Sergei Prokofiev: Chout, op. 21, Le Pas d'Acier op. 41, The Prodigal Son op. 46, Roméo et Juliette op. 64, Cinderella op. 87, On the Dnieper op. 51, The Tale of the Stone Flower op. 118, Roméo et Juliette (Suite Nr. 2 op. 64b; USSR Ministry Of Culture Symphony Orchestra, Bolshoi Theatre Orchestra, Bolshoi Theatre Brass Band, Grand Symphony Orchestra of All-Union National Radio Service and Central Television Networks, Bolshoi Theatre Brass Ban, Moscow Philharmonic Symphony Orchestra, Gennady Rozhdestvensky, Sergei Prokofiev; 9 CDs Melodiya MELCD1002430; Aufnahmen 1938-1990, Veröffentlichung 04/2016 (579') - Rezension von Remy Franck

Alle Prokofiev-Ballettaufnahmen von Gennady Rozhdestvensky hat Melodiya in einer Box vereinigt und damit ein Schatzkästlein der besonderen Art realisiert.

Ich habe immer bedauert, dass die Einspielung von ‘Roméo et Juliettte’ nur in einer klanglich dürftigen Monoaufnahme vorlag, aber das prägnante Remastering macht sie schon viel besser. Interpretatorisch gehört Rozhdestvenskys Einspielung in die Referenzklasse. Das ‘Bolschoi Orchester’ spielt sehr engagiert, und der Dirigent differenziert die Partitur, wie es nur die wenigsten seiner Kollegen getan haben.

Zweifellos aber ist die ‘Cinderella’-Aufnahme die absolute Spitzenproduktion in dieser Box. Gegenüber diesem funkelnden orchestralen Feuerwerk, in dem auch die ‘dunkle Asche’ ihren Platz hat, kann keine andere Interpretation mithalten. So kontrastreich, so stringent, so dramatisch hat kein anderer Dirigent diese Partitur aufbereitet,

Auch die Ballettmusiken ‘Le Pas d’acier’, ‘Le Fils Prodigue’ und die übrigen Stücke dieser luxuriösen Box werden von Rozhdestvenskys faszinierend dargeboten. Als eine Art Bonus gibt es noch eine CD mit einer etwa halbstündigen Einspielung der 2. Orchestersuite aus ‘Roméo et Juliette, mit den Moskauer Philharmonikern unter der Leitung des Komponisten, aufgenommen im Jahre 1938.

Melodiya proposes a box with the recording of the ballet music by Sergei Prokofiev in mostly thrilling performances conducted by Gennady Rozhdestvensky. The highlights are a finely shaped, well differentiated interpretation of Romeo and Juliet, and the sparkling Cinderella, a performance which has never been topped by any other conductor.

 

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