Farinelli, A Portrait - Live in Bergen; Arien aus den Opern von Riccardo Broschi, Nicolo Porpora, Geminiano Giacomelli, Johann Adolf Hasse, Leonardo Leo, Georg Friedrich Händel; Ann Hallenberg, Mezzosopran, Les Talens Lyriques, Christophe Rousset; 1 CD Aparté AP 117; Stereo; Aufnahme 05/2011, Veröffentlichung 2016 (61'09) – Rezension von Manuel Ribeiro

Zum Thema Farinelli gab es in den letzten Jahren verschiedene Aufnahmen mit Arien aus Opern von Porpora, Händel und anderen, beispielsweise mit Philippe Jaroussky oder anderen Countertenören, sowie auch Cecilia Bartoli.

Auch die schwedische Mezzosopranistin Ann Hallenberg hat sich diesem Thema gewidmet. Das Barockrepertoire ist für die Sängerin keine Seltenheit, sondern eher eine Spezialität.

Diese CD enthält eine Live-Aufnahme aus Bergen, entstanden im Jahre 2011. Nach so viele Produktionen mit bekannten Kastratenarien, muss man sich die Frage stellen, welchen Mehrwert sie bringt. Sollten die Kastratenarien von Frauen gesungen werden oder exklusiv von Countertenören?

Die Antwort bleibt Geschmacksache, denn im Stimmtimbre unterscheiden sich Frauen und Countertenöre doch sehr. Fakt ist, dass Ann Hallenberg mit ihrer dunkleren Mezzo-Stimme uns ein sehr eigenes Klangspektrum liefert.

Hallenbergs Verzierungen sind elegant. Weitere Vorzüge sind die Flexibilität und die Leichtigkeit, mit der sie die Arien meistert. Das ist zum Teil schon verblüffend. Irritierend ist das übermäßige Vibrato. Ein Philippe Jaroussky ist in einem ähnlichen Programm sensibler und bietet mehr Kontrast in Dynamik, Tempi und Rubati.

Mezzo-soprano Ann Hallenberg sings arias written for Farinelli. Techically her singing is amazing. There is a lot of elegance and flexibility, with gorgeous coloraturas. On the other hand, her vibrato can be annoying.

 

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