Gustave Samazeuilh: Le Chant de la Mer (Claire de Lune au Large); Pierre-Octave Ferroud: Types (Vieux Beau, Bourgeoise de qualité, Businessman); Abel Decaux: Clairs de lune (Nr. 1-4); Louis Aubert: Sillages, op. 27; Aline Piboule, Klavier; 1 CD Printemps des Arts de Monte-Carlo PR1033; Aufnahme 2020, Veröffentlichung 03/2021 (56') – Rezension von Remy Franck

Nach einer ersten CD, die Fauré und Dutilleux gewidmet war (siehe unten), beschäftigt sich die französische Pianistin Aline Piboule diesmal mit weniger bekannten Komponisten der französischen Klavierschule des frühen XX. Jahrhunderts, Louis Aubert, Pierre-Octave Ferroud, Gustave Samazeuilh und Abel Decaux. Read More →

Journeys; Robert Fokkens: Uhambo Olunintsi; Lubica Cekovska: Shadow Scale; Harry Stafylakis: Brittle Fracture; Nahla Farouk Mattar: El-Ain (The Evil Eye); Carlos Zamora: Sikuris; Chris Gendall: Gravitas; Aigerim Seilova: Pendulum. Evaporation; Chen Zhangyi: Of an Ethereal Symphony; Miguel del Aguila: The Giant Guitar op. 91; Audun André Sandvik, Cello, Norwegian Radio Orchestra, Miguel Harth-Bedoya; 1 CD Naxos 8.574265; Aufnahmen 2018/2019, Veröffentlichung 02/2021 (63'12) – Rezension von Norbert Tischer

Zu einer kleinen musikalischen Weltreise laden Miguel Harth-Bedoya und das Norwegische Rundfunkorchester ein. Die Idee hinter Journeys ist es, unterschiedlich inspirierte Musik aus allen Kontinenten in einem Album zusammenzuführen. Die Komponisten kommen aus Europa (Cekovska, Slowakei), Nordamerika (Stafylakis, Kanada), Südamerika (Zamora, Chile; Aguila, Uruguay), Afrika (Fokkens, Südafrika; Mattar, Ägypten), Asien (Seilova, Kazakhstan; Zhangyi, Singapore) und Ozeanien (Gendall, Neuseeland). Read More →

Luis Humberto Salgado: Symphonien Nrn. 1-9; Cuenca Symphony Orchestra, Michael Meissner; 3 CDs Brilliant Classics 96256; Aufnahmen 09/2019, Veröffentlichung 12/03/2021 – Rezension von Norbert Tischer

Neun Symphonien aus Ecuador: dieser Zyklus des ecuadorianischen Komponisten Luis Humberto Salgado (1903-1977) wird von Brilliant Classics in Ersteinspielung vorgelegt. Salgado komponierte neben seinen 9 Symphonien vier Opern, eine Operette, ein Melodram und mehrere Ballette, drei Klavierkonzerte, ein Violin- und ein Bratschenkonzert, Kammermusik, Klavierstücke und Chorwerke. Read More →

Gabriel Fauré: Klavierquartette Nr. 1 & 2; Quartetto Werther (Misia Sebastianini, Violine, Martina Santarone, Viola, Simone Chiominto, Violoncello, Antonino Fumara, Klavier); 1 CD Brilliant Classics 95961; Aufnahme 06/2019, Veröffentlichung 12/03/2021 (65'58) – Rezension von Remy Franck

Die vier Musiker des italienischen Quartetto Werther zeigen ihre Affinität zur Musik von Gabriel Fauré in den beiden Klavierquartetten. Das erste, op. 15, spielen sie mit einer Mischung aus Rausch und Zurückhaltung, die passgenau die Atmosphäre dieses großartigen Werkes erzeugt. Read More →

Johann Sebastian Bach: Complete Toccatas; Laurent Cabasso, Klavier; 1 CD Paraty 110197; Aufnahme 09/2019, Veröffentlichung 12/03/21(67’42) – Rezension von Alain Steffen

Dies ist eine sehr edle und harmonisch bestens equilibrierte Interpretation der 7 Toccaten von Bach. Der französische Pianist Laurent Cabasso geht die Musik von Bach sehr entspannt an. Kein Historismus, kein akademisches Denken, kein strukturbetontes Spiel, Cabasso spielt seinen Bach mit viel Liebe zum Detail, einem natürlichen Atem und einem sehr optimistischen, ja freudigen Anschlag. Read More →

