Chants de l'Aube et du Soir; Cyril Achard: Mélodies (Eve, Les Oiseaux, La Princesse sous Verre, L'Arche, La Petite Sirène, Au Couteau, L'Oignon, Dans la Chambre du Mort, Marie-Madeleine; Melody Louledjian, soprano, Cyril Achard, Gitarre; 1 Digital Release Klarthé KLA117; Aufnahme 09.2020, Veröffentlichung 03.2021 47') - Rezension von Norbert Tischer

Ganz in der Tradition des französischen Kunstlieds hat der Gitarrist Cyrille Achard  auf evokative Texte von Fabrice Hadjad eine Reihe von Liedern komponiert, in denen er die Tradition freilich mit heutigen Akzenten anreichert, u.a. denen der Chansonniers und des Jazz, der sein Hauptgebiet ist. Das gelingt ihm in einer ebenso individuellen wie stil- und geschmackvollen, eklektischen Art. Read More →

Arnold Schönberg: Pierrot Lunaire, Fantasie für Violine & Klavier + 6 kleine Klavierstücke; J. Strauss II/Schönberg: Kaiserwalzer; Anton Webern: 4 Stücke für Violine & Klavier; Fritz Kreisler: Kleiner Wiener Marsch; Patricia Kopatchinskaja, Violine & Sprechgesang, Meesun Hong, Violine & Viola, Julia Gallego, Flöte, Reto Bieri, Klarinette, Marko Milenkovic, Viola, Thomas Kaufmann, Cello, Joonas Ahonen, Klavier; 1 CD Alpha 722; Aufnahme 12/2019; Veröffentlichung 04/2021 (71'49) – Rezension von Uwe Krusch


Arnold Schönbergs Melodram Pierrot Lunaire, das etwa die Hälfte dieser Einspielung ausmacht, ist ein rätselhaftes Werk. Es vereint expressionistische, surrealistische und kubistische Elemente. Schönberg verwendet verschiedene klassische Formen und Techniken wie Kanon, Fuge, Rondo, Passacaglia und freien Kontrapunkt. Schon atonal, aber noch nicht in der Zwölftontechnik geschrieben, gilt diese Komposition als Meilenstein auf Schönbergs Weg zu seiner modernen Tonsprache. Read More →

Hector Berlioz: Lélio op. 14b; Herbert Lippert, Geert Smits, Joachim Bissmeier, Wiener Singakademie, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Michael Gielen; 1 CD Orfeo C210071; Liveaufnahme 12/2000, Veröffentlichung 09/04/2021 (55'30) – Rezension von Remy Franck

Dieser Livemitschnitt vom 17.12.2000 aus dem Wiener Konzerthaus präsentiert das Berlioz-Monodrama ‘Lélio ou Le Retour à la vie’ in einer Mischfassung, mit den gesprochenen Texten in Deutsch, dem Gesang aber in Französisch. Das grenzt, international gesehen, den Kreis der Interessenten ein. Read More →

Organ Works Vol. 1; Marcel Dupré: Suite op. 39 + 4 Verse über Ave Maris Stella, op. 18; Carillon (aus 7 Pièces), op. 27 + Variations sur un vieux Noël, op. 20 + Évocation, Poème symphonique, op. 37; Alessandro Perin, Orgel; 1 CD Brilliant Classics 95644; Aufnahme 06/2020, Veröffentlichung 04/2021 (64'44) – Rezension von Burkhard Schäfer

An (guten) Gesamteinspielungen der Orgelwerke von Marcel Dupré (1886-1971) ist kein Mangel, erinnert seien an die Zyklen, die etwa beim Label MDG (mit Ben van Oosten) oder bei Naxos (mit wechselnden Organisten) erschienen sind. Nun hat auch Brilliant eine eigene Reihe gestartet und legt hier das Volume 1 vor. Read More →

