Die Deutsche Orchestervereinigung beobachtet mit Sorge die Lage der Beschäftigten am Theater Trier und ermahnt in einem Offenen Brief die politisch Verantwortlichen « zukunfstfeste Lösungen » für eine gesicherte Zukunft des Hauses zu finden. Wortwörtlich heißt es in dem Text.

 « Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Leibe!

 Mit großer Besorgnis und Entrüstung beobachten wir seit Langem die katastrophalen Entwicklungen am Theater Trier. Das immer größer werdende Haushaltsloch und die fortwährenden Querelen am Theater verunsichern die Beschäftigten in hohem Maße. Sie und das Theater brauchen eine gesicherte Zukunft.

 Bereits im Jahr 2014 plädierten wir dafür, die Theaterleitung mit einer Doppelspitze zu besetzen. Eine mehrköpfige Leitungsstruktur fördert Transparenz bei Entscheidungen und Arbeitsabläufen und ist ein Kontrollkorrektiv. Eben dies schien dem Theater zu fehlen.

 Für eine funktionierende Kulturpolitik ist es unumgänglich, dass die Belange der Beschäftigten berücksichtigt werden. Die mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen Woche für Woche weitere Hiobsbotschaften lesen. Dies ist ein nicht haltbarer Zustand. Es muss nicht allein eine Aufklärung der Vorkommnisse stattfinden. Jetzt müssen auch endlich Perspektiven geschaffen werden. Wir fordern Sie auf, zukunftsfeste Lösungen für das Theater und seine Beschäftigten zu entwickeln und diese schnellstmöglich umzusetzen! »

 

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