD Carus 83.355, 05/2013 (67’56) – Rezension von Guy Engels

Michael Haydn hat zwei dreistimmige Messen für Knabenchor geschrieben: ein Frühwerk aus seiner Salzburger Zeit, die ‘Missa Sancti Aloysii’,  und ein Spätwerk, das ein paar Monate vor seinem Tod entstand, die ‘Missa sub titulo Sancti Leopoldi’.  Beide Messen sind auf den Kapellchor in Salzburg zugeschnitten, dem der Komponist in seiner Jugend selbst angehörte. Die Aufführung mit einem Mädchenchor ist demnach unproblematisch. Read More →

‘ARIEN’ FÜR SAXOPHON UND ORGEL
Auf ihrem Album ‘Aria’ präsentieren der norwegische Saxophonist Vegard Landaas und der Organist Anders Eidsten Dahl anderthalb Dutzend für ihre Instrumente arrangierte Instrumentalstücke, vom Barockkomponisten Alessandro Marcello über Grieg, Halvorsen und  Tveitt bis hin zu Satie, Morricone sowie einer Reihe zeitgenössischer Komponisten. Das ergibt ein stimmungsvolles Programm, das Landaas als versierten Sänger auf seinem Instrument ausweist. Viel Lob verdient auch der Toningenieur für sein sehr natürliches Klangbild, das im Surround optimal zur Wirkung kommt (Lawo, SACD LWC 1046). Read More →

MELNIKOVS SCRIABIN BEI HARMONIA MUNDI
Wiederveröffentlichungen können wir nur selten etwas Platz einräumen, aber diese CD soll unbedingt erwähnt werden: Alexander Melnikovs erste CD für Harmonia Mundi, erstveröffentlicht im Mai 2006. Das tief empfundene Klavierspiel Melnikovs ist mit seinem delikaten Anschlag und seinem immer richtigen Atmen und Phrasieren der Musik Scriabins hundertprozentig angepasst. Melnikov kann ebenso eine mystische Atmosphäre beschwören wie auch zu hoch dramatisch getürmten Gipfeln stürmen. Dem Zuhörer lässt dieses Musizieren Raum, aus den eigenen Gedanken und Stimmungen auszubrechen und in Scriabins wundervolle Klang- und Geisteswelt einzudringen, von himmlisch bis satanisch (HMG 501914). Read More →

Georg Friedrich Händel: Klavierkonzerte op. 4 Nr. 1-6; Matthias Kirschnereit, Kammerakademie Neuss, Lavard Skou Larsen; 1 SACD cpo 777837-2; 5/13 (67'32) - Rezension von Guy Engels

Die Orgelkonzerte op. 4 Nr. 1-6 in der Version für Klavier & Orchester, das ist ein Novum. Georg Friedrich Händel hat sein Opus 4 ja eigentlich für die Orgel komponiert. Matthias Kirschnereit hat es nun auf das Klavier übertragen, was durchaus nachvollziehbar ist. Die Orgelconcerti sind nämlich für einmanualige, pedallose Instrumente geschrieben. Read More →

Johann Sebastian Bach: Sonaten BWV 1023, 1029 & 1017, Toccata & Fuge BWV 565, Seufzer, Tränen, Kummer, Not (Ich hatte viel Bekümmernis BWV 21), Ich nehme mein Leiden mit Freuden auf mich (Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden, BWV 75), Ich will auf den Herren schau'n (Wer nur den lieben Gott läßt walten, BWV 93), Es halt' es mit der blinden Welt (Was frag ich nach der Welt, BWV 94); Joseph Eller, Bearbeitungen und Klarinette, Jerry Curry, Cembalo, Robert Jesselson, Cello, Jared Johnson, Orgel, Tina Milhorn Stallard, Sopran; 1 CD Centaur CRC 3183; 12/10 (69'08)

Johann Sebastian Bach ist wohl einer der am meisten ‘arrangierten’ Komponisten. Viele seiner Kompositionen sind für alle denkbaren Instrumente transkribiert worden, auch für die Klarinette. Der amerikanische Klarinettist Joseph Eller, ein erfahrener Orchestermusiker und ‘Associate professor of clarinet’ an der ‘University of South Carolina School of Music’, benutzt für seine CD ‘Bach in Time’ keine bestehenden, sondern eigene Bearbeitungen. Read More →

Die drei Finalisten für den 2014 zum 5. Mal ausgetragenen ‘Salzburg Festival Young Conductors Award’ stehen fest: es sind Victor Aviat (31) und Maxime Pascal (28) aus Frankreich sowie Leo McFall (32) aus Großbritannien. Insgesamt bewarben sich 82 Dirigenten. Read More →

Der mit 15.000 Euro dotierte große Kunstpreis des Landes Salzburg 2013 geht an Hossam Mahmoud. Im Festspielsommer 2014 wird damit sowohl in der ‘Ouverture spirituelle’ als auch in der Reihe ‘Salzburg contemporary’ jeweils ein Werk des Komponisten zu hören sein. Read More →

Der polnische Pianist Slawomir Zubrzycki hat ein Instrument nachgebaut und erstmals in Krakau gespielt, das Leonardo da Vinci vor mehr als 500 Jahren entworfen, aber nie gebaut hat, eine ‘viola organista’, sozusagen eine Kombination aus einem Cembalo und einer Viola da gamba. Das Instrument hat 69 Saiten, die aber nicht mit Hämmern angeschlagen werden, sondern von einem mit Pferdehaaren bezogenen Räderwerk wie ein Streichinstrument gespielt werden. Read More →

Charles-Marie Widor: Complete Piano Trios; Trio Parnassus; 1 CD MDG 303 1794-2; 7/2012 (61’57) - Rezension von Guy Engels

Bei Charles-Marie Widor denkt man unweigerlich an die Orgel, an seine Orgelsymphonien und den mächtigen Klang der Pfeifen in Kirchen und Kathedralen. Widor hatte allerdings auch ein Händchen für die kleine Form, für die intime Kammermusik. Das Trio Parnassus hat sich mit viel Geschick dieser Facette des Widor-Schaffens angenommen. Die drei Musiker kennen das französische Repertoire und seine weniger bekannten Seiten mittlerweile recht gut, nachdem sie schon sehr erfolgreich die Kammermusik eines Léon Boëllmann und eines Benjamin Godard ans Tageslicht gefördert haben. Read More →

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