Philharmonie Luxembourg
(c) Wade Zimmermann

Unter dem Motto ‘Net ouni meng Musek’, zu deutsch ‘Nicht ohne meine Musik’, hat die Philharmonie Luxembourg heute Morgen ihr Programm 2021/22 vorgestellt. « Auch wenn Luxemburg in den vergangenen Monaten nicht vollends ohne Live-Musik auskommen musste, so blicken wir doch mit großer Hoffnung und Vorfreude auf die kommende Saison, » sagte Intendant Stephan Gehmacher.

Nach einer Saison von Absagen und Corona-gerechten Konzerten mit einem Minipublikum sollen die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Herbert Blomstedt am 4. September die Saison in Luxemburg-Kirchberg eröffnen.

Das Philharmonische Orchester Luxemburg (OPL) spielt dann am 16. September unter Chefdirigent Gustavo Gimeno. Mit der Sopranistin Diana Damrau wird das OPL Werke von Anton Webern, Richard Strauss und Igor Strawinsky auffühn.

Gustavo Gimeno
(c) Marco Borggreve

Für Gimeno steht französische und italienische Musik im Mittelpunkt der kommenden Saison: « Es gibt diese große Affinität und Geschichte des Orchesters mit französischer Musik, wobei bestimmte Komponisten fehlen. Deshalb haben wir eine CD mit Werken von César Franck aufgenommen und werden neben Messiaen auch die Erste Symphonie von Henri Dutilleux spielen. Und nach mehreren Opernproduktionen mit Rossini und Verdi führen wir nun Puccinis Messa di Gloria auf. »

Isabelle Faust
(c) Felix Broede

In der kommenden Saison wird die Philharmonie zwei weibliche Artists in Residence haben, die Violinistin Isabelle Faust und die Mezzosopranistin Joyce DiDonato. Faust wird mit dem OPL nicht nur das Violinkonzert von Benjamin Britten spielen, sondern auch den Auftakt für ein neues Konzertformat geben, bei dem sich herausragende Künstlerinnen und Künstler im Anschluss an ein Konzert stilistisch von einer anderen Seite zeigen. Auch kammermusikalisch wird Isabelle Faust zu hören sein.

Joyce DiDonato
©J osef Fischnaller

Die US-Amerikanerin Joyce DiDonato präsentiert zunächst ihr Programm Songplay, bevor sie sich Händels Oratorium Theodora widmet.

Ein weiteres Thema der Philharmonie ist britische Musik. Es werden u.a. britische Ensembles und Orchester wie etwa Choir of St John’s College Cambridge, Chamber Orchestra of Europe oder das London Symphony Orchestra unter Simon Rattle auftreten, und in weitere Programmen fließt ebenfalls britische Musik ein. Die Philharmonie hat somit den britischen Brexit-Speer im Fliegen über dem Großherzogtum abgefangen.

Rolando Villazon wird sich im Rahmen seiner moderierten Konzerte mit Vertonungen des Werks von William Shakespeare befassen. Daneben sind Künstler aus aller Welt, zu Gast, es wird Jazz und Weltmusik zu hören sein, sowie Ciné Concerts mit spannenden Filmen.

Das Festival ‘rainy days’ feiert, aufgrund der Pandemie um ein Jahr verschoben, seinen 20. Geburtstag mit einer ganzen Reihe an Konzerten mit zeitgenössischer Musik.

Im Programm von Philharmonie und OPL sind traditionsgemäß auch viele Konzerte für junge Menschen geplant.

Aufgrund der aktuellen Situation werden die Abonnements der Saison 2021/22 in einer gesonderten Publikation vorgestellt.

Alle Infos zur Saison gibt es hier: https://www.philharmonie.lu/de/programm/saison2020-21

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