Hector Berlioz: Herminie, La Captive op. 12, La mort de Cléopâtre; Lisa Larsson, Het Gelders Orkest, Antonello Manacorda; 1 SACD Challenge Classics CC72639; 2013 (48'51) – Rezension von Remy Franck

Dass die Schwedin Lisa Larsson mit ungemein viel Stilgefühl den drei auf dieser CD figurierenden Kantaten von Hector Berlioz einen genuin französischen Charakter gibt, ist nicht ihr geringstes Verdienst. Ihre flexible und extrem gut fokussierte, bei aller Strahlkraft nie schneidend kalte, sondern immer warme Stimme wird auch allen expressiven Anforderungen gerecht. Read More →

Genesis 1757; Franz Xaver Richter: Streichquartette op. 5; CasalQuartett (Corinne Chapelle, 1. Violine; Rachel Späth, 2. Violine; Markus Fleck, Viola; Andreas Fleck, Cello); 2 SACDs SoloMusica SM 184; 10/12 (116'21) – Rezension von Remy Franck

Das 1996 gegründete ‘CasalQuartett’ präsentiert ein Programm von den Anfängen des Streichquartetts mit Franz Xaver Richters Opus 5, dessen Entstehung heute noch umstritten ist. Veröffentlicht wurden die Quartette 1768, aber es gibt Hinweise darauf, dass sie eventuell wesentlich früher entstanden sein könnten, nämlich um 1756/57. Read More →

Thierry Escaich: Magic Circus - Musique de chambre avec vents; Magic Circus, Mecanic Song, Le Bal, Antiennes oubliées, Trois instants fugitifs, Ground IV, Le chant des ténèbres, Tanz-Fantasie; Eric Aubier, Axone Saxophone Quartet, Thierry Escaich, Initium Wind Ensemble, Vendôme Clarinet Quartet; 1 CD Indésens 060; 2011/13 (80'57) – Rezension von Remy Franck

Der französische Organist und Komponist Thierry Escaich (*1965) komponiert Musik, die, wenn nicht eklektisch, zumindest fantasievoll ist. Das zeigt diese randvolle CD mit acht sehr unterschiedlichen Werken, die alle etwas gemeinsam haben: französische Geschwätzigkeit, mal sehr keck, mal ernsthaft, hier pompös feierlich, dort verspielt. In den meisten Fällen ist diese Musik sehr unterhaltsam, weil Escaich, ohne die Instrumente übermässig zu strapazieren, mit seiner unerschöpflichen Klangfantasie doch ungewöhnliche Klänge aus ihnen hervorlockt. Read More →

Andrzej Panufnik: 12 Miniature Studies; Hommage à Chopin, Pentasonata, Reflections; Andrzej & Roxanna Panufnik: Modlitwa; Roxanna Panufnik: Second Home, Glo; Clare Hammond, Klavier; 1 SACD BIS 2003; 9/13 (71'29) – Rezension von Remy Franck

Während auf Schallplatte in letzter Zeit vor allem die Orchestermusik Andrzej Panufniks veröffentlicht wurde, widmet sich diese Produktion ausschließlich der Klaviermusik und bringt auch zwei Stücke der Tochter Roxanna Panufnik, ein von Vater und Tochter gemeinsam komponiertes Stück sowie ein Arrangement eines Ensemblestücks zu Gehör. Die Interpretin ist die junge britische Pianistin Clare Hammond, die damit eine wichtige Publikation in dem Jahr veröffentlicht, in dem die Musikwelt Panufniks 100. Geburtstag feiert. Read More →

French Romantic Cantatas; Luigi Cherubini: Medée (Ouverture, 4 Ah! nos peines seront communes), Circé; Xavier Boisselot: Velléda; Louis-Ferdinand Herold: Ariane; Charles-Simon Catel: Semiramis (Ouverture); Karine Deshayes, Mezzosopran, Opera Fuoco, David Stern; 1 CD Zig-Zag Territoires 22T337, 03/2013 (77’15) – Rezension von Guy Engels

