Adam Fischer, Erster Konzertdirigent der Düsseldorfer Symphoniker vergibt am 29. März den Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf an die sudanesische Frauenrechtlerin Salwa Elsadik. Die Wissenschaftlerin ist Gründerin und Direktorin der von Frauen geführten Women Advocacy and Development Iniative (WADI), die im Sudan humanitäre Hilfe leistet.
Zur Auswahl der Preisträgerin erklärt Adam Fischer: « Viele Krisen und Kriege weltweit werden von der westlichen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Was im Sudan seit Jahren geschieht, dürfen wir nicht vergessen. Ich habe großen Respekt vor Salwa Elsadik, die trotz Gewalt und politischer Instabilität weiterhin für Gleichberechtigung und Menschenrechte kämpft und sich dafür einsetzt, dass Frauen am Friedensprozess und am gesellschaftlichen Wiederaufbau ihres Landes beteiligt werden.“
Der erstmals vergebene undotierte Solidaritätspreis geht an Jacques Tilly. Der Bildhauer gestaltet seit den 1980er-Jahren die politisch-satirischen Mottowagen des Düsseldorfer Rosenmontagszugs, die regelmäßig international für Aufmerksamkeit sorgen. Gegen Tilly wurde in Russland ein Strafverfahren eröffnet, in dem ihm vorgeworfen wird, « Falschinformationen über die russische Armee“ verbreitet sowie russische Staatsorgane verunglimpft zu haben. Nach russischem Recht drohen dafür eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.
Adam Fischer schätzt Tillys Einsatz für die Meinungsfreiheit sehr: « Als Künstler muss ich gegen die Verfolgung von Künstlern aufstehen. Ich bewundere die Klarheit und Entschiedenheit von Jacques Tilly und seiner Kunst. Sie gehört geschützt, nicht angeklagt. »
















