Richard Strauss: Sonate für Cello & Klavier op. 6 + Don Quixote op. 35 + Zueignung op. 10 Nr. 1 + Ich trage meine Minne op. 32 Nr. 1 (arr. für Cello & Klavier); Daniel Müller-Schott, Herbert Schuch, Melbourne Symphony Orchestra, Andrew Davis; 1 CD Orfeo C 968 191; Aufnahmen 06/2017 (Don Quixote), 01/2019, Veröffentlichung 07/2019 (70'10) – Rezension von Remy Franck

Das Programm dieser CD ist chronologisch aufgebaut, und somit stehen die Stücke für Cello und Klavier vor dem Don Quixote. Das erlaubt es dem Hörer, gleich am Anfang mit der wunderbaren Sonate von Richard Strauss einen absoluten Höhepunkt zu erleben. Dieses Werk haben wir selten so spannungsvoll und rhetorisch gehört. Müller-Schott und Schuch spielen ungewöhnlich frei, stimulieren sich gegenseitig und bleiben permanent in einem lebendigen Dialog. Die virtuosen Passagen erklingen frisch und mit jugendlichem Elan, die innigen, schönen Momente des zweiten Satzes werden sehr kantabel gestaltet. Read More →

Rhené-Emmanuel Baton: Kammermusik für Klavier und Streicher: Violinsonaten Nr.1 & 2, Cellosonate op. 28; Klaviertrio op. 31; Suite Ancienne op. 55 für Violine & Klavier; Wolferl Trio (Leonardo Micucci, Violine, Roberto Mansueto, Cello, Francesco Basanisi, Klavier); 2 CDs Brilliant Classics 95554; Aufnahmen 07/2017, Veröffentlichung 06/2019 – Rezension von Uwe Krusch

Obwohl der Franzose René-Emmanuel Baton, 1879 bis 1940, als Dirigent reüssierte und zahlreiche Uraufführungen, beispielsweise Les Evocations von Albert Roussel, Printemps von Claude Debussy, l’Alborada del gracioso und die Orchesterversion von Le Tombeau de Couperin von Maurice Ravel sowie die französische Erstaufführung des futuristischen Stücks Eisengießerei von Alexander Mossolow dirigierte, ist sein kompositorisches Schaffen fast vergessen. Read More →

Gender stories; Hasse: Siroe (Sinfonia) + Arie Risponderti vorrei aus Achille in Sciro; Galuppi: Arien Rendimi l'idol mio & Ah non fuggirmi, ingrato aus Siroe; Lampugnani: Arien Crudel morir mi vedi & Tu mi disprezzi aus Semiramide riconosciuta; Porpora: Arie Il Pastor si torna aprile aus Semiramide riconosciuta; Händel: Arien aus Serse & Siroe, Re di Persia; Vivaldi: Arien aus Orlando furioso; Vivica Genaux, Mezzosopran, Lawrence Zazzo, Countertenor, Lautten Compagney, Wolfgang Katschner; 2 CDs Deutsche Harmonia Mundi 19075943092; Aufnahmen 02/2019, Veröffentlichung 06/2019 (87') – Rezension von Uwe Krusch

Auch wenn viele CDs unter einem Motto stehen, wie auch diese, ist natürlich erst einmal die ausgewählte Musik wichtig. Da finden sich auf dieser Aufnahme auf zwei knapp gefüllten Scheiben viele interessante Werke, die vom Barock bis zur Mozartzeit reichen. Und es sind durchweg hörenswerte Stücke, die auch mit der gelungenen Ausführung ihren Charme entfalten. Read More →

Mister Bach’s European Journey; Johann Sebastian Bach: Englische Suiten BWV 810 & 807 + Französische Suite BWV 816 + Französische Ouvertüre BWV 831 + Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903 + Duette BWV 803-805; Andrea Bacchetti, Klavier; 1 CD musicmedia; Aufnahme 2019, Veröffentlichung 06/2019 (77’32) - Rezension von Alain Steffen

Er gehört für mich zu den großen Bach-Interpreten unserer Zeit: Der italienische Pianist Andrea Bacchetti überzeugt auch mit seinem neuen Album und zeigt dem Hörer einen quicklebendigen virtuosen Komponisten abseits aller intellektueller Deutungen. Read More →

Still Schubert; Franz Schubert: Der Tod und das Mädchen; Franz Schubert / Jean-Luc Fafchamps: Lieder für Streichquartett und Stimme; Quatuor Alfama (Elsa de Lacerda, Céline Bodson, Violine, Morgan Huet, Viola, Renaat Ackaert, Cello), Albane Carrère, Mezzosopran; 1 CD Cyprès CYP4653; Aufnahmen 08/2017 & 08/2018, Veröffentlichung 06/2019 (58'42) – Rezension von Uwe Krusch

Der Titel der CD ist natürlich heutzutage englisch zu lesen. Also sind wir noch bei Schubert. Ein deutscher Sinn des Wortes ‘still’ wäre vielleicht auch nicht schlecht gewesen, im Sinne von ‘Musizieren ist Silber, Schweigen ist Gold’. Read More →

