Berliner Philharmoniker und Herbert von Karajan Vol. 2, 1970–1979 live in Berlin; Werkliste am Ende des Beitrages / List of works at the end of the article); # BPHR 250571; Solisten, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan; Aufnahmen 1970-1979, Veröffentlichung 30.01.2026 - Rezension von Remy Franck ** (For English please scroll down)

Das Programm dieses zweiten Bandes mit Karajans Berliner Liveaufnahmen erstreckt sich von 1970-1979. Es beginnt mit einer sehr einfühlsamen, bewegenden Interpretation von Vivaldis Sinfonia für Streicher h-Moll, Al Santo Sepolcro. Darauf folgt das Violinkonzert von Sibelius mit einem im Vergleich zur Studioaufnahme viel spontaner und freier spielenden Christian Ferras.

Karajan seinerseits dirigiert gefühlvoller, leidenschaftlicher, aber das Orchester klingt nicht so gut, nicht so transparent und präsent wie in der Studioaufnahme.

Das hier länger dauernde  Adagio ist weniger spannend, und ich empfinde die Darbietung als mühsam. Karajan bleibt auch im dritten Satz etwas zurückhaltend, während Ferras tänzerisch und kraftvoll brilliert.

Weitaus grellere Farben prägen Stravinskys Sacre du printemps, der in diesem Livemitschnitt viel moderner farbiger und schärfer klingt als in der Studioaufnahme, auch ekstatischer und spannungsloser. Bei genügender Lautstarke wird die Musik physisch erlebbar und sorgt, explosiv, orgiastisch, für schnellen Atem und eine kräftige Gänsehaut.

Es folgt eine schlanke, federnd kraftvolle Aufführung der Dritten Symphonie von Mendelssohn.

Sensuelle Darbietungen vom Prélude à l’après-midi d’un faune und der zweiten Daphnis et Chloé-Suite führen zu einer Fünften Bruckner, die weder vom Dirigenten noch vom Orchester zu einer Glanzleistung gezählt werden kann. Das gilt auch für Mozarts 41. Symphonie.

Exzellent, effektvoll und orchestral virtuos folgt dann die Fünfte von Tchaikowski, grosso modo ähnlich der Studioproduktion aus dieser Zeit.

Schuberts Achte, die Unvollendete, erklingt in einer packend ausdrucksvollen Interpretation mit Passagen, wo der Zuhörer den Atem anhält.

Pendereckis Capriccio für Violine und Orchester, noch ganz der Avantgarde verpflichtet, steht etwas verloren zwischen dieser Achten und Mussorgksys Bildern einer Ausstellung. die weder Karajan noch dem Orchester zum Ruhme gereichen. Auch auf das schlecht aufgenommene Mozart-Konzert mit Pommier kann man verzichten.

Wie schon auf der Deutsche Grammophon-Platte von 1974 kann auch hier Herbert von Karajans Aufnahme von Schönbergs Pelléas et Mélisande als herausragend bezeichnet werden. Überwältigende Klangfarben und eine stark atmosphärische Dramatik geben dieser Interpretation den Status einer Referenzeinspielung. Gleiches kann von der Aufnahme der Musik für Streicher, Schlagzeug und Celesta von Bartok gesagt werden, ein Stück das immer zu Karajans Topinterpretationen gehörte und hier besonders stimmungsvoll geraten ist.

Weniger wichtig und auch nicht wirklich herausragend ist Dvoraks Neue Welt-Symphonie.

Die drei Stücke aus Bergs Lyrischer Suite gibt es in einer tontechnisch besseren Aufnahme bei DG, aber Karajan ist hier deutlich spontaner und implizierter. Das gilt auch für Bergs 3 Stücke für Orchester und Schönbergs Fünf Sätze für Streichorchester, die im weiteren Programm enthalten sind.

Atemberaubend in Kontrasten sowie Spannungsauf- und abbau ist auch die Aufführung der Vierten Bruckner. Diesen Grad an Innenspannung und geistiger Vertiefung hat Karajan in keiner seiner Studioproduktionen erreicht. Die Dosierung des Beginns vom vierten Satz ist geradezu genial. Überhaupt ist dieses Finale ein Musterbeispiel dessen, was Karajans Suggestivkraft ausmachte.

Der Konzertmitschnitt der Strauss-Metamorphosen steht der Studioproduktion in nichts nach: die Interpretation ist geprägt von einem kontinuierlichen Fluss der Musik und emotionaler Tiefe.

Die Liveaufnahme von Also sprach Zarathustra mag nicht so perfekt abgemischt sein, wie das der Fall war, wenn  Karajan selber am Mischpult saß, aber sie ist noch etwas sensueller und auch tiefschürfender als die Studioproduktion.

