Giuseppe Verdi: Otello; José Cura (Otello), Dorothea Röschmann (Desdemona), Carlos Álvarez (Iago), Benjamin Bernheim (Cassio), Christa Mayer (Emilia), Georg Zeppenfeld (Lodovico), Csaba Szegedi (Montano), Gordon Bintner (Herald), Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann; Inszenierung: Vincent Boussard; Stereo & Surround; Bild 16:9; 1 Blu-ray C Major 740008; Liveaufnahme 2016, Veröffentlichung 04/2017 (147') - Rezension von Remy Franck

Wie kann ein Dirigent wie Thielemann solch einen miserablen Sänger für die Titelrolle des ‘Otello’ akzeptieren? José Cura heult seine Rolle über die Salzburger Festspielbühne, dass einem schlecht wird und die Milch im Umkreis von 3 Kilometern umgeht.

Aber ist das wirklich wichtig, wenn Thielemann einen orchestral so breiten und unitalienischen Verdi dirigiert? Mit einer Dorothea Röschmann, die zwar gut singt, aber keine Desdemona ist, mit einem Iago von Carlos Alvarez, dessen Zeit auch schon abgelaufen ist, und einem Georg Zeppenfeld, dessen Lodovico nicht wirklich Bedeutung erlangt?

Und die Inszenierung: sie beruht auf Projektionen und Lichtspielereien, ohne wirkliche Personenführung und ohne dramaturgische Schärfung der Charaktere.

There is nothing Verdian in this Otello. Thielemann gives the opera a rather German touch, even if the Staatskapelle Dresden is technically excellent. Besides the horribly howling Cura as Otello, most of the other singers are not fist class either. The staging is relying on video effects rather than on a well-conceived artistic direction.

 

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