Boris Berman spielt ein gemischtes, aber dennoch sehr kohärentes Programm. Er startet mit Debussys Suite Bergamasque, die er sehr schön phrasiert und diversifiziert. Mit vielen Nuancen, ausgeklügelter Rhythmik und variablen Farben schafft er eine entzückende Atmosphäre.
Mit ihrem dezidierten Ausbruch aus der Tonalität und ihrer geistigen Tiefe bringen Arnold Schönbergs Opus 19 und 23 eine reflektive Phase ins Programm.
Prokofievs Visions fugitives spielt Berman mit einer großartigen Spontaneität, äußerst phantasievoll und mit brillanten Farben.
Ein Hauch von Unsicherheit, wenn nicht gar Angst und erlebter Bedrohung liegt über den Scriabin-Präludien, die das interessante Album sehr aktuell beenden. Berman ist technisch in allen Werken souverän und gestalterisch sehr kommunikativ. Die Tonaufnahme ist präsent und optimal räumlich.
Boris Berman performs a diverse yet cohesive program. He begins with Debussy’s Suite Bergamasque, phrasing it beautifully and diversifying it. Through his use of many nuances, sophisticated rhythms, and variable colors, he creates a delightful atmosphere.
Arnold Schönberg’s Opus 19 and Opus 23 bring a reflective phase to the program with their decisive departure from tonality and intellectual depth.
Berman plays Prokofiev’s Visions fugitives with great spontaneity, imagination, and color.
A hint of uncertainty, if not fear and perceived threat, lingers over the Scriabin preludes, bringing this interesting album to a close. Berman is technically masterful in all the pieces and offers a very communicative interpretation. The sound recording is present and optimally spatial.

