Mozarts Sinfonia Concertante lebt von der Qualität der Berliner Solisten.

Die Aufnahme der 5. Symphonie von Sibelius zeigt einmal mehr den orchestralen Reichtum und die atmosphärische Dramatik, die Karajan in dieser Musik entfachen konnte.

Er hängt nicht mehr so sehr am geglätteten Klangbild, wie er es einst bevorzugte. Das bekommt der Atmosphäre hervorragend. Man hat den Eindruck, als sei das Werk frisch gestrichen worden. Die 1967-er Aufnahme war schon spannungsvoller als die erste bei EMI. Die Liveaufnahme verfügt über etwas anderes, was ihr einen ungemein großen Plus gibt: die Fiebrigkeit des Klangs, das warme Vibrieren, das einem den Eindruck gibt, als säße man mitten im Orchester drin.

Die zweite Aufnahme der Fünften von Bruckner ist in allen Hinsichten besser als die erste dieser Kollektion und das sowohl strukturell, als auch technisch und von großer Vitalität.

Zusammen mit den Berliner Philharmonikern, die ganz herrlich musizieren, erstellte der Maestro eine hochkarätige Aufnahme, die man nur empfehlen kann. Die Darstellung des komplexen kompositorischen Geschehens gelingt ihm sehr gut. Das Feierliche gelingt ihm ohne Pathos, die Pianissimostellen sind wunderbar, die Nuancen erregend, und besonders die charakteristischen Schwing- und Schwebezustände zeichnen die Interpretation aus. Eine der eindringlichsten Aufnahmen dieser Symphonie!

Der zweite Mitschnitt der 41. Symphonie von Mozart ist nicht viel anders als der erste, aber dumpfer im Klang. Die Tempi sind etwas gemäßigter.

Das Heldenleben zeichnet sich durch das architektonisch übergreifende  Denken des Dirigenten sowie durch orchestrale Pracht und Opulenz aus, wie man sie aus den Studioproduktionen kennt. Während Karajan gefühlsmäßig viel mehr auf Distanz geht, ergibt sich der Reiz seiner Interpretation aus den musikalischen Kontrasten, aus seinem Sinn für musikalische Strukturen und Zusammenhänge, aus dem großen Atem und der Innenspannung auch, mit denen er das Werk wirklich mitreißend gestaltet.

Gerhard Wimberger (1923 – 2016) ist der erste zeitgenössische Komponist in dieser Sammlung. Karajan dirigiert Plays für 12 Solo-Violoncelli, Bläser und Schlagzeug, ein komplexes, aber effektvolles Werk, das nie wirklich ein Repertoirestück wurde.

In der Symphonie Fantastique von Berlioz lässt Karajan die Suggestion spielen elegant, raffiniert und kraftvoll.

Werner Hermann Walter Thärichen (1921 – 2008) war Solopauker bei den Berliner Philharmonikern und Komponist. Er hat später in einem Buch sehr schlecht über Karajan geschrieben, der aber immerhin sein Stück Batrachomyomachia op. 55 (oder: der Paukerkrieg) für zwei Solotimpanisten, Gesang, Kammerchor und Orchester am 25. September 1977 uraufführte. Es ist ein skurriles, aber effektvolles Werk.

Dann folgt die zweite Liveaufnahme des Sacre du Printemps. Sie ist nicht weniger mitreißend als die erste, vielleicht sogar noch effektvoller. Fesselnder, elektrisierender kann man dieses Werk nicht gestalten, instrumental perfekter geht es mit absoluter Sicherheit auch nicht, ein durchsichtigeres Klangbild schaffen in Vergleichen weder ein anderes Orchester noch ein anderer Dirigent.

Die Soloinstrumente, hier gespielt von Thomas Brandis und Ottomar Borwitzky, also zwei Berliner Philharmonikern, kommen sehr zur Geltung im Doppelkonzert von Brahms, das in diesem Livemitschnitt brillanter klingt als in der kammermusikalisch fein dirigierten Aufnahme mit Anne-Sophie Mutter und Antonio Meneses.

Es folgt eine schwelgerisch-lyrische im Finale auch zupackend dirigierte  Zweite Brahms.

Mahlers Das Lied von der Erde ist in dem Livemitschnitt nicht nur wegen anderer Sänger anders als die Studioaufnahmen mit Christa Ludwig und René Kollo: In den dramatischen Passagen ist der Dirigent nervöser schärfer und kraftvoller, in den ruhigen Liedern bewegend ausdrucksvoll. Der Tenor Hermann Winkler zeigt echte Heldentenor- Qualität, Agnes Baltsa ist in Bestform.

