Leonard Bernstein: Chichester Psalms; Ralph Vaughan Williams: Dona Nobis Pacem; Alish Tynan, Sopran, Roderick Williams, Bariton, George Hill, Countertenor, Richard Gowers, Henry Websdale, Orgel, The Choir of King’s College, Cambridge, Britten Sinfonia, Stephen Cleobury; 1 CD Kings College KGS0021; Aufnahmen 01 & 06/2017, Veröffentlichung 11/2017 (51'21) – Rezension von Uwe Krusch

‘Dona nobis pacem’, ‘Gewähre uns Frieden’, ist eine Kantate von Ralph Vaughan Williams. Die Gedanken des Komponisten drehen dabei ebenso sicher um den Frieden nach bereits beendeten Kriegen als um die Angst um den Frieden angesichts absehbarer neuer Kriege. Read More →

Gleich vier Werke, die man mit dem Motto Befreiung von der Form und Freiheit mit der Form oder aus einem anderen Blickwinkel Ideen zu Don Juan zusammenfassen könnte, bot das ‘Philharmonische Orchester Luxemburg’ unter seinem Chef Gustavo Gimeno in der Luxemburger Philharmonie. Solistisch nahm Frank Peter Zimmermann das Auditorium mit zwei weniger zugänglichen Violinwerken in Bann, schreibt Uwe Krusch in seiner Konzertkritik. Read More →

Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge; Accademia Bizantina, Ottavio Dantone; 1 CD Decca 0289 483 2329 6; Aufnahme: 2017, Veröffentlichung 11/2017 (76:57) – Rezension von Uwe Krusch

Die Kunst der Fuge kann in verschiedenen Besetzungen präsentiert werden, je nachdem, welcher Deutung des dazu offenen Notentextes folgt. Neben solchen auf Tasteninstrument/en beschränkten finden sich vor allem solche mit Streichern. In dieser Einspielung wird ein Streichquartett aus Mitgliedern der ‘Accademia Bizantina’ mit Orgel und Ottavio Dantone am Cembalo kombiniert. Read More →

Intimistischer Liedgesang
Bariton Florian Boesch und Pianist Malcolm Martineau haben für Linn eine CD mit Robert Schumanns ‘Dichterliebe’ und seinen ‘Liedern und Gesängen aus Wilhelm Meister’ sowie Mahlers ‘Lieder eines Fahrenden Gesellen’ aufgenommen. Sie musizieren, wie man es in einem kleinen Raum machen würde, nicht wie in einem Konzertsaal. Das führt zu einem intimistischen Interpretieren mit einerseits viel sotto voce-Singen, andererseits einer hohen Expressivität, die durch das sehr lebendige und gestaltungsintensive Spiel von Martineau noch verstärkt wird. Read More →

Musik der Nacht
Ein Programm über ‘Stille und Nacht’ singt der österreichische Bariton Rafael Fingerlos auf einer CD von Oehms Classics. 26 Titel umfasst das weit gespannte Programm mit Werken von Schumann, Schubert, Brahms, Strauss und Cornelius. Der von Sascha EI Mouissi am Klavier begleitete Sänger singt mit seiner weichen, biegsamen Stimme, einfühlsam und sehr natürlich. Eine wirklich schöne und inspirierende CD! (OC 1879) Read More →

Marin; Axel Borup-Jörgensen: Marin op. 60 (Animated Fantasy); Axel- A Portrait; Musik für Percussion & Viola op. 18 + Für Cembalo & Orgel op. 133 Nr. 2 + Nachtstück op. 118 Nr. 1 für Blockflöte + Winter Pieces op. 30b für Klavier + Pergolato op. 183 für Blockflöte + Coast of Sirens op. 100 für Ensemble & Multivoice Tape; Tim Frederiksen, Mahan Esfahani, Elisabet Selin, Erik Kaltoft, Michala Petri, Percurama Percussion Ensemble, Danish National Symphony Orchestra, Arhus Sinfonietta, Thomas Sondergard, Sören Kinch Hansen; 1 DVD + 1 SACD Our Recordings 2.110426; Aufnahmen o.A., Veröffentlichung 10/2017 (DVD: O.A. / SACD: 78'29) – Rezension von Remy Franck