The Brandenburg Project; Johann Sebastian Bach: Brandenburgische Konzerte Nr. 1-6; Mark-Anthony Turnage: Maya; Steven Mackey: Triceros; Anders Hillborg: Bach Materia; Olga Neuwirth: Aello; Uri Caine: Hamsa; Brett Dean: Approach (Prelude to a Canon); Antje Weithaas, Pekka Kuusisto, Urban Svensson, Roger Olsson, Violine, Tabea Zimmermann, Brett Dean, Göran Fröst, Linn Elvkull, Kate Pelly, Viola, Maya Beiser, Hannah Thorell, Mats Levin, Andreas Tengberg, Rajmund Follmann, Cello, Sebastien Dube, Peter Nitsche, Kontrabass, Lisa Almberg, Daniel Burstedt, Marten Larsson, Oboe, Mikael Lindstrom, Bassoon, Terése Larsson, Göran Hülphers, Horn, Hakan Hardenberger, Margit Csökmei Anders Hemstrom, Trompete, Claire Chase, Fiona Kelly, Flöte, Per Gross, Katarina Widell, Blockflöte, Mahan Esfahani Bjorn Gafvert, Cembalo, Oskar Ekberg, Synthesizer, Lars Fhager, Schreibmaschine, Swedish Chamber Orchestra, Thomas Dausgaard; 3 SACDs BIS 2199; Aufnahmen 2017/2018, Veröffentlichung 04/2021 (207'18) – Rezension von Remy Franck

Bach mit zeitgenössischer Musik zusammenzuführen ist nichts Neues und wurde in diversesten Formen mehr oder weniger erfolgreich erprobt. Die Leiter des Schwedischen Kammerorchesters haben sich nun etwas besonders Feines einfallen lassen. Read More →

Cipriani Potter: Symphonie Nr. 1 g-moll + Cymbelene-Ouvertüre + Introduzione e Rondo alla militaire für Klavier & Orchester; Claire Huangci, Klavier, BBC National Orchestra of Wales, Howard Griffiths; 1 CD cpo 555274-2; Aufnahme 04/2019, Veröffentlichung 26/03/2021 (59'00) – Rezension von Remy Franck

Der englische Komponist Cipriani Potter (1792-1871) ist kein komplett unbeschriebenes Blatt in den Schallplattenkatalogen, aber viele Aufnahmen gibt es nicht. Er machte in Wien die Bekanntschaft Beethovens, der ihm genau wie der späte Mozart ein Vorbild war. Read More →

Concerti particolari; Antonio Vivaldi: Concerti für Streicher RV 114, 127, 129 Concerto madrigalesco, 134, 151 Concerto alla rustica,155, 158 Concerto ripieno, 159, 163 Concerto Conca + Sinfonias RV 149 Il Coro delle Muse & RV 169 Al Santo Sepolcro; Academia Montis Regalis, Enrico Onofri; 1 CD Passacaille 1100; Aufnahme 07/2020, Erscheinungstermin 09/04/2021 (60'42) – Rezension von Remy Franck

In dem zwischen Nizza und Genua in den piemontesischen Bergen gelegenen Mondovi entstand kurz nach dem Lockdown im Jahre 2020 eine etwas besondere Aufnahme, wie schon die skurrile Barockfigur auf dem Cover andeutet. Enrico Onofri hat für seine CD mit der Academia Montis Regalis ganz besondere Konzerte von Antonio Vivaldis ausgewählt, nämlich solche, in denen der Komponist recht extreme Experimente wagt. Read More →

Max Reger: Klaviertrio op. 102 + Suite, op. 79d für Violine und Klavier + Zwei Stücke op. 79e für Cello und Klavier; Artium Trio (Francisco Lima Santos, Violine, Pedro Gomes Silva, Cello, Joao Barata, Klavier); 1 CD Brilliant Classics 95727; Aufnahme 09/2018, Veröffentlichung D 09/04/24, US/UK/F 23/04/2021 (51'43) – Rezension von Remy Franck

Der amerikanische Publizist Harold C. Schonberg hat Max Reger auf die Liste der zehn unbeliebtesten Komponisten gesetzt. Lange Zeit erschien der Name ‘Reger’ eher in Kreuzworträtseln als auf Platteneinspielungen. Read More →

