Nikolai Medtner: Sämtliche Werke für Violine & Klavier (Violinsonaten Nr. 1 op. 21 & Nr. 2 op. 44 + Violinsonate (Nr. 3) op. 57 Sonata epica + 2 Canzonen mit Tänzen op. 43 + 3 Nachtgesänge op. 16; Nikita Boriso-Glebsky, Violine, Ekaterina Derzhavina, Klavier; 2 CDs Profil PH17087; Aufnahme 03/2017, Veröffentlichung 03/2018 (134') – Rezension von Uwe Krusch

In seinen sorglosen Jahren der Jugend und als junger Mann lebte Nikolai Medtner bis zur Oktoberrevolution in Russland. Erst 1921 erhielten er und seine Familie Ausreisevisa, mit denen sie zunächst in der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in Berlin Station machten, bevor sie über Paris nach England kamen. Read More →

Richard Strauss: Don Juan op. 20 + Tod & Verklärung op. 24 + Macbeth op. 23 + Festmarsch für Orchester C-Dur; Staatskapelle Weimar, Kirill Karabits; 1 CD Audite 97.755; Aufnahme 12/2017, Veröffentlichung 04/05/2018 (70'35) – Rezension von Remy Franck

Dreizehn Jahre sind es her, als ich eines jener Konzerterlebnisse hatte, die sich einem unvergesslich einprägen. Es war ein Strauss-‘Zarathustra’ mit dem Philharmonischen Orchester Luxemburg unter Kirill Karabits. Damals schrieb ich: « …zeigte, worin sich dieser Dirigent von denen unterscheidet, die den Schwung, die großen Crescendi und die starken Akzente treffen und dennoch eigentlich nur durchs das Werk hüpfen wie jemand, der über ein paar ins Wasser gelegte Steine von einem Ufer eines Flusses an das andere gelangen will. Karabits interessierte sich auch für das, was zwischen den Steinen liegt,… ». Read More →

Henri Vieuxtemps: Werke für Viola und Klavier (Capriccio, Elegie, Etüde, Sonate, Unvollendete Sonate); Christian Euler, Viola, Paul Rivinius, Klavier; 1 SACD MDG 903 2063-6; Aufnahmen 09/2017; Veröffentlichung 02/2018 (74'53) – Rezension von Uwe Krusch

Charles August de Bériot war sein Geigenlehrer, bei Anton Reicha studierte er Komposition, Paganini und Spohr, die ebenfalls herausragende Geiger waren, lobten ihn, Anton Rubinstein war sein Duopartner und Berlioz, Chopin, Liszt und Schumann waren seine Bewunderer, ebenso wie das normale Publikum. Kurzum, Henri Vieuxtemps war ein gefeierter Virtuose der Geige. Aber er war auch ein hochgeschätzter Komponist. Read More →

Arnold Krug: Klavierquartett + Streichsextett; Linos Ensemble; 1 CD cpo 555 030-2; Aufnahmen 10/2014; Veröffentlichung 2/2018 (66:57) – Rezension von Uwe Krusch

Dass Mendelssohn in Hamburg geboren wurde und Brahms als Norddeutscher ebenfalls, ist kaum erwähnenswert. Beide zeichnet aber aus, dass sie Hamburg nach einiger Zeit verließen und nicht zurückkamen. Arnold Krug jedoch blieb, bis auf Studien- und Lehrjahre in Leipzig und Berlin sowie ein Jahr in Italien und Frankreich, seiner Heimat treu. Read More →

PianOrchestra Vol. 2; Bedrich Smetana: Die Moldau (Arr. Heinrich von Kaan-Albest); Igor Stravinsky: Petruschka (Arr. Theodor Szanto); Aram Khatchaturian: Adagio aus Spartacus (Arr. Matthew Cameron); Sergej Prokofiev: Drei Stücke für Klavier op. 96; Maurice Ravel: La Valse (Arr. Alexander Ghindin); Dmitri Shostakovich: Suite für Varieté-Orchester, Walzer Nr. 2 (Arr. Florian Noack); François-Xavier Poizat, Klavier; 1 SACD Ars Produktion 38 249; Aufnahme 11/2017, Veröffentlichung 04/2018 (61'13) – Rezension von Remy Franck

Auf seiner zweiten Schallplatte mit Bearbeitungen von Orchesterwerken für Soloklavier spielt der Schweizer Pianist François-Xavier Poizat (*1989) Werke, die sich mehr oder weniger gut für ein solches Unterfangen anbieten, bzw. mehr oder weniger gut bearbeitet wurden. Read More →

