One Woman Band, Experimental Music Circus; Stephen Montague: Mirabella für Toy Piano; Moritz Eggert: One Man Band II für Klavier & Nebeninstrumente + One Woman Band für Klavier & Nebeninstrumente + Dual Band für 2 Pianisten an einem Flügel mit Sonderinstrumenten; Niklas Seidl: Gichtgriffel und Achterbeene für Schifferklavier & Fußpedale; Jean Philippe Rameau: La Poule aus Nouvelles suites de pièces de clavecin; Oxana Omelchuk: Gfätterle für Akkordeon, 2 Casio Keyboards & Melodica; Julia Wolfe: East Broadway für Toy Piano & Boy Boombox; Dorrit Bauerecker, Klavier, Akkordeon, Toy Piano, Moritz Eggert, Klavier; 1 CD Kaleidos KAL 6352-2; Aufnahmen 2020, Veröffentlichung 04.2021 (56'25) – Rezension von Norbert Tischer

Als Multi-Tasking-Musikerin spielt die Pianistin Dorrit Bauerecker einige Stücke, in denen sie ihre Fähigkeiten als One-Woman-Band eindrucksvoll unter Beweis stellen kann. Mit live produzierter Musik und Geräuschen sowie zugespielten Klängen  entsteht ein unterhaltsamer Klangzirkus zwischen pur unterhaltsam und etwas tiefgründiger, entsprechend abwechslungsreich zwischen einfachem Geklimper und experimentierfreudigen Collagen. Read More →

Paul Wranitzky: Orchesterwerke Vol. 1; Symphonie Nr. 5 C-Dur op. 19 (Große Symphonie bei Gelegenheit der Erhebung Franzens zum Deutschen Kaiser) + Symphonie Nr. 48 B-Dur op. 33 Nr. 1 + Die Poststation-Ouvertüre + Das Fest der Lazzaroni-Ouvertüre & Serenate; Czech Chamber Philharmonic Orchestra Pardubice, Marek Stilec; 1 CD Naxos 8.574227; Aufnahmen 11.2019; Veröffentlichung 04.2021 (68'51) – Rezension von Remy Franck

Von Paul Wranitzky (1756-1808), einem Schüler so berühmter Meister wie Joseph Martin Kraus und Joseph Haydn gibt es nicht sonderlich viele Aufnahmen, obschon er viel komponiert hat, Opern, Singspiele, über 50 Symphonien, etliche Konzerte, diverse Orchesterwerke und viel Kammermusik! Read More →

Erwin Schulhoff: Flammen; Raymond Very, Iris Vermillion, Stephanie Friede, Gabriela Bone, Nina Bernsteiner, Arnold Schoenberg Chor, Bertrand de Billy; 2 CDs Capriccio C5382; Liveaufnahme 08.2006, Veröffentlichung 04.2021 (127'31) – Rezension von Remy Franck

Erwin Schulhoff (1894-1942) hat seine surrealistische Tragikomödie Flammen in den Jahren 1928-1932 komponiert. Flammen ist eine neue Interpretation des Don Juan-Themas durch den tschechischen Autor Karel Benes. Die Oper besteht aus zehn Szenen, die durch längere symphonische Intermezzi untereinander verbunden sind. Die Musik ist surrealistisch wie auch die Handlung, in die ein Chor von Schatten eingebunden ist, der Don Juans Weg begleitet. Read More →

Piotr Tchaikovsky: Kinderalbum op. 39 (Arr. für Kammerorchester von Jacopo Rivani) + Streicherserenade op. 48; Orchestra Arcangelo Corelli, Jacopo Rivani; 1 CD Da Vinci Classics 7.46160912202; Aufnahme 07.2020, Veröffentlichung 04.2021 (63'47) – Rezension von Remy Franck

Im Frühjahr 1878 berichtete Tchaikovsky an seine Gönnerin Nadeschda von Meck: « Vor einiger Zeit dachte ich, dass es keine schlechte Idee wäre, einen kleinen Beitrag zum Bestand der musikalischen Kinderliteratur zu leisten, der sehr bescheiden ist. Ich möchte eine Reihe von kleinen Einzelstücken nur für Kinder schaffen, und zwar mit einem reizvollen Titel, wie bei Schumann ». Und so kam sein Kinderalbum zustande. Read More →

Mieczyslaw Weinberg: Klavierquintett op. 18 +Kinderheft für Klavier Nr. 3 op. 23; Elisaveta Blumina, Klavier, Noah Bendix-Balgley, Violine, Shanshan Yao, Violine, Mate Szücs, Viola, Bruno Delepelaire, Cello; 1 CD OehmsClassics OC 487; Aufnahme 02/2020, Veröffentlichung 16.04.201 (GB, US, F) 23.04.2021 (D) – (58'07) – Rezension von Remy Franck

