Der Konflikt zwischen dem Kuratorium der Salzburger Festspiele und Intendanten Markus Hinterhäuser ist eskaliert, und der Ausgang ist ungewiss. Nachdem zunächst das Angebot des Kuratoriums nicht publik geworden war, scheint jetzt festzustehen, dass das Gremium Hinterhäuser eine Verlängerung seines Vertrags nur bis September 2027 (und nichtr, wie geplant, bis 2031) anbot. Zudem sieht das Angebot vor, dass Hinterhäuser für diese Zeit seine Favoritin Karin Bergmann zur Schauspielchefin bestellen kann.
Eine gemeinsame Erklärung vom Intendanten und dem Kuratorium kam trotz Vermittlungsversuchen nicht zustande, denn die Sitzung sei eskaliert, Hinterhäuser habe das Aufsichtsgremium « provoziert“. Das Kuratorium wirft Hinterhäuser einen massiven Vertrauensbruch vor.
Es gab auch Kritik an der Programmgestaltung: Stimmen aus dem konservativen Lager kritisierten in der Vergangenheit Inszenierungen, die als politisch motiviert empfunden wurde. Hinterhäuser wird auch vorgeworfen, uneinsichtig an Teodor Currentzis und dessen Orchester MusicAeterna festgehalten zu haben, obwohl dieses durch von der EU sanktionierte russische Banken (wie die VTB) finanziert wurde.
Die ehemalige Schauspielchefin Marina Davydova äußerte nach ihrem Abgang massive Kritik an Hinterhäusers autoritärem Führungsstil und warf ihm persönliche Instabilität vor.
Kritiker werfen ihm vor, zu empfindlich auf journalistische Hinterfragung zu reagieren und eine Debattenkultur zu führen, die als autoritär wahrgenommen wird. In diesem Zusammenhang versuchte der Intendant, Kritiker durch Prozesse einzuschüchtern.


















