Der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH hat im Rahmen einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung einstimmig beschlossen, dass die diesjährige Ausgabe der Ruhrtriennale wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann.

Die Intendantin Stefanie Carp hat diese Absage kritisiert. « Ich bedaure die Entscheidung der Gesellschafter und des Aufsichtsrats und halte die Entscheidung vor allen Dingen für viel zu verfrüht. » Natürlich habe die Gesundheit aller Beteiligten höchste Priorität, sagt Carp, aber: « Wir arbeiten seit Wochen an einem Spielplan für eine Ruhrtriennale, der alle Hygienemaßnahmen berücksichtigt hätte. In den letzten Wochen war ich mit den Künstler*innen der Ruhrtriennale viel in Kontakt. Es war beeindruckend, mit welcher enormen Kreativität und Sensibilität jeder von ihnen die Erfahrungen, die wir derzeit machen, in ihre Arbeiten hineinnahmen. Vor allen Dingen aber auch, wie kreativ und flexibel die Künstler mit den Einschränkungen umgegangen sind bzw. wären. Wir hätten erstaunliche und unvergessliche Kreationen erleben können. Diese Chance ist leider durch voreiliges Absagen verspielt worden. »

Mittlerweile gilt auch als sicher, dass die umstrittene Stefanie Carp beim Festival nicht verlängert wird. Ihr Vertrag laufe Ende September wie geplant aus, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Kulturministeriums auf Anfrage.

 

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