Vox beginnt mit der Veröffentlichung von Aufnahmen aus dem Schubert-Zyklus, den der Schweizer Dirigent Peter Maag (1919-2022) im Jahre 1969 aufgenommen hat.
Peter Maag gibt sich in seiner Interpretation von Schuberts Bühnenmusik Rosamunde unendlich viel Mühe, die wunderbare Musik optimal erklingen zu lassen.
Er geht sie recht theatralisch an, mit vielen kontrastierenden Tempi, dynamischen Nuancen und Rubato. Die Musiker der Philharmonia Hungarica folgen ihm aufmerksam in seinem bezugreichen und hoch sensibel gestalteten Dirigat, und so kommt eine Interpretation zustande, die andere, unverbindlichere, in den Schatten stellt.
Diese Philharmonia Hungarica war ein Orchester aus Marl (Ruhrgebiet), das 1956 von vor der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands geflohenen Musikern in Wien gegründet wurde. Später verlegte das Orchester seinen Sitz nach Deutschland.
Mit der politischen Wende wurde das Ende des Orchesters eingeleitet, das 2004 sein letztes Konzert gab.
Die Altistin Oksana Sowiak singt einfühlsam, und der Chorgesang ist ebenfalls recht ausdrucksvoll.
Mithin ist dies eine ausgezeichnete, von Peter Maag überzeugend gestaltete Interpretation der allzu wenig bekannten Bühnenmusik Rosamunde, mit der Schubert einen schweren Misserfolg erlitten hatte.
Vox begins with the release of recordings from the Schubert cycle, which Swiss conductor Peter Maag (1919-2022) recorded in 1969.
In his interpretation of Schubert’s stage music Rosamunde, Peter Maag takes great pains to ensure that the wonderful music sounds its best.
He approaches it in a rather theatrical manner, with many contrasting tempos, dynamic nuances, and rubato. The musicians of the Philharmonia Hungarica attentively follow his expressive and highly sensitive conducting, resulting in an interpretation that eclipses other, more noncommittal ones.
The Philharmonia Hungarica was an orchestra from Marl (Ruhr area) that was founded in Vienna in 1956 by musicians who had fled Hungary just before the unsuccessful uprising. The orchestra later moved its headquarters to Germany.
The political changes brought about the end of the orchestra, which gave its last concert in 2004.
The contralto Oksana Sowiak sings sensitively, and the choral singing is also quite expressive.
All in all, this is an excellent interpretation, convincingly conducted by Peter Maag, of the all too little-known stage music Rosamunde, with which Schubert suffered a serious failure.

