Symphonischer Jazz
Die ‘Symphonie Bleu’ von Guillaume Saint-James ist eine Vermischung des Blues und der von Maschinen geprägten Arbeitswelt (mit ihrer blauen Arbeitskleidung). Sie gehört, genau wie Sketches of Seven, ein Konzert für Saxophon und Orchester, zur Gattung Symphonischer Jazz. Beide Kompositionen sind einfallsreich und raffiniert gemacht und werden vom Orchestre Victor Hugo (Bleu) und dem Orchestre National de Bretagne unter Jean-François Verdier und Aurélien Azan-Zielinski brillant dargeboten. Besonders zu erwähnen ist der Akkordeonist Didier Ithursarry, dem größte Virtuosität abgefordert wird. – Symphonie Bleu by Guillaume Saint-James is an amalgamation of the blues and the industry (with its blue collars and machines). It belongs, just like Sketches of Seven, a concerto for saxophone and orchestra, to the genre of symphonic jazz. Both compositions are imaginatively and cleverly done and brilliantly performed by the Orchestre Victor Hugo (Bleu) and the Orchestre National de Bretagne under Jean-François Verdier and Aurélien Azan-Zielinski. Special mention should be made of accordionist Didier Ithursarry, to whom the greatest virtuosity is demanded. (Indésens INDE147) – ♪♪♪♪

Nathalie Dessay in der Box
Erato würdigt die französische Sopranistin Nathalie Dessay mit einer Box, in der 33 CDs und 19 DVDs enthalten sind, mit Opernaufnahmen, die die Dessay in ihren größten Rollen zeigen (Zauberflöte, Contes d’Hoffmann, Orphée aux Enfers, Lakmé, Ariadne auf Naxos, Lucia de Lammermoor, Sonnambula, Le Rossignol, Hamlet, Pelléas et Mélisande, La Traviata, etc.). Natalie Dessays immer leichte und technisch tadellos Stimme mag fast mechanisch präzise sein, aber sie hat eine Rundheit, die das Timbre angenehm macht, eine Atemtechnik, die ihr bei ihren Interpretationen sehr hilft, ein wunderbares Legato, und eine makellose Artikulation. Der Reichtum der Farben und die dynamischen Nuancen, zu denen sie fähig ist, verblüffen ebenso. Und alles, was sie tut, ist natürlich, ohne Effekthascherei, mit einem sehr sicheren künstlerischen Stil, der im richtigen Maß zu Emotionen fähig ist. – Erato pays tribute to French soprano Nathalie Dessay with a box set containing 33 CDs and 19 DVDs, with opera recordings featuring Dessay in her greatest roles (Magic Flute, Contes d’Hoffmann, Orphée aux Enfers, Lakmé, Ariadne auf Naxos, Lucia de Lammermoor, Sonnambula, Le Rossignol, Hamlet, Pelléas et Mélisande, La Traviata, etc.). Natalie Dessay’s always light and technically impeccable voice may be almost mechanically precise, but she has a roundness that makes the timbre pleasing, a breathing technique that helps her greatly in her interpretations, a wonderful legato, and flawless articulation. The richness of color and the dynamic nuances she is capable of are equally astounding. And everything she does is natural, without showmanship, with a very secure artistic style, capable of emotion in the right measure. (Erato 0190295163136) – ♪♪♪♪

