Ignaz Paderewski: Symphonie h-Moll, op. 24 (Polonia); Lviv National Philharmonic Symphony Orchestra, Bohdan Boguszewski; 1 CD Dux 1636; Aufnahme 08/2019, Veröffentlichung 02/2021 (63’47) - Rezension von Guy Engels

Ist es purer Zufall, oder kommt Paderewskis Symphonie Polonia gerade jetzt in seinem Heimatland wieder besondere Bedeutung zu? Nachdem das Chopin-Institut vor einem Jahr eine Aufnahme mit dem Royal Philharmonic Orchestra veröffentlicht hatte (siehe unten) zieht jetzt das polnische Label Dux mit einer Einspielung des Lviv National Philharmonic Symphony Orchestra nach. Read More →

Johann Sebastian Bach: h-Moll-Messe; Aleksandra Lewandowska, Zoe Brookshaw, Marianne Beate Kielland, Alex Potter, Gli Angeli Genève, Stephan MacLeod; 2 CDs Claves 50-3014/15; Aufnahme 10/2020, Veröffentlichung 26/03/2021 (101’27) - Rezension von Alain Steffen

So richtig überzeugen kann diese klein besetzte Aufnahme der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach nicht, wenn auch so ziemlich alles richtig gemacht wurde, um eine historisch begründete und stilechte Interpretation vorzulegen. Read More →

Joseph Haydn: Messe Nr. 5, Missa Cellensis (Hob. XXII/5); Niccolo Jommelli: Messe D-Dur + Te Deum; Lucia Popp, Doris Soffel, Horst Laubenthal, Kurt Moll, Judy Berry, Marta Benackova, John la Pierre, Nikolaus Meer, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Virtuosi di Praga, Rafael Kubelik, Hilary Griffiths; 2 CDs Orfeo MP2101; Aufnahmen 1982/1997, Veröffentlichung 03/2021 (123'29) – Rezension von Remy Franck

Orfeo hat für dieses Album ein Programm mit festlicher liturgischer Musik zusammengestellt, wovon die Liveaufnahme der Haydn-Messe kein wirkliches editorisches Novum ist, da sie bereits als Video auf DVD bei Arthaus Musik herausgekommen ist. Auch ohne das Bildmaterial aus der herrlichen Basilika Ottobeuren ist die Kubelik-Aufnahme von 1982 wunderbar eindrucksvoll. Read More →

Henri Marteau: 24 Capricen für Violine und Klavier op. 25; Katharina Schmauder, Bomi Song, Milena Wilke, Tassilo Probst, Sören Bindemann, Lilian Heere, Seika Koike, Johanna Rode, Kateryna Yemets, Mai Suzuki, Ronja Sophie Putz, Clara Shen, Ingolf Turban, Violine, Tomoko Nishikawa, Klavier; 2 CDs Solo Musica SM348; Aufnahme: 12/2017 & 10/2019, Veröffentlichung 03/2021 (100’39) - Rezension von Alain Steffen & Guy Engels

(Alain Steffen) – Es ist sicherlich keine schlechte Idee, eine CD zu machen, bei der Schüler neben ihrem Lehrer auftreten können. Und wenn es sich dann dabei noch um entdeckungswürdige Stücke wie die 24 Capricen op. 25 für Violine und Klavier von dem ebenfalls erst in vollem Umfang zu entdeckenden Komponisten Henri Marteau handelt, ist das Projekt an sich doppelt interessant. Read More →

John Gay/Joh. Christoph Pepusch: The Beggar's Opera; Robert Burt, Beverley Klein, Kate Batter, Benjamin Purkiss, Kraig Thornber, Olivia Brereton, Les Arts Florissants, William Christie; Regie: Robert Carsen; 1 DVD OpusArte OA1328D; Liveaufnahme 04/2018, Veröffentlichung 02/2021 (118') – Rezension von Remy Franck

The Beggar’s Opera ist eine sogenannte Ballad Opera, Musiktheater im reinsten Sinn, d.h. ein Theaterstück mit Musikeinlagen. 1728 im Londoner Lincoln’s Inn Fields Theatre uraufgeführt ist The Beggar’s Opera ein Lustspiel auf einen Text von John Gay zu dem Johann Christoph Pepusch die Musik lieferte. Er entnahm die Themen populären Arien und Gesängen und komponierte selbst nur die Ouvertüre sowie ein Lied. Read More →

We no longer present Paul van Nevel, to whom we owe a unique work on the choral repertoire and so many unexpected discoveries. At the helm of his Huelgas Ensemble, van Nevel recorded Simone de Bonefont's Messa pro Mortuis. This album Cyprès won in ICMA's Early Music category. ICMA jury member Pierre-Jean Tribot (Crescendo) made the following interview with the conductor.