Das fast eine Dreiviertelstunde lange Klavierquintett op. 18 von Mieczyslaw Weinberg ist das Hauptwerk dieser CD. Es ist fünfsätzig und steht in Moll. Doch anders als Shostakovichs Quintette in derselben Tonart ist jenes von Weinberg unmittelbar kommunikativ, teils wohl mit mysteriöser Zurückhaltung, teils sehr direkt und großzügig. Read More →

Rhapsody; Arien von Rossini, Gluck, Gounod, Saint-Saëns, Meyerbeer; Komitas: Krunk; Brahms: Alt-Rhapsodie op. 53; Varduhi Abrahamyan, Mezzosopran, Cecilia Bartoli. Mezzosopran, Arayik Bakhtikyan Duduk, Ensemble vocale Il canto di Orfeo, Les Musiciens du Prince-Monaco, Gianluca Capuano; 1 CD Decca 4850862; Aufnahme 09.2019, Veröffentlichung 04.2021 (72') – Rezension von Remy Franck

Diese CD hält eine Premiere parat: es ist wohl das erste Mal, dass die Alt-Rhapsodie von Johannes Brahms in einem Umfeld von Opernarien zu hören ist. Das passt aber auch gar nicht und zeugt von schlechtem Geschmack. Leider bleibt auch die Interpretation oberflächlich und opernhaft, fern jeder Vertiefung, die andere Sängerinnen in diesem Werk erreicht haben. Read More →

Georges Onslow: Streichquintette a-Moll Nr. 23 op. 58 & Nr. 31 A-Dur op. 75; Elan Quintet; 1 CD Naxos 8.574187; Aufnahme 03/2020, Veröffentlichung 04.2021 (59'23) – Rezension von Remy Franck

Der französisch-englische Komponist Georges Onslow (1784-1853) hat ein beeindruckendes Oeuvre auf dem Gebiet der Kammermusik aufzuweisen. Besonders seine Quintette stehen noch häufig auf den Konzertprogrammen und etliche davon wurden auch schon aufgenommen. Nun hat er aber 34 Stücke dieser Gattung komponiert, und populär sind nur einige wenige. Read More →

Im Abendrot; Richard Wagner: Wesendonck-Lieder; Hans Pfitzner: Sehnsucht op. 10 Nr. 1 + Wasserfahrt op. 6 Nr. 6 + Es glänzt so schön die sinkende Sonne op. 4 Nr. 1 + Ist der Himmel darum im Lenz so blau op. 2 Nr. 2 + An die Mark op. 15 Nr. 3 + Abendrot op. 24 Nr. 4 + Nachts op. 26 Nr. 2 + Stimme der Sehnsucht op. 19 Nr. 1; Richard Strauss: Morgen op. 27 Nr. 4 + Ruhe, meine Seele op. 27 Nr. 1 + Freundliche Vision op. 48 Nr. 1 + Im Abendrot aus Vier letzte Lieder; Matthias Goerne, Bariton, Seong-Jin Cho, Klavier; 1 CD Deutsche Grammophon 4860274; Aufnahme 2019, Veröffentlichung 16.04.2021 (63') – Rezension von Remy Franck

In einem Programm, in dem es viel Schwermut und Resignation gibt, ist Matthias Goerne ein berufener Interpret. Es gibt es nicht viele Sänger, die so schön und bedeutungsvoll leise singen und die Atemtechnik haben, um bei so wenig Volumen noch überhaupt zu singen, zu phrasieren, zu artikulieren, Spannung zu vermitteln. Read More →

Bach und Kollegen auf dem Akkordeon
Ein anspruchsvolles Programm mit Bearbeitungen und Originalwerken von Johann Seb. Bach, Claude Balbastre, Wolfgang Amadeus Mozart, Clara Schumann, Max Reger und Thierry Escaich spielt die Akkordeonistin Marie-Andrée Joerger auf einer CD von Klarthe. Nur Präludien und Fugen stehen auf dem Programm, wobei die Französin durch die stilsichere Verwendung ihres Instruments überrascht. Neben dem ungemein raffinierten Spiel ist ebenfalls die fantasievolle Programmgestaltung sehr reizvoll. Ein musikalischer Höhenflug, apart und spannend. – A demanding program with arrangements and original works by Johann Seb. Bach, Claude Balbastre, Wolfgang Amadeus Mozart, Clara Schumann, Max Reger and Thierry Escaich is played by accordionist Marie-Andrée Joerger on a CD from Klarthe. Only preludes and fugues are on the program, and the French musician surprises with the stylistically confident use of her instrument. In addition to the refined playing, the imaginative programming is also very appealing. A true musical highlight, apart and exciting. (Klarthe KLA115) – ♪♪♪♪