Rademann mit emotionaler Matthäuspassion
Nach seiner choreographierten DVD-Produktion bei Accentus (Pizzicato Rezension) kehrt Hans-Christoph Rademann mit der Gächinger Cantorey und einem teilweise erneuerten Solistenensemble zur Matthäuspassion zurück, ohne musikalisch viel Entwicklung zu zeigen. Der musikalische Ansatz bleibt immer noch weich und oft sehr emotional, aber das Musizieren ist auch alert und angenehm tänzerisch. Der Schwachpunkt liegt leider auch diesmal bei den Solisten. Kresimir Strazanac, der in der DVD-Fassung  einen beeindruckenden Jesus sang, singt hier immer noch ganz gut die Bass-Arien, während Peter Harvey der Vox Christi einen sehr lyrischen, aber nicht besonders präsenten Charakter gibt. Das gilt auch für die Altistin Marie-Henriette Reinhold, bei der manche gehauchten Töne untergehen. Patrick Grahl gestaltet seinen Part als Evangelist charakteristisch und gefällt mir eigentlich sehr gut. Benedikt Kristjansson ist ein zuverlässiger Interpret der Tenor-Arien, aber die Stimme wird immer wieder durch die Instrumente überlagert. Die Sopranistin Isabel Schicketanz fügt sich gut in diese weiche und runde Matthäuspassion ein. –  After his choreographed DVD production at Accentus (Pizzicato review) Hans-Christoph Rademann returns to the St. Matthew Passion with the Gächinger Cantorey and a partially renewed ensemble of soloists, without showing much development musically. The musical approach still remains soft and often very emotional, but the music-making is also alert and pleasantly dance-like. The weak point, unfortunately, is once again the soloists. Kresimir Strazanac, who sang an impressive Jesus in the DVD version, still sings the bass arias quite well here, while Peter Harvey gives the Vox Christi a very lyrical but not particularly present character. This also applies to the contralto Marie-Henriette Reinhold. Patrick Grahl shapes his part as the Evangelist characteristically and I actually like it very much. Benedikt Kristjansson is a reliable interpreter of the tenor arias, but the voice is repeatedly overshadowed by the instruments. Soprano Isabel Schicketanz fits well into this soft and round St. Matthew  Passion. – (Accentus ACC30335) – ♪♪♪

Voller expressiver Wärme
Psalmen & Lobgesänge aus dem mitteldeutschen Barock singt der Altus David Erler, begleitet von L’Arpa Festante, mit Werken von Johann Christoph Schmidt, Georg Bleyer, Johann Theile, Wolfgang Carl Briegel und Johann Christian Starckloff. Mit seiner engelsreinen, leichten und runden Stimme ist Erler ein idealer Interpret für dieses Repertoire, das bis auf eine Komposition von Johann Theile ausschließlich Weltersteinspielungen von Werken enthält, die der Sänger selbst in unterschiedlichen Archiven und Bibliotheken aufgestöbert hat. Mit einem wie dahinschwebend sanften Gesang voller expressiver Wärme bewältigt Erler die schwierigsten Koloraturletten, immer natürlich und feinfühlig, so dass sich am Ende beim Hörer ein Gefühl von Behaglichkeit etabliert hat. In seinen besten Momenten gelingt es Erler, sich langsam bewegende Lieder in ungewöhnliche Gefilde zu führen. – Alto David Erler, accompanied by L’Arpa Festante, performs Psalms & Canticles from the Central German Baroque. The program comprises works by Johann Christoph Schmidt, Georg Bleyer, Johann Theile, Wolfgang Carl Briegel and Johann Christian Starckloff. With his angelic, light and round voice, Erler is an ideal interpreter for this repertoire, which, with the exception of one composition by Johann Theile, contains exclusively world premiere recordings of works that the singer himself tracked down in various archives and libraries. Erler masters the most difficult coloratura chains with a singing that seems to float along, full of expressive warmth, always natural and sensitive, so that by the end the listener has a feeling of comfort. In his best moments, Erler succeeds in taking slow-moving songs into unusual realms. (Christophorus CHR 77453) – ♪♪♪♪♪

Goreckis Flötenwerke
Die Flötistin Ewa Liebchen hat zusammen mit einigen Kollegen Flötenwerke von Henryk Gorecki aufgenommen. Das Programm beginnt keck mit Valentine Piece und wird mit For You und Good Night zunehmend kontemplativer und elegischer. Die technisch beeindruckende Künstlerin hat das bewusst so aufgebaut, um das Album zu einer Art Abschiedsritual für den Komponisten werden zu lassen. Leider liegt der CD kein Booklet bei, das Informationen über Werke und ausübende Musiker geben würde, was ein seriöses Manko ist und das Produkt quasi nur für Kenner der Materie empfehlenswert macht. – Together with some colleagues, flutist Ewa Liebchen has recorded flute works by Henryk Gorecki. The program begins perky with Valentine Piece and becomes increasingly contemplative and elegiac with For You and Good Night. The technically impressive artist deliberately structured the program this way to make the album a kind of farewell ritual for the composer. Unfortunately, the CD does not come with a booklet that would give information about works and performing musicians, which is a serious shortcoming and makes the product quasi recommendable only for connoisseurs of the matter. (Dux 1705) – ♪♪♪♪

