Isabelle Aboulker: L'Homme qui titubait dans la Guerre: Albena Dimitrova, Sopran, Amaury Breyne, Klavier, Françoise Masset, Sopran,Yann Toussaint, Bariton, Anne Le Bozec, Klavier, Thierry Gaches, Erzähler, Choeur Capriccio, Orchestre de la Musique de la Police Nationale, Jérôme Hilaire; 1 CD Hortus 728; Aufnahme 2017, Veröffentlichung 06/2018 (61'00) – Rezension von Remy Franck

Die französische Komponistin Isabelle Aboulker (*1938), die in der Linie von Debussy, Ravel und Poulenc komponiert, hat 1998 im Auftrag des französischen Staats ein profanes Oratorium zum Thema Sinnlosigkeit des Krieges  komponiert, das für die Reihe ‘Les Musiciens et la Grande Guerre’ seine zweite Aufnahme erfährt. Read More →

Leonard Bernstein: A Quiet Place ( Transk. für Kammerorchester): Garth Edwin Sunderland; Claudia Boyle (Dede, Sopran), Joseph Kaiser (François, Tenor), Gordon Bintner (Junior, Bariton), Lucas Meachem (Sam, Bariton), Rupert Charlesworth (Funeral Director, Tenor), Daniel Belcher (Bill, Bariton), Annie Rosen (Susie, Mezzosopran), Steven Humes (Doc, Bass), Maija Skille (Mrs Doc, Mezzosopran), John Tessier (Analist, Tenor), Choeur et Orchestre symphonique de Montréal, Kent Nagano (Dirigent), Libretto: Stephen Wadsworth, 2 CD Decca 483 3895; Aufnahme 05/2017, Veröffentlichung 06/2018 (93'04) – Rezension von Uwe Krusch

Das letzte Bühnenwerk von Leonard Bernstein hat seit seiner Uraufführung 1986 eine wechselvolle Geschichte erfahren. Zunächst unter dem Einschluss der Oper ‘Trouble in Tahiti’ und für großes Orchester geschaffen, wurde das eingebettete Werk später wieder abgesondert und durch Teile aus ‘A Quiet Place’, die vorher entfallen waren, wieder aufgefüllt. Bernstein hatte später selber den Eindruck, mit einer reduzierten Fassung für ein Kammerensemble die Verständlichkeit der Aussage im wörtlichen und damit auch übertragenen Sinn steigern zu können. Read More →

Ludwig van Beethoven: Klaviertrio op. 1 Nr. 2 + Allegretto für Klaviertrio Es-Dur Hess 48 + Klaviertrio D-Dur op. 36 nach der Symphonie Nr. 2; Van Baerle Trio (Hannes Minnaar, Klavier, Maria Milstein, Violine, Gideon den Herder, Violoncello; 1 SACD Challenge CC72778; Aufnahme 07/2017, Veröffentlichung 06/2018 (72'37) – Rezension von Uwe Krusch

Das nach der Straße ihres ersten Probenortes in Amsterdam benannte Van Baerle Trio legt bereits den zweiten Teil der Trios von Ludwig van Beethoven vor. Nachdem der Auftakt schon vielversprechend war, legen sie dieses Mal beeindruckend nach. Vielleicht am wenigsten aufregend ist das jetzt nachgeholte zweite Trio aus  dem Opus 1. Read More →

Josef Suk: Klavierwerke (Frühling op. 22a + Sommer-Impressionen op. 22b + Klavierstücke op. 7 + Stimmungen op. 10); Jonathan Plowright, Klavier; 1 CD Hyperion CDA68198; Aufnahme 09/2017, Veröffentlichung 07/2018 (76'38) – Rezension von Remy Franck

Dieses Programm mit Werken von Josef Suk (1874-1935) ist Tonmalerei am Klavier, manchmal dramatisch, sehr oft ruhig, melancholisch, nachdenklich, immer melodisch und darauf aus, Stimmungen zu entwerfen. Und das kann Jonathan Plowright ganz hervorragend. Read More →