Jan Ladislav Dussek: Klaviersonaten op. 70 (Le Retour à Paris) & op. 77 (L’Invocation); Anne de Dadelsen, Klavier; 1 CD Tudor 7509; Aufnahme 1973, Veröffentlichung 07/2019 (50'27) – Rezension von Remy Franck & Guy Engels

(Remy Franck) – Jan Ladislav Dussek (1760-1812) war einer der ersten Klaviervirtuosen. Und da seine Zeitgenossen ihm nicht genügend Herausforderndes schrieben, komponierte er selber und reizte technisch alles aus, was das Fortepiano möglich werden ließ. Etwas ist Dussek sein ganzes Leben lang geblieben: ein einfallsreicher Autor, der es fertig brachte, seine Stücke charakteristisch und attraktiv zu gestalten. Read More →

Heinrich August Marschner: Hans Heiling; Rebecca Teem (Die Königin der Erdgeister), Heiko Trinsinger (Hans Heiling), Jessica Muirhead (Anna), Bettina Ranch (Gertrude),Jeffrey Dowd (Konrad), Karel Martin Ludvik (Stephan), Hans-Günter Papirnik (Niklas), Aalto-Theater Essen Chor, Essener Philharmoniker, Frank Beermann; 2 CDs Oehms OC 976; Aufnahmen 02/2018, Veröffentlichung 06/2019 (140') – Rezension von Uwe Krusch

Heinrich August Marschners Oper Hans Heiling stellt die Verbindung von Weber und seinem Freischütz zu Wagner her. Es handelt sich um ein romantisches Werk mit gesprochenen Dialogen in drei Akten und einem Vorspiel von Heinrich Marschner, das er nach einem Libretto von Eduard Devrient, der auch die Titelrolle in der Uraufführung sang, schuf. Read More →

Edward Elgar: Enigma-Variations op. 36; Gustav Holst: The Planets op. 32; Bergen Philharmonic Orchestra, Andrew Litton; 1 SACD BIS 2068; Aufnahme 2013/2017, Veröffentlichung 07/2019 (82'42) – Rezension von Remy Franck

Haben wir hier die klanglich opulenteste, unenglischste, unphlegmatischste, unpathetischste aller je gemachten Aufnahmen der Enigma Variations? Andrew Litton lässt das Bergen Philharmonic prächtig und voller Elan, klanglich schlank musizieren. Seine Tempi sind dabei fast so schnell wir jene von Adrian Boult, viel schneller jedenfalls als die der meisten seiner Dirigentenkollegen. Read More →

Herbert Howells: Cello Concerto, An English Mass, Te Deum, Magnificat, Paean, Master Talli’s Testament, Rhapsodie Nr. 3; Guy Johnston, Cello, Stephen Cleobury, Orgel, Choir of King's College, Cambridge, Britten Sinfonia, Stephen Cleobury, Christopher Seaman, Dirigent, 2 SACDs King’s College KGS0032; Aufnahmen  2018/2019, Veröffentlichung 06/2019 (104'37) – Rezension von Uwe Krusch

Der englische Komponist Herbert Howells hat früh Orchesterwerke und später vor allem geistliche Musik geschaffen. Er zog es vor, die kirchlichen Modi und die pentatonische Skala eine bedeutendere Rolle bei der Konstruktion seines Schaffens spielen zu lassen. Etwa in der Fantasie für Cello und Orchester, dem ersten Satz des Konzertes, zeigt Howells seine Fähigkeit, eine sanfte melodische Linie mit einer fast störenden harmonischen Dissonanz zu verbinden. Volksmusik spielte, anders als bei seinem Freund und Mentor, Ralph Vaughan Williams, für Howells keine kompositorische Bedeutung. Read More →

Johann Sebastian Bach: Konzert für Oboe, Violine, c-Moll, Violinkonzerte g-Moll BWV 1056R, a-Moll, Johann Friedrich Fasch: Konzert für Violine und Oboe d-Moll, Christoph Förster: Violinkonzert g-Moll, Johann Gottlieb Graun: Konzert für Violine und Blockflöte C-Dur, Georg Philipp Telemann: Konzert für Violine und Traversflöte E-Moll, Konzert für 2 Violinen C-Dur; Thibaut Noally, Violine und Leitung, Claire Sottovia, Violine, Jean Brégnac, Traversflöte, Emmanuel Laporte, Oboe, Sébastien Marq, Blockflöte, Les Accents; 1 CD Aparté AP206; Aufnahmen 11/2017, Veröffentlichung 06/2019 (70'18) – Rezension von Uwe Krusch

Das Ensemble Les Accents mit Konzertmeister Thibaut Noally und einigen Gästen hat sich der Musik von Johann Sebastian Bach und seinem Umfeld gewidmet. Zwar wird Bach weithin als der größte Komponist der Zeit angesehen. Aber er selber hatte durchaus große Achtung vor Kollegen, die er auch zitierte oder deren Themen er in seinen Werken verarbeitete. Read More →

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