Orchestral prachtvoll mit faszinierend kristallklaren nordischen Texturen:  die 4. Symphonie von Jean Sibelius lebt von der Tiefe des Ausdrucks und der Exzellenz des Orchesters.

Eine für Karajan ‘handelsübliche’ Siebte Beethoven zeigt den Dirigenten und sein Orchester in einer von der ersten bis zur letzten Minute spannenden, inspirierten und großartig gespielten Aufführung.

In der Box enthalten sind auch Bachs Brandenburgische Konzerte Nr. 3 und 4, die fernab jeder historisch geprägten Aufführungspraxis durch einen unvergleichlichen musikalischen Reichtum und eine große Transparenz auffalten. Auch ausdrucksmäßig bieten sie viel mehr als man gewohnt ist. Karajan projiziert eine Menge an Gefühl in diese Werke.

Dvoraks Achte Symphonie ist Karajan nie besser gelungen als 1961 in der Decca-Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern. Der Livemitschnitt hat viel Bewundernswertes, aber er kann mit dem musikantischen Lyrismus und den Farben der Wiener Einspielung nicht mithalten.

Schumanns Vierte Symphonie beginnt mit einem temperamentvollen ersten Satz, perfekt fließend und mit subtilen Tempoveränderungen, die die Musik ungemein stark beleben. Nach einer betörend lyrischen Romanze folgen, kraftvoll rustikal, das Scherzo, tänzerisch beschwingt das Finale.

Der Pianist Mark Zeltser hat mit Karajan, Mutter und Ma für DG Beethovens Tripelkonzert aufgenommen. Hier ist er in Tchaikovskys Klavierkonzert zu hören, virtuos, aber auch nuancenreich, teils auch sehr eigenwillig in den langsamen Tempi und dem gefühlvollen Ausloten der Musik.

Der erste Satz von Beethovens Dritter Symphonie, der Eroica, ist charakteristisch für ihren kontinuierlichen Fluss. Die Musik bleibt nie stehen. Auch wenn das Tempo zurückgenommen wird, fließt sie unaufhörlich wie ein Boot auf einem strudelnden Bach. Dieser Sog ist für den Hörer ein total beglückendes Erlebnis, zu dem die Holzbläser das ihre beitragen.

In diesem Livemitschnitt, in dem Karajan, außer im dritten Satz, allenthalben viel schneller dirigiert als in der Berliner DG Aufnahme von 1963 – es sind fast zwei Minuten im 2. Satz – wird die Musik dafür nicht weniger bewegend. Die beiden Sätze sind stupend in ihrem fein ziselierten Drive.

This second volume of Karajan’s live recordings in Berlin spans the years 1970–1979. It opens with a sensitive and moving interpretation of Vivaldi’s ‘Sinfonia for Strings in B minor, Al Santo Sepolcro’. This is followed by Sibelius’s Violin Concerto, in which Christian Ferras plays with greater spontaneity and freedom than in the studio recording.

Karajan, for his part, conducts with more feeling and passion. However, the orchestra does not sound as good as it does in the studio recording: it is neither as transparent nor as present.

The Adagio is longer here and less exciting; I find this performance laborious. Karajan remains somewhat reserved in the third movement, whereas Ferras shines with his powerful, dance-like performance.

Far brighter colors characterize Stravinsky’s Sacre du printemps, which sounds much more modern, colorful, and sharper in this live recording than in the studio recording, as well as more ecstatic and less tense. At sufficient volume, the music becomes a physical experience, explosive and orgiastic, causing rapid breathing and powerful goose bumps.

This is followed by a lean, springy and powerful performance of Mendelssohn’s Third Symphony.

Sensual performances of Prélude à l’après-midi d’un faune and the second Daphnis et Chloé suite lead to Bruckner’s Fifth, which cannot be counted among the conductor’s or orchestra’s finest achievements. The same applies to Mozart’s Symphony No. 41.

Next is Tchaikovsky’s Fifth, performed with excellent orchestral virtuosity and much effectiveness, similar to the studio production from that period. 

Schubert’s ‘Unfinished’ Symphony is performed with gripping expressiveness, leaving the listener breathless in places.

Penderecki’s Capriccio for violin and orchestra is still very much committed to the avant-garde and seems somewhat lost between Karajan’s Eighth and his recording of Mussorgsky’s Pictures at an Exhibition. Neither work does the orchestra credit. The poorly recorded Mozart concerto with Pommier is also dispensable.

