Marc-André Hamelin (r.) und Intendant Franz Xaver Ohnesorg
Photo: KFR/Peter Wieler

Der frankokanadische Pianist Marc-André Hamelin erhielt am Sanstag den diesjährigen Preis des Klavier-Festivals Ruhr. Die Ehrung erfolgte im Rahmen eines Konzerts in der Philharmonie Essen.  Dabei spielte der Künstler Sonaten von Nicolai Medtner und Johannes Brahms sowie eine Eigenkomposition, die er im Auftrag des Klavier-Festivals Ruhr zu dessen 25-jährigem Jubiläum schrieb. Der Ehrenpreis wurde von Intendant Franz Xaver Ohnesorg ins Leben gerufen, um außerordentliche pianistische Leistungen zu würdigen oder einen Pianisten für sein Lebenswerk auszuzeichnen.

Über das Spiel des Frankokanadiers sagte der Musikkritiker Wolfram Goertz in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung: « Hamelin lässt einen vergessen, dass der Mensch nur zwei Hände hat. Seine Passion und sein Genie bestehen darin, dass er mild lächelnd erst da mit dem Üben beginnt, wo andere keuchend kapitulieren. » Dabei sei seine technische Überlegenheit stets nur Mittel zum Zweck: « Seine Kunst kennt keine Abfallprodukte, sie produziert keine Schlacke. »

 

  • Pizzicato

  • Archives