Wolfgang Amadeus Mozart: Konzerte für Violine und Orchester 1 - 5 + Adagio E Dur KV 261 für Violine & Orchester + Rondo B-Dur KV 269/261a für Violine und Orchester + Rondo C-Dur KV 373 für Violine & Orchester; Mozarteumorchester Salzburg, Roberto González-Monjas, Violine und Leitung; # Berlin Classics 0303023BC; Aufnahme 10.2024, 04.2025, Veröffentlichung 23.01.2026 (130'23) – Rezension von Uwe Krusch ** (For English please scroll down)

Die fünf Violinkonzerte sowie die drei Einzelsätze für Violine und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart liegen in unzähligen Einspielungen vor, da diese Werke zum täglichen Brot guter Solisten gehören.

Eine neue Aufnahme ist also vielen Vergleichen ausgesetzt und der Frage, wie sie mit dieser Bürde umgeht. Versuchen die Interpreten mit Spitzfindigkeiten oder Mätzchen ihren eigenen Weg zu zeigen oder lassen sie einfach die Musik sprechen?

Roberto González-Monjas und das Mozarteumorchester Salzburg, letzteres allein schon, aber nicht nur des Namens und seines Sitzes wegen, darf man bei Mozart als besonders sachkundig ansiedeln. Dazu passt auch der Text im Begleitheft des Albums, in dem fokussiert und doch weit über den üblichen Inhalt solcher Beilagen hinaus die Entwicklungen und Besonderheiten bei jedem dieser Konzerte informativ beleuchtet werden. Informationen zu Gonzales-Monjas und dem Orchester fehlen. Das kann man bei diesen bekannten Interpreten als Understatement sehen und soll nicht stören. Aber Informationen zu Instrument, Kadenzen oder Aspekten der Aufnahme zur Abrundung wären kaum auf Desinteresse gestoßen. Nicht jeder Hörer ist so fachkundig, dass sich ihm alles auch so erschließt.

Die Interpretationen widmen sich ausschließlich den Kompositionen. Effekthaschereien sind glücklicherweise ebenso absent wie die Tempi in keine Richtung überzogen sind und damit ein frisches und energetisch aufgeladenes Spiel ermöglichen, ohne durch Verschleppung oder Hast die Formulierung der musikalischen Gestalt unangemessen zu beeinflussen.

Auf diese Weise vermitteln sie die Stücke ebenso punktgenau ausgehorcht wie mit der Triebkraft der spielerisch wirkenden Leichtigkeit der Darstellung. Hier werden, außer in kleinen Details der Solostimme, keine unerwartet neuen Rezepte präsentiert. Vielmehr wird alles so genuin edel gezeigt, wie man es heutzutage gar nicht erwartet hat und deshalb umso mehr begrüßt.

Wolfgang Amadeus Mozart’s five violin concertos and three individual movements for violin and orchestra have been recorded countless times, as these works are part of the daily repertoire of good soloists. A new recording is therefore subject to many comparisons and the question of how it deals with this burden. Do the performers try to show their own way with sophistry or antics, or do they simply let the music speak for itself?

Roberto González-Monjas and the Mozarteum Orchestra Salzburg, the latter not only because of its name and location, can be considered particularly knowledgeable when it comes to Mozart. This is also reflected in the liner notes accompanying the album, which provide a focused yet informative overview of the developments and special features of each of these concerts, going far beyond the usual content of such supplements. Information about Gonzales-Monjas and the orchestra is missing. Given the fame of these performers, this can be seen as an understatement and should not be a cause for concern. However, information about the instrument, cadenzas, or aspects of the recording to round off the picture would hardly have been met with disinterest. Not every listener is so knowledgeable that everything is immediately apparent to them.

The interpretations focus exclusively on the compositions. Fortunately, there is no showmanship, nor are the tempos exaggerated in any direction, allowing for fresh and energetic playing without unduly influencing the musical form through delay or haste. In this way, they convey the pieces with precision and with the driving force of a playful lightness of touch. Except for a few small details in the solo part, no unexpected new ideas are presented here. Rather, everything is presented with a genuine nobility that one would not expect nowadays and is therefore all the more welcome.

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