Charmant
Zum 15-jährigen Bestehen ihres D&B Duos haben die kroatischen Pianisten Dubravka Vukalovic and Bruno Vlahek ein Album mit drei kleinen Stücken des kroatischen Komponisten Alfi Kabiljo, de Fallas Spanischem Tanz, dem titelgebenden Scaramouche von Darius Milhaud sowie den Tänzen aus West Side Story von Leonard Bernstein aufgenommen. Die Interpretationen zeugen von feiner Musikalität und vermeiden jede Show. Das gibt dem Programm einen Touch von gutmütigem Charme. – For the 15th anniversary of their D&B Duo, Croatian pianists Dubravka Vukalovic and Bruno Vlahek have released an album featuring three short pieces by Croatian composer Alfi Kabiljo, de Falla’s Spanish Dance, Scaramouche by Darius Milhaud, and the dances from West Side Story by Leonard Bernstein. The interpretations show fine musicality and avoid any show. This gives the program a touch of good-natured charm. (VoxPrimus 2019010-3) –  ♪♪♪♪

Unspektakulär
Mussorgskys Eine Nacht auf dem Kahlen Berge sowie Bilder einer Ausstellung, Balakirevs Islamey und Borodins Polowetzer Tänze haben das Singapore Symphony und Dirigent Lan Shui unter dem Titel Spectacular Russia zusammengefasst. Dem nicht gerade einfallsreichen Titel entsprechen uninspirierte Interpretationen in fettem, kompakten glanzlosen Klang. – Mussorgsky’s A Night on the Bare Mountain as well as Pictures at an Exhibition, Balakirev’s Islamey and Borodin’s Polovtsian Dances have been combined by the Singapore Symphony and conductor Lan Shui under the title Spectacular Russia. The not really original title is matched by uninspired interpretations in fat, compact lackluster sound. (BIS 2412) – ♪♪

Corona-Musik
Music for Self-Isolation nennt sich eine CD  des kanadischen Labels Centrediscs, auf der 31 kurze Solo- und Duowerke für eine Vielzahl von Instrumenten und Stimme des kanadischen Komponisten Frank Horvat zu hören sind. Er komponierte diese Stücke während des Lockdowns innerhalb von sechs Wochen, und sie wurden von einer Vielzahl von Musikern in aller Welt gespielt. Die Aufnahme, die am 9. April erscheint, enthält alle diese Werke, gespielt von einigen der führenden kanadischen Solisten und Orchestermusikern. Es sind nette kleine Stücke, keine Geniestreiche, und die CD ist bemerkenswert lediglich als Zeitdokument und musikalisches Überbleibsel der Pandemie. – Music for Self-Isolation is the name of a CD from the Canadian label Centrediscs that features 31 short solo and duo works for a variety of instruments and voice by Canadian composer Frank Horvat. He composed these pieces over a six-week period during the lockdown, and they have been performed by a variety of musicians around the world. The recording, released April 9, features all of these works played by some of Canada’s leading soloists and orchestral musicians. They are nice little pieces, nothing outstanding yet, and the CD is remarkable merely as a contemporary document and musical remnant of the pandemic. (CentreDiscs CMCCD 28521) – ♪♪♪♪

Polnische Musik aus dem 19. Jahrhundert
Ein neues Album des National Forum of Music aus Wroclaw mit dem von Jaroslaw Thiel geleiteten Wrocław Baroque Orchestra enthält die Ersteinspielung der Elegie in c-Moll von Karol Kurpinski, die erste Aufnahme auf historischen Instrumenten von Ignacy Feliks Dobrzynskis Symphonie Nr. 2 in c-Moll  (Charakteristische) und Stanislaw Moniuszkos Märchenouvertüre. Es ist ein gefälliges Programm mit viel schöner und netter Musik, liebevoll gespielt. – A new album by the National Forum of Music from Wroclaw with the Wrocław Baroque Orchestra conducted by Jaroslaw Thiel includes the premiere recording of Elegy in C minor by Karol Kurpinski, the first recording on period instruments of Ignacy Feliks Dobrzynski’s Symphony No. 2 in C minor (Characteristic) and Stanislaw Moniuszko’s Fairy Tale Overture. It is a pleasing program with much beautiful and nice music, lovingly played. (CDAccord/NFM Recordings ACD282/NFM72) – ♪♪♪♪♪

