Pizzicato-Mitarbeiter Alain Steffen berichtet vom Konzert des Orchestre Place de l’Europe (OPE) im Echternacher Trifolion.
Diesmal hatten Dirigent Benjamin Schäfer und seine dynamischen Amateurphilharmoniker ein amerikanisches Programm zusammengestellt. Den Auftakt machte Aaron Coplands Fanfare for the Common Man für vier Hörner, drei Trompeten, drei Posaunen, Tuba, Keddelpauke, Tamtam und Schlagzeug, ein an sich gefährlicher Konzertbeginn für die Blechbläser, müssen sie doch sofort auf den Punkt kommen. Das gelang den OPE-Bläsern dann auch recht ordentlich.

Benjamin Schäfer
Es folgte – wie Benjamin Schäfer es ankündigte – ein kubanischer Hüftschwung, und zwar mit der Cuban Overture von George Gershwin, den die Musiker des OPE mit viel Spielfreude meisterten und sich sofort als eingespieltes Team zeigten. Überhaupt hatte man den Eindruck, dass die Musiker des Orchesters zusammengewachsen sind und auch komplexere Werke wie Kay Westermanns Konzert für Marimba (mit Jan Westermann, dem Sohn des beim Konzert anwesenden Komponisten, als Solisten) und Charles Ives Variations on Amerika, hier in der Bearbeitung von William Schuman, mühelos bewältigen.
Westermanns dreisätziges Konzert stellt große Ansprühe an den Solisten und fordert auch die Orchestermusiker heraus. Es fiel beispielsweise auf, dass alle Solopulte an diesem Abend sehr gut besetzt waren und dass vor allem der gesamte Streicherapparat viel an Homogenität, Sicherheit und Klangschönheit gewonnen hat. Somit wurde auch das für die damalige Zeit avantgardistische Ives-Werk zu einem akustischen Genuss.
Benjamin Schäfer machte es sichtbar Freude, mit seinem Orchester zu musizieren. Mit viel Engagement agierte er sicher und klar in der Taktgebung, das OPE dankte es ihm mit einer fulminanten Orchesterleistung, die im abschließenden An American in Paris von George Gershwin ihren grandiosen Abschluss fand.
Das Publikum war zu Recht begeistert, so dass die Musiker noch mit Mambo aus Leonard Bernsteins West Side Story als krönender Zugabe das Konzert nun definitiv beendeten.
