Empfehlenswert: Romantische Bass-Duette
Ein kaum bekanntes Repertoire, romantische Bass-Duette  von Mendelssohn, Hiller, Rubinstein, Dvorak, Mattiesen, Schubert und Loewe singen die Bassisten Harald Stamm (*1938) und Kurt Moll (1938- 2017) auf einer CD von Profil. Die beiden Stimmen, der kernige, klare Bass von Stamm, und die warme, volle Stimme von Kurt Moll, heben sich gut voneinander ab. Was die dramatische Gestaltung anbelangt, sind beide Vollblut-Darsteller ebenbürtig. Diese CD bietet 70 Minuten puren vokalen Genuss. (Profil PH 18036)

Starke Violinplatte
‘Parts to Play’ mit der koreanischen Geigerin Moonkyung Lee enthält Solostücke und Werke für Violine und Klavier mit der Pianistin Martha Locker. Prokofievs Solosonate bildet in einer ausdrucksstarken Interpretation den beeindruckenden Auftakt, während die wirklich tolle Komposition ‘Three States at Play’ des Briten Benjamin Ellin ein sehr starker Schluss ist. Diese Komposition ist eine richtige Entdeckung! Die liebliche, melodische Violinsonate des Amerikaners Timo Andres sowie einige kürzere Stücke zeitgenössischer Komponisten komplettieren ein Programm, das sich kein Freund moderner, problemlos zugänglicher Geigenmusik entgehen lassen sollte. (Navona Records NV6165)

Wenig bekannte Schumann-Werke
Zwei Vokalwerke Robert Schumanns und eine seiner Bach-Bearbeitungen sind auf einer CD des finnischen Labels Ondine zu entdecken: die romantisierend eingerichtete Kantate BWV 105, die schaurige ‘Ballade vom Prinzen und der Königstochter’ op. 140, sowie, als Erstaufnahme, das ‘Adventlied’ op. 71. Das ‘Helsinki Baroque Orchestra’ und der Philharmonische Kammerchor aus Estland musizieren mit gemäßigtem Pathos und viel gestalterischer Wärme unter Aapo Häkkinen. Die Solisten Benno Schachtner, Carolyn Sampson Werner Güra, Cornelius Uhle und Jonathan Sells vervollständigen das Interpretenensemble mit guten Leistungen. (Ondine ODE 1312-2)

Gruberova von allen Seiten
Ein etwas lose zusammengesetztes Programm mit der slowakischen Koloratursopranistin Edita Gruberova bietet BR Klassik an. Es sind Liveaufnahmen aus Konzerten mit dem Münchner Rundfunkorchester, aufgenommen zwischen 1995 und 1997. Mozarts ‘Exultate’, und sein ‘Laudidate Dominum’ stehen da neben dem technisch meisterhaft vorgetragenen Kernrepertoire der Sängerin (Lucia di Lammermoor, Linda di Chamounix, Beatrice di Tenda) sowie einer affektierten Rosina- Arie ‘Una voce poco fa’ und dem nicht weniger übertrieben dargestellten ‘Spiel ich die Unschuld vom Lande’ aus der Fledermaus. Wer braucht das, wenn nicht jeder eingeschworene Gruberova-Fan? Aber davon gibt es ja unermesslich viele. (BR-Klassik 900325)

Mozart mit Klarinette
Katherine Lacy, Soloklarinettistin des ‘Royal Philharmonic’, hat mit ihrem Orchester unter der Leitung von Duncan Ridder Mozarts Klarinettenkonzert aufgenommen. Es ist eine angenehm unprätentiöse, kantable und lebendige Aufnahme, neben der, ebenfalls fein musiziert, das Klarinettenquintett KV 581 zu hören ist. (RPO SP058)

Salterio italiano; Martini: Motetto per Salterio e Clavicembalo obbligati per alto solo; Perotti: Sonata per Salterio; Rossi: Lezione quarta; Ubaldi: Sinfonia da Salterio col Basso; Ugolino: Sonata per Salterio con Basso; Romina Basso, Mezzosopran, Franziska Fleischanderl, Salterio und Leitung, Il Dolce Conforto; 1 CD Christophorus CHR 77426; Aufnahme 06/2016, Veröffentlichung 06/2018 (62'16) – Rezension von Uwe Krusch