Halasz in Spanien
Der deutsche Gitarrist Franz Halasz hat bei BIS ein äußerst stimmungsvolles Album mit spanischer Gitarrenmusik veröffentlicht., darunter weniger und besser bekannte Werke von Maza, Milan, Granados, Sor, Falla, Torroba, Tarrega, Albeniz und Turina. Das ist ein abwechslungsreiches Programm und gibt Halasz die Gelegenheit, vielfältige Stilmittel einzusetzen, wobei sein Sinn für dramatische Abläufe besonders hervorgestrichen werden muss. Spielfreude, Liebe zum Instrument und zur Musik sind weitere wesentliche Interpretationskomponenten, die diese SACD wertvoll und attraktiv werden lassen. – German guitarist Franz Halasz has released on BIS a highly atmospheric album of Spanish guitar music, including lesser and better known works by Maza, Milan, Granados, Sor, Falla, Torroba, Tarrega, Albeniz and Turina. This varied program gives Halasz the opportunity to use a multiplicity of stylistic elements, and his sense of dramatic progression is particularly impressing. Joy of playing, love for the instrument and the music are further essential components of his interpretations and make this SACD valuable and attractive. (BIS 2565) – ♪♪♪♪♪

Zeitvertreib bis zur nächsten CD
Die CD Echoes mit dem Signum Quartett bietet Saxophon-Bearbeitungen von Werken so unterschiedlicher Komponisten wie u.a. Dowland, Glass, Fauré, Hindemith, Vasks und Albinoni. Die Auswahl scheint mir ein wenig beliebig, was aber nicht heißt, dass die Musik nicht gut gespielt wird und auch gefällig ist. Aber vom Signum Quartet kommt im Mai noch etwas viel Spannenderes, konzeptuell besser gestrickt und hinreißend musiziert. Wer sich in Erwartung dieser CD, die bei Berlin Classics erscheinen will, mit diesem Digest bei DG die Zeit verkürzen will, wird gewiss nicht schlecht bedient. – The CD Echoes with the Signum Quartet offers saxophone arrangements of works by composers as diverse as Dowland, Glass, Fauré, Hindemith, Vasks and Albinoni, among others. The selection seems a bit arbitrary to me, but that doesn’t mean the music isn’t well played and pleasing. But from the Signum Quartet comes something much more exciting in May, conceptually better, and ravishingly played. If you want to pass the time waiting for that CD, which is to be released by Berlin Classics, with this digest by DG, you will certainly not be badly served. (Deutsche Grammophon 4860582) – ♪♪♪♪

Fin de Siècle; Debussy: Rhapsodie für Klarinette & Klavier Nr. 1; Berg: 4 Stücke für Klarinette & Klavier op. 5; Reger: Sonate für Klarinette & Klavier fis-Moll op. 49 Nr. 2; Stravinsky: 3 Stücke für Klarinette solo; Saint-Saëns: Sonate für Klarinette & Klavier Es-Dur op. 167; Bettina Aust, Klarinette, Robert Aust, Klavier; 1 CD Genuin GEN 21729; Aufnahme 2020, Veröffentlichung 09/04/2021 (56'59) – Rezension von Remy Franck

Die 1988 geborene deutsche Klarinettistin Bettina Aust und ihr Bruder, der Pianist Robert Aust, haben für diese CD ein attraktives Programm zusammengestellt. Das Album besticht durch die kommunikative Kraft der beiden Musiker, die ein ungewöhnliches Engagement an den Tag legen. Read More →

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