Das vorliegende Programm vereint zum Teil unbekannte Komponisten und auch ein wenig bekanntes Segment französischer Vokalmusik. Namen wie Xavier Boisselot, Louis-Ferdinand Hérold oder Charles-Simon Catel sind wohl vorwiegend Insidern ein Begriff. Lediglich Luigi Cherubini dürfte einem breiteren Publikum bekannt sein. Es gibt also zunächst einmal Komponisten und ihre Werke auf dieser CD zu entdecken: kurze Opern, kleine Musikdramen, die sich größtenteils aus mythologischen Stoffen nähren. Read More →

Fernando Sor: Grande Sonate op. 25, Sonate op. 15b, Grand Solo op. 14, Grande Sonate op. 22; Ricardo Gallén, Gitarre; 1 SACD Eudora Records EUD-SACD-1401; 9/13 (74'58) – Rezension von Remy Franck

Der erste Eindruck ist der des Surround-Klangbilds. Es ist phänomenal. Ungemein natürlich und raumgebend! Voll, kräftig und warm! So kommt natürlich Riccardo Galléns Gitarrensound optimal zur Wirkung. Read More →

Hommage à trois; Werke von J. Haydn, W.A. Mozart, D. Cimarosa; William Berger, Bariton, Carolyn Sampson, Sopran, Scottish Chamber Orchestra, Nicholas McGegan; 1 CD Linn CKD 428; 7/12 (68’29) – Rezension von Guy Engels

Der südafrikanische Bariton William Berger, dessen Lebensmittelpunkt mittlerweile England ist, steht vor einer vielversprechenden internationalen Karriere. Davon zeugen nicht nur die Engagements an besten Adressen, sondern auch seine Debüt-CD mit Arien von Haydn, Mozart und Cimarosa. Read More →

Arvo Pärt: Stabat Mater; Ivan Moody: Simeron; Goeyvaerts String Trio, Zsuzsi Tóth, Sopran, Barnabás Hegyi, Countertenor, Olivier Berten, Tenor; 1 CD Challenge Classics CC 72616; 2013 (53'01) – Rezension von Remy Franck

Mit Zurückhaltung und Schlichtheit reagiert der estnische Komponist Arvo Pärt auf eine Welt, in der für ihn vieles zu schnell geht, in der vieles zu sehr in Bewegung ist, in der ruhiges Betrachten und Hören immer schwieriger werden. Das ‘Goeyvaerts String Trio’ und die drei Vokalsolisten dieser per Crowdfunding finanzierten CD geben dem Hörer die Möglichkeit, in dem halbstündigen ‘Stabat Mater’ aus dem Jahre 1985 Ruhe zu finden und sich von der rastlosen Umwelt zu befreien. Read More →

DEM ‘KRONOS QUARTET’ ZUM VIERZIGSTEN
Zum 40. Geburtstag des ‘Kronos Quartet’ haben die vier als experimentierfreudig bekannten Musiker David Harrington, John Sherba, Hank Dutt und Sunny Yang zusammen mit einigen Freunden ein höchst unkonventionelles Album produziert, ‘A Thousand Thoughts’, auf dem sie fünfzehn Stücke aus Avantgarde, Film- und Weltmusik mischen, wobei die Volksmusik den Löwenanteil erhielt. Die Arrangements sind oft von stupender Einfallskraft, und die erstaunliche Platte ist weit aus mehr als Entertainment (Nonesuch 0075597955736). Read More →

Francis Thomé: Trio en la majeur op. 121, Simple aveu, Le Rêve, Andante religioso, Clair de lune, Menuet La Vallière; Trio Thalberg (Gérard Torgomian, violon, Frédéric Borsarello, violoncelle, Alain Raës, piano); 1 CD Azur Classical AZC 118; 5/12 (64’) - Rezension von Guy Engels

Francis Thomé war Schüler von Ambroise Thomas und hat sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts u.a. einen Namen als Operettenkomponist gemacht. Seine Kammermusik darf man getrost als bescheiden umschreiben, Musik, die handwerklich korrekt gemacht ist – wie das Trio in A-Dur und die 5 Miniaturen, die das Trio Thalberg eingespielt hat. Read More →

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