Als Salterio wird ein italienisches Musikinstrument bezeichnet. Üblicherweise wird es mit auf die Finger aufgesteckten Plektren gezupft, so dass sich auch der Name, vom mittelalterlichen ‘Psalterium’, was Zupfinstrument bedeutet, ableitet. Es kann auch wie das verwandte Hackbrett mit Klöppeln angeschlagen werden. Es erlebte im 18. Jahrhundert seine Blüte. Ein Virtuose war der Geistliche Florido Ubaldi, von dem auch eine der vorgestellten Kompositionen stammt. Vor allem Notenhandschriften aus Italien gewähren Einblicke in die Spielweise. Read More →

Piotr Tchaikovsky: Sechs Französische Lieder op. 65 (Transkr. von Nada Radulovich); Gaspar Cassado: Sonate pour piano et violoncelle; Antin Rudnytsky: Romantic Fantasy op. 43; Nikolai Rimsky-Korsakov: Hummelflug (Transkr. von Cullan Bryant); Nada Radulovich, Cello, Cullan Bryant, Klavier; 1 CD Navona Records NV6171; Aufnahme 2017, Veröffentlichung 10/08/2018 (50') – Rezension von Remy Franck

Liedtranskriptionen für Cello gibt es eine Menge. Auch Tchaikovskys  Französische Lieder wurden schon transkribiert. Diese hier aber stammen von der Interpretin Nada Radulovich selber. Read More →

Places in Time; Richard Brooks: Seascape + Landscape…with Grace + Sweet Betsy + Four Play + Chorale Variations for Two Horns, String Quintet and String Orchestra + Prelude and Lament + Suite for Percussion + Sonata for Violin and Piano; Deirdre Viau, Flöte, Yhasmin Valenzuela, Klarinette, Lilit Hartunian, Violine, Christopher Homick, Cello, Leah Kosch, Klavier, The New Hudson Saxophone Quartet, Memphis Woodwind Quintet, Carroll Glenn, Violine, Kenneth Gartner, Klavier, Florida State University Percussion Ensemble, National Polish Radio Orchestra in Katowice, Joel Eric Suben, Kent Philharmonia Orchestra, Lynn Asper, Constanta Symphony Orchestra, Radu Ciorei; 1 CD Ravello Records RR7989; Aufnahmen 1993, 1996, 2013, Veröffentlichung 10/08/2018 (90') – Rezension von Remy Franck

Ravello Records bringt mit ‘Places in Time’ eine Anthologie des 1942 in New York geborenen amerikanischen Komponisten Richard Brooks auf den Markt, mit einer Auswahl aus seinem über 100 Kompositionen umfassenden Schaffen. Read More →

Richard Strauss: Tone Poems, Volume 6/6; Also sprach Zarathustra op. 30 + Don Quixote, op. 35; Isang Enders, Cello, Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Sebastian Weigle; 1 CD Oehms Classics OC893; Aufnahme 03/2018, Veröffentlichung 10/08/2018 (77'51) – Rezension von Remy Franck

Mit einer klanglich wie auch gefühlsmäßig generösen Wiedergabe von ‘Also sprach Zarathustra’ beginnt Vol. 6 der Strauss-Reihe aus Frankfurt. Sehr schön werden dabei die intimeren Passsagen sensuell ausgespielt, während Weigle die groß angelegten Orchesterpassagen mächtig aufrauschen lässt. Der Dirigent erzielt so auf beeindruckende Weise die Einheit zwischen der Welt der kleinen Leute und den höheren Sphären. Read More →

Robert Schumann: Duette, Terzette und Quartette mit Klavierbegleitung; Christiane Libor, Peggy Steiner, Sopran,/ Anne-Theresa Moller, Mezzosopran, Henriette Gödde, Alt, Kai Kluge, Ilker Arcaygürek, Tenor, Stephan Klemm, Bass, Michael Schütze, Klavier, Claar ter Horst, Klavier und Leitung; 2 CDs Naxos 8.551381-82; Aufnahmen 01 + 03/2017, Veröffentlichung 08/2018 (112') – Rezension von Remy Franck

Von Robert Schumanns umfangreichem Œuvre sind manche Teile immer noch viel zu wenig bekannt. Dazu gehören die Gesangsduette, -Terzette und -Quartette, die auf diesem in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schumann-Netzwerk entstandenen Album zu hören sind. Nach Verlegerangaben ist es die komplette Aufnahme aller Lieder mit Klavierbegleitung. Read More →

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