Robert Schumann: Abegg-Variationen op. 1 + Novelletten op. 21 + Allegro op. 8 - Nachtstücke op. 23 + Waldszenen op. 82 + Geister-Variationen op. posth.; Gerhard Oppitz, Klavier; # Hänssler Classic HC25032; Aufnahmen 08.2023, 03.2024, Veröffentlichung 02.01.2026 (72'33 + 72'16) - Rezension von Remy Franck ** (For English please scroll down)

Gerhard Oppitz zeigt erneut, welch hochbegabter, ganz auf die Musik konzentrierter Pianist er ist. Die Aufnahmen vom dritten Band der Schumann-Werke bestätigen alles, was im Pizzicato über die beiden ersten Veröffentlichungen zu lesen war.

In den Abegg-Variationen und den Novelletten bewundern wir viel jugendliche Frische, die ja auch diese Musik auszeichnet. Oppitz beweist, dass diese virtuosen Stücke eine wahre Fundgrube an musikalischen Einfällen sind.

Auch im zweiten Teil des Albums wirkt der immer grundehrliche Oppitz als einer, der seine Lösungen zu Schumann gefunden hat. Im Allegro op. 8 kontrastiert er frische Musik mit düsteren Fragen,

Dramaturgisch gut strukturiert folgen dann die so unterschiedlichen Nachtszenen Oppitz zeigt sich wiederum als ein Interpret, der es versteht, innere Zusammenhänge in einem neuen Licht erscheinen und mit dezenter Virtuosität jeder Phrasierung eine Bedeutung zukommen zu lassen.

Auch die Stimmungen der Waldszenen trifft er seinem Gestaltungssinn sehr genau, wodurch sie zu einem überaus reizvollen, inspirierten und inspirierenden Fantasy-Exkurs werden.

Die Geistervariationen sind Schumanns letztes Werk, entstanden bereits unter dem Einfluss des schweren Nervenleidens, das ihn frühzeitig aus dem Leben riss.

Oppitz spielt es sehr zurückhaltend, so als zwinge sich Schumann mühsam durchzuhaltend, dem wirren Geist etwas Kontinuierliches entgegen zu stellen, das dennoch immer wieder ins Stocken gerät. Eine interessante Interpretation!

Gerhard Oppitz once again demonstrates what a highly talented pianist he is, completely focused on the music. The recordings on the third volume of Schumann’s works confirm everything that was written in Pizzicato about the first two releases.

In the Abegg Variations and the Novelettes, we admire the youthful freshness that characterizes this music. Oppitz proves that these virtuoso pieces are a veritable treasure trove of musical ideas.

In the second part of the album, the ever-honest Oppitz once again comes across as someone who has found his solutions to Schumann. In Allegro op. 8, he contrasts fresh music with somber questions.

In the dramatically structured and highly distinctive Nachtszenen (Night Scene), Oppitz once again proves himself to be an interpreter who can shed new light on inner connections, giving meaning to every phrase with subtle virtuosity.

He also captures the moods of the Waldszenen (Forest Scenes very accurately with his creative flair, turning them into an extremely charming, inspired, and inspiring fantasy excursion.

The Ghost Variations are Schumann’s last work, written under the influence of the severe nervous disorder that took his life prematurely.

Oppitz plays it very restrainedly, as if Schumann were forcing himself to persevere, to counter his confused mind with something continuous, which nevertheless keeps faltering. An interesting interpretation!

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