Symphonische Unterhaltung auf Bulgarisch
Capriccio veröffentlicht Vol. 2 der Orchesterwerke von Alexander Vladigerov mit dem Nationalen Bulgarischen Radio Symphonieorchester unter Alexander Vladigerov, dem Sohn des Komponisten. Neben der Bulgarischen Rhapsodie Vardar und der Bulgarischen Suite op. 21, die bereits auf einem Album mit Violinwerken enthalten waren (siehe unten), gibt es jetzt 7 Sinfonische Bulgarische Tänze op. 23, Rachenitsa op. 18 Nr. 2, 4 Rumänische Sinfonische Tänze op. 38, 2 Rumänische Sinfonische Skizzen op. 39, Balkantanz, 4 Walzer für Orchester sowie Danza primoridale op. 53 und Foxtrott zu hören. Das ist ein brillant gespieltes, unterhaltsam-spektakuläres Programm, das jedem gefallen wird, der weitaus bekanntere Werke wie Borodins Polowetzer Tänze oder Khachaturians Säbeltanz mag. Vladigerovs farbige und phantasievoll komponierte Musik kann man durchaus auf dasselbe Niveau setzen. – Capriccio releases Vol. 2 of Alexander Vladigerov’s orchestral works with the Bulgarian National Radio Symphony Orchestra conducted by Alexander Vladigerov, the composer’s son. In addition to the Bulgarian Rhapsody Vardar and the Bulgarian Suite op. 21, already included on an album of violin works (see below), there are now 7 Symphonic Bulgarian Dances op. 23, Rachenitsa op. 18/2, 4 Romanian Symphonic Dances op. 38, 2 Romanian Symphonic Sketches op. 39, Balkan Dance, 4 Waltzes for Orchestra, as well as Danza primoridale op. 53 and Foxtrot. This is an entertainingly spectacular program, brilliantly played, that will please anyone who likes far more familiar works such as Borodin’s Polovets Dances or Khachaturian’s Sabre Dance. Vladigerov’s colorful and imaginatively composed music may well be placed on the same level. (2 CDs Capriccio C8053) – ♪♪♪♪

Flinkes Klavierduo
Wer flinkes und unbeschwertes, mitunter schelmisches Klavierspiel im Duoklang mag, wird von niederländischen Duo Lucas & Arthur Jussen in ihrem Russian Album vorzüglich bedient. Sehr unterhaltsam spielen die beiden Shostakovichs Concertino op. 94 für 2 Klaviere, Rachmaninovs Suite Nr. 2 für 2 Klaviere, Stravinskys Konzert für 2 Klaviere sowie Zwei kleine Stücke von Arensky. So leicht klingt russische Musik nicht immer! – Those who like nimble and light-hearted, sometimes mischievous piano playing by a piano duo will be excellently served by Dutch duo Lucas & Arthur Jussen in their Russian album. Very entertainingly the two play Shostakovich’s Concertino op. 94 for 2 pianos, Rachmaninov’s Suite No. 2 for 2 pianos, Stravinsky’s Concerto for 2 pianos as well as Two Little Pieces by Arensky. Russian music does not always sound so easy! (Deutsche Grammophon 4855371) – ♪♪♪♪

Besinnliches Programm
Von Thomas Selle (1599-1663) sowie Philipp Crusius, Nicolas Heinnecius  und Heinrich Grimm haben The Muses’ Fellows unter Monika Mandelartz unter dem Oberbegriff ‘So freue dich’ geistliche Werke aufgenommen. Die beiden Coviello-CDs enthalten ein weitgehend besinnliches Programm, von dem große Teile erstmals auf Tonträger zu hören sind. Geistige Vertiefung, musikalische Intensität und inneres Feuer kennzeichnen die Darbietungen von The Muses Fellows, denen es mit viel Einfühlungsvermögen gelingt, die Musik abheben und schweben zu lassen. Da gibt es nur eines: Augen schließen und mit schweben…. – The Muses’ Fellows under Monika Mandelartz have recorded sacred works by Thomas Selle (1599-1663), Philipp Crusius, Nicolas Heinnecius and Heinrich Grimm under the title ‘So freue dich’. The two Coviello CDs contain a largely contemplative program, large parts of which are being heard on record for the first time. Spiritual immersion, musical intensity and inner fire characterize the performances of The Muses Fellows, who succeed with great sensitivity in making the music take off and float. There is only one thing to do: close your eyes and float along….  (Coviello COV92107) – ♪♪♪♪

Pancho Vladigerov und die Violine

 

 

 

 

 

Susan Kander/Roberta Gumbel: dwb (driving while black); Roberta Gumbel, Sopran, Hannah Collins, Cello, Michael Compitello, Schlagzeug; 1 CD Albany Records Troy1858; Aufnahme 2020, Veröffentlichung 03/2021 (44') – Rezension von Norbert Tischer

Das Kürzel dwb ist in Amerika ein heißes Eisen: es steht für ‘driving while black’ und will auf die mit vielen Beispielen untermauerte These hinweisen, dass in den USA Schwarze als Fahrer öfter kontrolliert werden als Weiße. Das Thema der  Kammeroper dwb setzt sich also mit diesem essentiellen Thema, der systemischen Rassenungerechtigkeit, auseinander, die man eigentlich nicht auf die USA beschränken darf. Read More →

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