We know very little about Simone de Bonefont, except that he was a canon and singer at the Cathedral of Clermont-Ferrand. How did you discover this composer?
I was researching choral books at the Austrian National Library in Vienna. I came across a book by the publisher Nicolas du Chemin, published in Paris, which presented this work by Simone de Bonefont. Read More →

Symphonischer Jazz
Die ‘Symphonie Bleu’ von Guillaume Saint-James ist eine Vermischung des Blues und der von Maschinen geprägten Arbeitswelt (mit ihrer blauen Arbeitskleidung). Sie gehört, genau wie Sketches of Seven, ein Konzert für Saxophon und Orchester, zur Gattung Symphonischer Jazz. Beide Kompositionen sind einfallsreich und raffiniert gemacht und werden vom Orchestre Victor Hugo (Bleu) und dem Orchestre National de Bretagne unter Jean-François Verdier und Aurélien Azan-Zielinski brillant dargeboten. Besonders zu erwähnen ist der Akkordeonist Didier Ithursarry, dem größte Virtuosität abgefordert wird. – Symphonie Bleu by Guillaume Saint-James is an amalgamation of the blues and the industry (with its blue collars and machines). It belongs, just like Sketches of Seven, a concerto for saxophone and orchestra, to the genre of symphonic jazz. Both compositions are imaginatively and cleverly done and brilliantly performed by the Orchestre Victor Hugo (Bleu) and the Orchestre National de Bretagne under Jean-François Verdier and Aurélien Azan-Zielinski. Special mention should be made of accordionist Didier Ithursarry, to whom the greatest virtuosity is demanded. (Indésens INDE147) – ♪♪♪♪ Read More →

Sergei Prokofiev: Alle Klaviersonaten/ Complete Piano Sonatas; Dinara Klinton, Klavier, 3 CDs Piano Classics PCL10191; Aufnahme: 01 & 06/19, 01/20, Veröffentlichung 12/03/2021 (170') - Rezension von Alain Steffen

Diese Gesamtaufnahme der Klaviersonaten von Sergei Prokofiev kann auf eine unaufdringliche Art und Weise vollends überzeugen. Die 31-jährige ukrainische Pianistin Dinara Klinton vermeidet es durchgehend, einen zu virtuosen und effektreichen Prokofiev zu spielen. Stattdessen, und dabei wird sie von einer sehr guten Aufnahmetechnik unterstützt, interpretiert sie die Sonaten mit einer gewissen Eleganz und Intimität. Read More →

Benno Amman: Missa Defensor Pacis; Basler Madrigalisten, Raphael Immoos; 1 CD Capriccio C 5415; Aufnahme 03/2020, Veröffentlichung 05/03/2021 (57') – Rezension von Norbert Tischer

Der Schweizer Komponist Benno Amman (1904-1986) hat seine Missa Defensor Pacis 1946 für die Heiligsprechung von Nikolaus von Flüe, dem Schutzpatron der Schweiz, im Petersdom in Rom komponiert. Er schrieb es für einen 6- bis 12-stimmigen a-capella-Chor unter Verwendung eines Cantus firmus, freilich mit Harmonien, die dem 20. Jahrhundert zuzurechnen sind. Er verbindet so auf sehr interessante Art Vergangenheit und Moderne. Read More →

On the Breath of Angels; Giovanni Maria Bononcini: Il Trionfo di Camilla-Sinfonia + Se Ninfa o Dea tu sei: E' pur ver ch'a soffrir + Tutte armate + Sonate op. 6 Nr. 5; Francesco Cavalli: Sonata a tres; O quam suavis; Ivan Moody: O Archangels and Angels; Carlo G.: Panis angelicus + Sicut sponsus matris + Mater Hierusalem;  Sigismondo d'India: Videte miraculum; Giovanni Pierluigi da Palestrina: Angelus Domini; Erik Satie: Les Anges; Alessandro Scarlatti: Coronata di lauri + Cara e dolce rimembranza + Il desio di vendicarmi; Julian Wachner: The Vision of the Archangels; Hana Blazikova, Sopran, Bruce Dickey, Cornetto, The Breathtaking Collective; 1 CD Passacaille 1091; Aufnahme 02/2020, Veröffentlichung 02/2021 (72'35) – Rezension von Uwe Krusch

Engel, die singen oder ein Musikinstrument spielen, wurden vom 16. bis ins 18. Jahrhundert häufig dargestellt. Eines der oft zu sehenden Instrumente ist der Zink. Dieses mit einem Kesselmundstück wie die Trompete angeblasene Instrument zählt damit zu den Blechbläsern. Die Idee der Einspielung kreist auch darum, die Ähnlichkeiten zwischen dem Klang dem Zink und der menschlichen Stimme darzustellen. Read More →

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