As on the 1974 Deutsche Grammophon recording, Herbert von Karajan’s recording of Schoenberg’s Pelléas et Mélisande can also be described as outstanding here. Overwhelming timbres and a strongly atmospheric drama give this interpretation the status of a reference recording. The same can be said of the recording of Bartok’s Music for Strings, Percussion, and Celesta, a piece that has always been one of Karajan’s top interpretations and is particularly atmospheric here.

Less important and not really outstanding is Dvorak’s New World Symphony.

Although the three pieces from Berg’s Lyric Suite are available in a higher-quality recording on DG, Karajan’s performance is much more spontaneous and engaging. The same applies to Berg’s Three Pieces for Orchestra and Schoenberg’s Five Movements for String Orchestra, which are also included in the program.

The performance of Bruckner’s Fourth Symphony is breathtaking, with its contrasts, build-up, and release of tension. Karajan never achieved this level of inner tension or spiritual depth in any of his studio recordings. The pacing at the beginning of the fourth movement is brilliant. This finale is indeed a prime example of what made Karajan so evocative.

The concert recording of Strauss’s Metamorphoses is in no way inferior to the studio production: the interpretation is characterized by a continuous flow of music and emotional depth.

The live recording of Also sprach Zarathustra may not be as perfectly mixed as it was when Karajan himself sat at the mixing desk, but it is even more sensual and profound than the studio production.

Mozart’s Sinfonia Concertante thrives on the quality of the Berlin soloists.

This recording of Sibelius’s Fifth Symphony once again showcases the orchestral richness and atmospheric drama that Karajan brought to this piece of music.

He no longer favors the smooth sound he once preferred. This suits the atmosphere perfectly. One gets the impression that the work has just been painted. The 1967 recording was more exciting than the first one with EMI. The live recording has an immense advantage in the feverishness of the sound and the warm vibration that gives the impression of sitting in the middle of the orchestra.

This second recording of Bruckner’s Fifth is superior to the first in this collection in every respect, both structurally and technically, and it is full of vitality.

Together with the Berlin Philharmonic, who play wonderfully, the maestro has created a top-class recording that can only be recommended. He succeeds very well in presenting the complex composition, and in conveying the solemnity without pathos. The pianissimo passages are wonderful, the nuances exciting, and the characteristic oscillations and suspensions in particular distinguish the interpretation. One of the most powerful recordings of this symphony!

The second recording of Mozart’s Symphony No. 41 is not much different from the first, but has a duller sound. The tempos are somewhat more moderate.

The Heldenleben is characterized by the conductor’s architecturally comprehensive thinking as well as by orchestral splendor and opulence, as familiar from studio productions. Although Karajan’s approach is much more emotionally detached, the appeal of his interpretation lies in the musical contrasts, his sense of musical structure and connection, and the great breath and inner tension with which he brings the piece to life.

Gerhard Wimberger (1923–2016) is the first contemporary composer in this collection. Karajan conducts Plays for 12 solo cellos, wind instruments, and percussion, a complex but effective work that never really became part of the repertoire.

In Berlioz’s Symphonie Fantastique, Karajan lets the suggestion play out elegantly, sophisticatedly, and powerfully.

Werner Hermann Walter Thärichen (1921–2008) was principal timpanist with the Berlin Philharmonic and a composer. He later wrote very badly about Karajan in a book, but Karajan did premiere his piece Batrachomyomachia op. 55 (or: The War of the Timpani) for two solo timpanists, vocals, chamber choir, and orchestra on September 25, 1977. It is a bizarre but effective work.

This is followed by the second live recording of Sacre du Printemps. It is no less thrilling than the first, perhaps even more effective. This work could not be performed in a more captivating, electrifying manner, and it could certainly not be performed more perfectly instrumentally. No other orchestra or conductor has ever created a more transparent sound in comparison.

The solo instruments, played here by Thomas Brandis and Ottomar Borwitzky, two members of the Berlin Philharmonic, come into their own in Brahms’ Double Concerto, which sounds more brilliant in this live recording than in the finely conducted chamber music recording with Anne-Sophie Mutter and Antonio Meneses.

This is followed by Brahms’ Second Symphony, which is sumptuously lyrical and also powerfully conducted in the finale.

Mahler’s Das Lied von der Erde in the live recording is different from the studio recordings with Christa Ludwig and René Kollo, and not only because of the different singers: in the dramatic passages, the conductor is more nervous, sharper, and more powerful, while in the quiet songs he is movingly expressive. Tenor Hermann Winkler displays genuine heroic tenor qualities, and Agnes Baltsa is in top form.

Orchestrally magnificent with fascinatingly crystal-clear Nordic textures: Jean Sibelius’ Fourth Symphony thrives on the depth of expression and excellence of the orchestra.

