Wolfgang A. Mozart: Oboenquartett KV 370; Joseph Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze; Hansjörg Schellenberger, Oboe, Daniel Giglberger, Violine, Hariolf Schlichtig, Viola, Wen-Sinn Yang, Cello; 1 CD Campanella Musica C 130199; 4/12 (58’37) – Rezension von Guy Engels

Ist es klug, Haydns ‘Sieben letzte Worte’ ein Quartett von Mozart voranzustellen? In dieser Kombination beraubt man Haydns Komposition ihres eigentlichen sakralen Charakters und tut sie als gängige Kammermusik ab. War es eine gute Idee von Hansjörg Schellenberger, das Werk für Oboe und Streichertrio einzurichten? Mit diesem Kunstgriff entzieht der Arrangeur der Passionsmusik ein großes Maß an Intimität.

Lässt man diese, nicht unwesentlichen Vorbehalte außer Acht, erleben wir ein sehr stimmiges Musizieren, beginnend mit einer erfrischend spielfreudigen Mozart-Interpretation. Auch Joseph Haydns eher ungewohnten Musik zum Karfreitag ist ein intensives, die jeweiligen Erlöserworte unterstreichenden Musizieren nicht abzusprechen. Dennoch ist der Streichquartettbesetzung der Vorzug zu geben.

Beyond the quality of the performances, the essential question is whether it was correct to combine Mozart’s Oboe Quartet with a transcription for oboe and string trio of Haydn’s ‘Seven Last Words’ which unfortunately loses here a lot of it’s sacral character.

 

  • Pizzicato

  • Archives