Das fünfte Album der Reihe mit den Symphonien von Mozart bietet eine aus dem Jahr 1768, zwei von 1773 sowie die drittletzte in Es-Dur KV 543. Diese, von 1788, steht nicht nur im Schatten der beiden ungleich häufiger zu hörenden Werke KV 550 und KV 551, sondern ist für die späten Symphonien unüblicherweise ohne Oboe besetzt. Die Auswahl beleuchtet den Stil Mozarts in verschiedenen Phasen seines Lebens.
Die bestens aufeinander eingespielten Partner, das Folkwang Kammerorchester Essen und Dirigent Johannes Klumpp, bieten wiederum ihre gefeilt beachtenswerte Sicht auf diese Werke dar.
Das Ensemble, das auf der Grundlage des Folkwang-Gedankens, wonach Kunst und Leben versöhnbar seien, spielt, bereitet Abschlussstudenten nordrhein-westfälischer Musikhochschulen wie ein Sprungbrett auf das spätere Berufsleben als Musiker vor. Davon zeugen homogen artikulierende Streichergruppen mit warmem Klang, formidable Holzbläser und auch sonst tadellos disponierte Instrumentalstimmen, die eng miteinander dialogisieren.
Immer wieder lässt Klumpp Akzente setzen und Konturen formen, wodurch er der Musik Gestaltungen vermittelt, die sie vor einem seichten Dahinsäuseln bewahrt. Hier entsteht das Hörbild eines quirligen jungen Komponisten, der beschwingt und auch mal turbulent seine Kreise zieht und zeichnet. Doch auch, etwa im Kopfsatz der 23. Symphonie, mag schon für einen akustischen Blitz lang der Don Giovanni aufleuchten.
Die späte Es-Dur Symphonie, falls man bei Mozart überhaupt von spät sprechen mag, zeigt dann die Umsetzung des Folkwang-Gedankens. Hier wird die Musik, also die Kunst mit dem Leben verwoben. Die jungen Interpreten widmen sich mit spritziger Hingabe als sehr gut ausgebildete Musiker der Interpretation, wobei manche Formulierung bei größerer Erfahrung vielleicht auch eine noch subtilere Gestaltung bekommen hätte.
This album, the fifth in the series featuring Mozart’s symphonies, includes one from 1768, two from 1773, and the third-to-last in E-flat major, K. 543. The latter, from 1788, is not only overshadowed by the two much more frequently heard works K. 550 and K. 551, but is also unusually unaccompanied by oboe(s) for the late symphonies. This selection highlights Mozart’s style in different phases of his life.
The Folkwang Chamber Orchestra Essen and conductor Johannes Klumpp, who are perfectly attuned to each other, once again offer their polished and remarkable interpretation of these works. The ensemble, which plays on the basis of the Folkwang idea that art and life can be reconciled, prepares final-year students at North Rhine-Westphalian music colleges for their future careers as musicians. This is evidenced by the homogeneous articulation of the string sections with their warm sound, the formidable woodwinds, and the impeccably arranged instrumental parts that engage in close dialogue with one another.
Klumpp repeatedly sets accents and shapes contours, giving the music a structure that prevents it from becoming a shallow murmur.
The result is the auditory image of a lively young composer who moves and draws his circles in an exuberant and sometimes turbulent manner. But even in the first movement of the 23rd symphony, Don Giovanni may flash into view for an acoustic moment.
The late E-flat major symphony, if one can speak of late at all in Mozart’s case, then shows the implementation of the Folkwang idea. Here, music, i.e., art, is interwoven with life. The young performers, as highly trained musicians, devote themselves to the interpretation with lively dedication, although some formulations might have been given an even more subtle treatment with greater experience.
