Johann Franz Xaver Sterkel: Sonaten für Fortepiano und Violine op. 33 Nr. 1 & 3, op. 25 + Fantasie für Pianoforte, op. 45 + Romanze für Pianoforte op. 24 Nr. 3; Els Biesemans, Fortepiano, Meret Lüthi, Violine; 1 CD Ramée RAM 1701; Aufnahme 1/2017, Veröffentlichung 03/2018 (74'17) – Rezension von Uwe Krusch

Ein beeindruckender Pianofortespieler muss dieser Johann Franz Xaver Sterkel gewesen sein. Als die Bonner Hofkapelle auf einem Ausflug war, brachten Ries und die Gebrüder Romberg sowie der Simrock den jungen Ludwig van Beethoven nach Aschaffenburg zu Sterkel, um ihn seine Fähigkeiten demonstrieren zu lassen. Beethoven, dessen Spiel zu dieser Zeit noch ziemlich unbehauen geklungen haben muss, lauschte aufmerksam. Read More →

Franz Xaver Richter: Exsultate Deo + Oboenkonzert + Sinfonia Nr. 52 + Te Deum; Markéta Böhmova, Pavla Radostova (Sopran), Piotr Olech (Altus), Jaroslav Brezina, Jakub Kubin (Tenor), Jirí Miroslav Prochazka (Bass), Luise Haugk (Barockoboe), Tschechisches Barock Orchester und Chor, Roman Valek; 1 CD Supraphon SU 4240-2; Aufnahmen 06/2017, Veröffentlichung 02/2018 (49'50) – Rezension von Uwe Krusch

Die mit dem Begriff ‘Mannheimer Schule’ verbundenen Orchestereffekte wie die Raketen, also quirlig nach oben strebende Notengruppen, haben wohl gedanklich auch Pate gestanden bei der Einspielung dieser CD. Mit durchweg flotten Tempi werden sowohl eine Symphonie des Komponisten als Paradebeispiel für die Musik dieser Hofkapelle als auch Werke aus seiner späteren Zeit in Straßburg vorgestellt. Read More →

Johann Sebastian Bach: h-Moll-Messe BWV232; Katherine Watson. Sopran, Helen Charlston, Mezzosopran, Iestyn Davies, Countertenor, Gwilym Bowen, Tenor, Neal Davies, Bass; Trinity College Choir Cambridge, Orchestra of the Age of Enlightenment, Stephen Layton; 2 CDs Hyperion CDA68181/2; Aufnahme 2017, Veröffentlichung 03/2018 (107'43) – Rezension von Remy Franck

Stephen Layton reduziert nicht, er macht nicht auf pure Opulenz und er will nicht authentisch sein: seine h-Moll-Messe erlangt Grandeur und Kraft durch einen extrem frischen und brillanten Klang, ein vitales Straightfoward-Musizieren und viel Spontaneität. Read More →

Ludwig van Beethoven: Symphonien Nr. 1-9 (Arr. Peter Stangel); Taschenphilharmonie, Peter Stangel; 6 CDs Edition Taschenphilharmonie ETP 019; Aufnahme 2012-2017, Veröffentlichung 04/2018 (77') – Rezension von Remy Franck

Die ‘Taschenphilharmonie’ nennt sich selber « das kleinste Sinfonieorchester der Welt“ und beruft sich auf eine berühmte Tradition: 1920 gründete Arnold Schönberg in Wien den ‘Verein für musikalische Privataufführungen’, der großbesetzte Orchesterwerke mit einem kleinen, aber feinen Ensemble aufführte. Dieses Prinzip der kammermusikalischen Symphonik führt die Taschenphilharmonie fort und entwickelt sie weiter. Read More →

Antonin Dvorak: Symphonie Nr. 2; Das goldene Spinnrad; Staatsphilharmonie Nürnberg, Marcus Bosch; 1 CD Coviello COV 91735; Aufnahmen 10/2017; Veröffentlichung 3/2018 (74:58) – Rezension von Uwe Krusch

Ein weiterer Baustein in der Reihe mit Symphonien von Antonin Dvorak mit den Nürnberger Staatsphilharmonikern unter Marcus Bosch liegt nun mit der Zweiten Symphonie vor. Ergänzt wird sie durch die symphonische Dichtung ‘Das goldene Spinnrad’. Read More →

  • Pizzicato

  • Archives