Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr. 21 C-dur KV 467, Felix Mendelssohn: Klavierkonzert Nr. 2; Danae Dörken, Royal Northern Sinfonia, Lars Vogt; 1 SACD Ars Produktion 38210; Aufnahme 01/2014, Veröffentlichung 05/2016 (ca 51') – Rezension von Remy Franck

Die Gefühlswelten, die der erste Satz aus Mozarts 21. Klavierkonzert durchläuft, sind einem Brahms würdig. Zwischen Zurückhaltung und drängendem Aufbruch gibt es viele Zwischenstufen, die in Danae Dörkens Interpretation gut herauskommen. Das notturnohafte Andante erklingt mit viel Fragilität, während der letzte Satz in verspielterer Leichtigkeit mit viel Gestaltungsfantasie formuliert wird.

Die Mozart-Aufnahme finde ich klanglich etwas unausgeglichen, mit viel mulmigem Bass im rechten Teil des Klangbilds. Bei Mendelssohn ist das etwas weniger prononciert, aber auch dieser Klang entspricht nicht dem Arts-Standard. Möglicherweise war die Saal-Akustik in Sage Gateshead schwer in den Griff zu kriegen.

Der quirlig-drängende erste Satz von Mendelssohns Zweitem Konzert führt zu einem fein nuancierten Adagio, während das Finale den Untertitel Presto scherzando wohl nicht oft so treffend trug wie in dieser Aufnahme. Er wird zum fulminant farbigen Klangfeuerwerk.

Here we have musically successful performances with a lot of colours and nuances, some darker thoughts in the Mozart, fine poetry too and plenty of passion and energy, even joyousness in the 467’s Finale and in the Mendelssohn.

 

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