Alle Lieder von Peter Heise
Der dänische Komponist Peter Heise 1830-1879 hat um die 300  Lieder komponiert, die meisten auf dänische Texte, einige wenige auch auf deutsche Gedichte. Dacapo  präsentiert nun zum ersten Mal eine Ausgabe, die diese Lieder auf 11 CDs vorstellt. Freunde des Liedgesangs werden diese romantischen und melodisch feinen Lieder in durchwegs guten Interpretationen zu schätzen wissen. Den Produzenten muss es hoch angerechnet werden, dass sie mit einer Vielzahl von männlichen und weiblichen Stimmen immer den passenden Stimmtyp für die Lieder gefunden haben. – The Danish composer Peter Heise 1830-1879 composed about 300 songs, most of them on Danish texts, a few also on German poems. Dacapo now presents the complete recording of those songs. Anyone loving lieder will appreciate these romantic and melodically fine songs in consistently good interpretations. The producers must be given credit for always finding the right voice type for the songs with a variety of male and female voices. (Dacapo 8.201101) – ♪♪♪♪

Sergei Prokofiev: Alle Klaviersonaten/ Complete Piano Sonatas; Dinara Klinton, Klavier, 3 CDs Piano Classics PCL10191; Aufnahme: 01 & 06/19, 01/20, Veröffentlichung 12/03/2021 (170') - Rezension von Alain Steffen

Diese Gesamtaufnahme der Klaviersonaten von Sergei Prokofiev kann auf eine unaufdringliche Art und Weise vollends überzeugen. Die 31-jährige ukrainische Pianistin Dinara Klinton vermeidet es durchgehend, einen zu virtuosen und effektreichen Prokofiev zu spielen. Stattdessen, und dabei wird sie von einer sehr guten Aufnahmetechnik unterstützt, interpretiert sie die Sonaten mit einer gewissen Eleganz und Intimität. Read More →

Franz Schubert: Klaviertrios Nr. 1 B-Dur, D. 898 & Nr. 2 Es-Dur, D. 929; Trio Pascal (Denis Pascal, Klavier, Alexandre Pascal Geige, Aurélien Pascal, Cello); 2 CDs La Musica LMU 025 Aufnahme 10/2020, Veröffentlichung 12/03/2021 - (83'36) – Rezension von Remy Franck

Hier sind, in großzügigen und warmen Interpretationen, Schuberts Trios in B-Dur und Es-Dur. Beide Kompositionen werden sehr beherzt angegangen, mit einer Mischung von Wärme, Anmut, verhaltener Trauer, Unruhe und hin und wieder auch kurzem Aufbrausen. In diesen Interpretationen klingt nichts aufgesetzt, sondern die Musik fließt wunderbar differenziert. Read More →

The dark night has vanished – Lieder von E. Grieg, J. Brahms, J. Lang & R. Schumann; Catriona Morison, Mezzosopran, Malcolm Martineau, Klavier; 1 CD Linn CKD 637; Aufnahme: 2017-19, Veröffentlichung 12/03/2021 (63’13) - Rezension von Alain Steffen

Die Debut-CD der schottischen Mezzosopranistin Catriona Morison mit dem Titel The dark night has vanished ist mehr als vielsprechend. Zum einen ist es der Interpretin hoch anzurechnen, dass sie sich mit einem äußerst interessanten Programm vorstellt, das mit den Sechs Liedern op. 48 von Edvard Grieg, einer Brahms-Auswahl (Dein blaues Auge, Immer leiser wird mein Schlummer, Mädchenlied, Sapphische Ode, Alte Liede, Junge Lieder I: Meine Liede ist grün), den Sechs Gedichten von Nikolaus Lenau und Requiem von  Robert Schumann erfrischend andere Töne anschlägt. Read More →

Luxembourg Contemporary Music Vol.1; Ivan Boumans: Meiosis; Marco Pütz: Moods; Jeannot Sanavia: Hélice; Tatsiana Zelianko: Sonata delle Farfalle; Roland Wiltgen: Orbital Resonances; Solistes Européens Luxembourg, Christoph König; 1 CD Naxos 8.579059;  Aufnahmen 2012-2018, Veröffentlichung 12/03/2021 (71') – Rezension von Remy Franck, Uwe Krusch & Alain Steffen

Diese CD ist die erste eine Serie, die Naxos zeitgenössischer Luxemburger Musik widmet. Die erste Folge enthält einige Aufnahmen von Werken, die wir bereits einzeln besprochen haben, und diese Texte werden für diese Neuveröffentlichung übernommen. Read More →

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