Shades of Love; Franz Schubert: Arpeggione-Sonate + Atzenbrugger Tanz + Valse sentimentale A-Dur + Ständchen aus Schwanengesang; César Franck: Sonate A-Dur; Robert Schumann: Drei Romanzen; Sofia de Salis, Flöte, Iryna Krasnovska, Klavier; 1 CD Ars Produktion 38267; Aufnahme 07/2018, Veröffentlichung 04/2019 (69'33) - Rezension von Guy Engels

Nach ihrem Debütalbum ‘French Impressions’ im Jahr 2017 mit wenig bekannter französischer Literatur gibt sich die Flötistin Sofia de Salis nun der Romantik hin mit Bearbeitungen von Werken von Schubert, Franck und Schumann. Read More →

Gasparo Spontini: Olympie; Karina Gauvin, Kate Aldrich, Mathias Vidal, Josef Wagner, Patrick Bolleire, Philippe Souvagie, Flemish Radio Choir, Le Cercle de l’Harmonie, Jérémie Rhorer; 2 CDs Bru Zane BZ1035; Aufnahme 2018, Veröffentlichung 04/2019 (140') – Rezension von Remy Franck

In den meisten gut sortierten Opernführern ist von Gaspare Spontinis ‘Olimpie’ kein Sterbenswörtchen zu finden. Und wenn irgendwo etwas steht, dann nur Negatives, so etwa bei Rudolf Bauer, der meint, alle Mühe wäre vertan, um eine Renaissance des einst in Paris erfolgreichen Italieners zu versuchen. ‘Olimpie’ habe vielleicht mit bombastischem Prunk den Repräsentationsgelüsten Napoleons genügen können, ein anspruchsvolles Opernpublikum müsse aber die ‘Hohlheit’ der Oper erkennen. Read More →

Letters to Bach; Noa, Gesang, Gil Dor, Gitarre; 1 CD Naïve NJ6994; Aufnahme ?, Veröffentlichung 15/3/19 (27’55) - Rezension von Alain Steffen

Diese Bearbeitungen von Bach-Stücken im Stile von World- resp. Jazz-Liedern sind auf jeden Fall hörenswert. Arrangiert vom Gitarristen Gil Dor behält Bachs Musik ihre Ursprünglichkeit, gewinnt aber durch eine neue Einfachheit an Reiz dazu. Die israelische Sängerin Noa sieht ihr Projekt als eine Liebeserklärung an die Musik von Bach und diese Liebe und Respekt spürt man in jedem der elf Lieder. Read More →

Dmitri Shostakovich: Cellokonzert Nr. 1 op. 107; Mieczyslaw Weinberg: Cello-Fantasie op. 52; Vladimir Kobekin: Bacchants für Cello und Orchester (2018); Anastasia Kobekina; Berner Symphonieorchester, Kevin John Edusei; 1 CD Claves 1901; Aufnahme 09/2018, Veröffentlichung 04/2019 (52'41) – Rezension von Remy Franck

Die im russischen Jekaterinburg geborene Anastasia Kobekina, Preisträgerin vieler Wettbewerbe, ist heute regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals und großen Orchestern. Sie spielt auf ihrer neuen CD ein spannendes Programm. Read More →

Johann Sebastian Bach: Johannespassion; Viktoria Wilson (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Martin Petzold (Evangelist), Patrick Grahl (Tenor), Egbert Junghanns (Jesus), Lars Conrad (Bass), Sächsischer Kammerchor, Mitteldeutsche Virtuosen, Peter Schreier; 2 CDs Rondeau ROP616263; Aufnahme 24/2/2018, Veröffentlichung 04/2019 (113'07) – Rezension von Jan-Geert Wolff

Bereichert die Neueinspielung einer Bachpassion den diesbezüglich ohnehin bereits gesättigten Markt, beschäftigen einen in der Regel zwei Fragen. Die eine ist praktischer Natur: Welche neuen Ideen rechtfertigen den Aufwand? Die andere ist eher philosophisch: Bekäme man nun tatsächlich eine, die wirklich sämtliche Wünsche erfüllte, wäre es doch eigentlich auch unglaublich schade – hieße das doch, das man hier gewissermaßen ein Ende erreicht hätte. Read More →

Bela Bartok: 44 Duos für zwei Violinen; Antonio Vivaldi: Sonata prima für zwei Violinen, F-Dur; Enrico Onofri, Lina Tur Bonet, Violine; 1 CD Panclassics PC 10399; Aufnahme 04/2018, Veröffentlichung 02/2019 (61'08) – Rezension von Uwe Krusch

Bela Bartoks eigentlich als Studienstücke für Kinder gedachten Duos für zwei Violinen fangen zwar einfach an, steigern sich aber im Schwierigkeitsgrad. Außerdem ist es wie bei jedem Lernen immer eine Frage, ob man den Anschluss verpasst, wenn man am Anfang nicht gleich aufpasst, obwohl es so leicht wirkt. Read More →