Den dänischen Komponisten Axel Borup-Jörgensen (1924-2012) hat man einen lyrischen Expressionisten genannt. Seine Musik, die sicherlich von der Avantgarde beeinflusst war, hat sich aber auch immer individuell und mit einer klar erkennbaren Tonsprache vom Rest abgesetzt. Read More →

Christopher Tye: Complete Consort Music; Phantasm; 1 CD Linn Records CKD 571; Aufnahme 09/2016, Veröffentlichung 09/2017 (67') – Rezension von Uwe Krusch

Ein ähnlicher Affront wird Mozart zugeschrieben, wie er auch für Christopher Tye nach seinem Tode überliefert wurde. Als Tye in der Kapelle der Königin Elisabeth Orgel spielte und dabei „viel Musik und wenig Vergnügen für das Ohr“ produzierte, ließ die Königin ihm mitteilen, dass er in falscher Stimmung gespielt habe. Darauf antwortete er ihr, dass ihre Ohren verstimmt seien. Diese Anekdote ist vielleicht nur erfunden, scheint aber einen realen Bezug zu haben, da Tye auch als mürrisch und launisch beschrieben wurde. Read More →

Originelles Klavierduo-Programm
Izabella Simon und Denes Varjon spielen bei Hungaroton ein Programm unter dem Namen ‘The Great Fuge’. Dazu gehören Schumanns ‘6 Studien in kanonischer Form’ op. 56 (Arr. Debussy), in dem die beiden Pianisten den geforderten ‘innigen Ausdruck’ hundertprozentig treffen. Nicht weniger gelungen sind die Interpretationen des ‘Lebensstürme’-Allegros von Schubert, die Mozart Fuge KV 401 und Beethovens ‘Große Fuge, wo auch Virtuosität und Kraft als Gestaltungselemente hinzutreten. Read More →

Musik für den Herzog von Mailand; Loyset Compère: Missa Galeazescha; Werke von Agricola, Lübeck, Martini, Weerbecke; Odhecaton (Chor), Ensembles Pian&Forte, La Pifarescha und La Reverdie (Instrumentalensembles), Liuwe Tamminga (Orgel), Paolo Da Col (Dirigent); 1 CD Arcana A 436; Aufnahme 05/2005, Veröffentlichung 09/2017 (65'12) – Rezension von Uwe Krusch

Es ist erstaunlich oder auch beängstigend, dass immer wieder Menschen zwei Seiten zu haben scheinen. Galeazzo Maria Sforza, um die Mitte des 15. Jahrhundert Herzog von Mailand, war einerseits für seinen grausamen, tyrannischen und wollüstigen Charakter bekannt, andererseits aber ein großer Förderer der Kunst. Read More →

Camille Saint-Saëns: Symphonie Nr. 3 (Orgelsymphonie) + Le Carnaval des Animaux; Daniele Rossi, Orgel, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Antonio Pappano; Martha Argerich, Antonio Pappano, Solisten des Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia; 1 CD Warner Classics 0190295755553; Aufnahme 04+11/2016, Veröffentlichung 22/09/2017 (61'26) – Rezension von Remy Franck

In Camille Saint-Saëns’ Orgelsymphonie lässt Antonio Pappano sein ‘Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia’ opulent und in schönsten Farben spielen, geschmeidig und mit hoher Präzision. Und trotz dieser Klangpracht ist es die langsame Steigerung im 2. Teil des 1. Satz,es die am meisten beeindruckt (in ihrer edlen Schönheit erinnert sie an die Chung-Aufnahme mit dem Orchester der ‘Opéra Bastille’ von 1991) und die großartige Spannung in einem fulminanten und drängenden Finale auflöst. Read More →

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