A Beethoven Seventh that was ‘standard practice’ for Karajan shows the conductor and his orchestra in a performance that is exciting, inspired, and magnificently played from the first minute to the last.

The box set also includes Bach’s Brandenburg Concertos Nos. 3 and 4, which, far removed from any historically informed performance practice, unfold with incomparable musical richness and great transparency. In terms of expression, too, they offer much more than one is accustomed to. Karajan projects a great deal of feeling into these works.

Karajan never succeeded better with Dvorak’s Eighth Symphony than in the 1961 Decca recording with the Vienna Philharmonic. The live recording has much to admire, but it cannot compete with the musical lyricism and colors of the Vienna recording.

Schumann’s Fourth Symphony begins with a spirited first movement, perfectly flowing and with subtle tempo changes that enliven the music immensely. A beguilingly lyrical romance is followed by the powerful, rustic scherzo and the dance-like, lively finale.       

Pianist Mark Zeltser has recorded Beethoven’s Triple Concerto with Karajan, Mutter, and Ma for DG. Here he can be heard in Tchaikovsky’s Piano Concerto, virtuosic but also rich in nuance, at times very idiosyncratic in the slow tempos and the soulful exploration of the music.

The first movement of Beethoven’s Third Symphony, the Eroica, is characterized by its continuous flow. The music never stops. Even when the tempo slows, the music continues to flow incessantly, like a boat on a swirling stream. This creates an exhilarating experience for the listener, with the woodwind instruments playing their part.

In this live recording, in which Karajan conducts much faster than in the 1963 Berlin DG recording, except in the third movement – almost two minutes in the second movement – the music is no less moving. The two movements are stupendous in their finely chiseled drive.

Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046 (Thomas Brandis,
Hansjörg Schellenberger, Burkhard Rohde, Heinrich Kärcher, Gerd
Seifert, Dieter Fischer, Philipp Moll)
Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048 (Michel
Schwalbé, Leon Spierer, Wolfram Christ, Ottomar Borwitzky,
Eberhard Finke, Friedrich Witt, Rainer Zepperitz, Herbert von
Karajan)
Béla Bartók
Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Sz 106
Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55, Eroica
Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Alban Berg
Drei Stücke aus der Lyrischen Suite für Streichorchester
Drei Orchesterstücke op. 6
Hector Berlioz
Symphonie fantastique op. 14
Johannes Brahms
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102
(Thomas Brandis, Ottomar Borwitzky)
Anton Bruckner
Symphonie Nr. 4 Es-Dur »Romantische« (2. Fassung von 1878/80)
Symphonie Nr. 5 B-Dur
Claude Debussy
Prélude à l’après-midi d’un faune
Antonín Dvorak
Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88
Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95, Aus der Neuen Welt
Gustav Mahler
Das Lied von der Erde (Agnes Baltsa, Hermann Winkler)
Felix Mendelssohn Bartholdy
Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56, Schottische
Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Nr. 41 C-Dur KV 551, Jupiter
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488
(Jean-Bernard Pommier)
Sinfonia concertante für vier Bläser Es-Dur KV 297b
(Karl Steins, Karl Leister, Gerd Seifert, Manfred Braun)
Modest Mussorgsky
Bilder einer Ausstellung (Bearbeitung: M. Ravel)
Krzysztof Penderecki
Capriccio für Violine und Orchester (Leon Spierer)
Maurice Ravel
Daphnis et Chloé, Suite Nr. 2
Arnold Schönberg
Pelleas und Melisande op. 5
Franz Schubert
Symphonie Nr. 7 h-Moll D 759, Unvollendete
Robert Schumann
Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120
Jean Sibelius
Symphonie Nr. 4 a-Moll op. 63
Symphonie Nr. 5 Es-Dur op. 82
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47 (Christian Ferras)
Finlandia op. 26
Richard Strauss
Metamorphosen, Studie für 23 Solostreicher
Also sprach Zarathustra op. 30
Ein Heldenleben op. 40
Igor Stravinsky
Le Sacre du printemps
Werner Thärichen
Batrachomyomachia op. 55 (Werner Thärichen, Oswald Vogler,
Walton Grönroos, Kammerchor Ernst Senff, Ernst Senff)
Peter Tchaikovsky
Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23 (Mark Zeltser)
Antonio Vivaldi
Sinfonia für Streicher h-Moll, RV 169, Al Santo Sepolcro
Anton Webern
Fünf Sätze für Streichorchester op. 5
Gerhard Wimberger
Plays für 12 Solo-Violoncelli, Bläser und Schlagzeug (Die 12 Cellisten
der Berliner Philharmoniker)

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