Gioacchino Rossini: Petite messe solennelle; Eleonora Buratto, Sara Mingardo, Kenneth Tarver, Luca Pisaroni, Tobias Berndt (Orgel), Orchestre philharmonique du Luxembourg, Wiener Singakademie, Gustavo Gimeno; 1 CD Pentatone Classics PTC 5186797; Aufnahme 03/2918, Veröffentlichung 04/2019 (81'52) - Rezension von Guy Engels

Das Rituelle, das Theatralische liturgischer Feiern hat Komponisten ebenso oft zum Schreiben angeregt wie die eigenen religiösen Überzeugungen. Ähnlich dürfte es Gioacchino Rossini mit einem seiner Spätwerke, der gar nicht so kleinen ‘Petite messe solennelle’ gegangen sein. Das Gelegenheitswerk für eine kleine Besetzung hat der Komponist, aus Furcht vor späteren Bearbeitungen, selbst in eine große Orchesterfassung umgearbeitet. Read More →

Ludwig van Beethoven: Klaviersonaten Nr. 8 op. 13 'Pathétique', Nr. 10 op. 14/2, Nr. 22 op. 54, Nr. 31 op. 110; Jonathan Biss, Klavier; 1 CD JB Recordings MM19040; Aufnahme 06/2018, Veröffentlichung 03/2019 (63') – Rezension von Remy Franck

Der amerikanische Pianist Jonathan Biss setzt seine Aufnahmen der Beethoven-Sonaten auf seinem eigenen Label fort. Auch im 8. Volume schreibt er eigene Programmnotizen. Wir entdecken darin wiederum Gedanken, die über die ausgetretenen Pfade der musikwissenschaftlichen Analyse hinausgehen, um die Essenz des Phänomens Beethoven anzugehen. Die Lektüre dieses Textes ermöglicht es auch bei dieser CD, das Hören der Aufnahmen besser zu verstehen. Read More →

Ludwig van Beethoven: Chorfantasie op. 80 + Tripelkonzert op. 56; Alexandra Conunova, Violine, Natalie Clein, Cello, David Kadouch, Bertrand Chamayou, Klavier, Sandrine Piau, Sopran, Anaïck Morel, Mezzo, Stanislas de Barbeyrac, Tenor, Florian Sempey, Bass, Insula Orchestra, Accentus, Laurence Equilbey; 1 CD Erato 9029550573; Aufnahmen 2017/2018, Veröffentlichung 04/2019 (53'17) - Rezension von Remy Franck

Diese CD beginn mit einer klang- und kraftvollen Darbietung der Chorfantasie. Schon die strahlende und gleichzeitig fein differenzierte Klaviereinleitung durch Bertrand Chamayou nimmt für sich ein. Dieser Pianist, der uns schon mit seinem Saint-Saëns so begeistert hatte, https://www.pizzicato.lu/chamayous-faszinierender-saint-saens/ spielt absolut grandios, trotz eines unausgeglichen und im oberen Register nicht besonders schön klingenden Flügels. Laurence Equilbey gelingt eine kohärente Interpretation, die dank der Qualität ihres Orchesters und des ‘Accentus’-Chors von starker Wirkung ist. Read More →

Horizon 9: Peter Eötvös: Multiversum; Richard Rijnvos: Amérique du Nord; Joey Roukens: Boundless (Homage to L.B.); Erkki-Sven Tüür: Solastalgia; Iveta Apkalna, Orgel, Laszlo Fassang, Hammondorgel, Vincent Cortvrint, Piccolo, Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Alan Gilbert, Peter Eötvös, Gustavo Gimeno, Stephane Denève; 1 SACD RCO 18009; Aufnahmen 02+10+12/2017; Veröffentlichung 02/2019 (85'23) – Rezension von Uwe Krusch

In der Reihe ‘Horizon’ stellt das ‘Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam’ auf seinem hauseigenen Label vier neue Werke vor, die es in Auftrag gegeben hat. Neben zwei Stücken für Orchester sind dies ein Konzert für Piccoloflöte und eines für Orgel und Hammondorgel. Alle Komponisten haben für sich als Arbeitsweise einen persönlichen Weg gefunden, der die Vor- und Lehrbilder zwar kennt und auch aufnimmt, aber nur da, wo es in die eigenen Gedankengänge passt. Ansonsten gestalten sie ihre Musik nach ihrem Gusto und nicht nach einer Schule oder einer Erwartung.

Joey Roukens wurde auch mit Pop und Weltmusik groß und schafft so in ‘Boundless’ eine unmittelbar ansprechende Mischung aus allen Musikwelten. Seine Hommage an Leonard Bernstein nimmt dessen Energieüberschuss und Ruhelosigkeit für die Ecksätze ebenso auf wie die ausgedehnte Ruhe, mit der Bernstein langsame Mahlersätze entfaltete, im Mittelsatz. Read More →

  • Pizzicato

  • Archives