Mozart-Konzerte für Klaviersextett
Mozart Klavierkonzerte Nr. 9 & 17 in Lachners Bearbeitung  für Klaviersextett wurden von Alan Goldstein, dem Fine Arts Quartet sowie dem Kontrabassisten Alexander Bickard für Naxos aufgenommen. Wie die vorausgegangene Veröffentlichung ist auch diese sehr gefällig. Ein lebendiges, aber auch, wenn nötig, gefühlvolles Musizieren macht diese Aufnahmen zu einem puren Hörvergnügen. Die klangliche Balance ist optimal und der Klang ist bei aller Transparenz doch kräftig und volltönend. – Mozart Piano Concertos Nos. 9 & 17 in Lachner’s arrangement for piano sextet were recorded for Naxos by Alan Goldstein, the Fine Arts Quartet, and double bassist Alexander Bickard. Like the previous release, this one is very pleasing. Lively but also, when necessary, soulful performing makes these recordings a pure listening pleasure. The tonal balance is optimal and the sound, for all its transparency, is nonetheless powerful and full-bodied. – (Naxos 8.574164) – ♪♪♪♪

Steffani-Arien mit Silvia Frigato
Die italienische Sopranistin Silvia Frigato und das Ensemble Castor haben für PanClassics Opernarien von Agostino Steffani sowie Instrumentalstücke von Giuseppe Antonio Brescianello und Johannes Schenck aufgenommen. Die Sängerin singt ausdrucksstark und mit elegant diskreter Verzierung. Das Ensemble unterstützt sie hervorragend. Das reizvolle Programm profitiert von diesen nuancierten Darbietungen, die vom Tonmeister lebendig und angenehm räumlich sowie mit vorbildlicher Balance aufgenommen wurden. – Italian soprano Silvia Frigato and Ensemble Castor have recorded opera arias by Agostino Steffani and instrumental pieces by Giuseppe Antonio Brescianello and Johannes Schenck for PanClassics. The singer sings expressively and with elegantly discreet ornamentation. The ensemble supports her superbly. The delightful program benefits from these nuanced performances, and the recorded sound is vivid, well balanced and pleasantly spacious. (PanClassics PC 10423) – ♪♪♪♪

Die gesamten Symphonien von Imants Kalnins
Imants Kalnins ist ein 1941 geborener lettischer Komponist von sowohl ‘klassischer’ als auch Rock-, Pop- und Filmmusik. Seine 7 Symphonien, sein Konzert für Orchester sowie die Cello- und Oboenkonzerte, die zum Teil schon auf Einzel-CDs erhältlich waren, wurden nun von Skani in einer Box herausgebracht. Die Musik wird gespielt von Liepaja Symphony Orchestra. In seinen Kompositionen, die er für den klassischen Bereich schreibt, mischt Kalnins klassische Elemente mit Elementen der Popmusik und schafft so eine dramatische und wirkungsvolle, leicht zugängliche und durchwegs effektvolle Musik. Seine vierte Symphonie beispielsweise kann Mosolovs ‘Eisengießerei’ Konkurrenz machen. Es ist in jedem Fall ein lautes Erlebnis! Die Fünfte hingegen ist im Unterschied zu den anderen Symphonien so unterschiedlich wie Prokofievs Erste gegenüber den restlichen Symphonien des Russen. Dem Dirigenten dieser Aufnahmen, Atvars Lakstigala, gelingt es, viel Spannung in die Musik zu bringen und die aufgeregt-nervösen Passagen in Kontrast zu den wohltuend ruhigen Momenten zu stellen. – Imants Kalnins, born in 1941, is a Latvian composer of classical, Rock, Pop and film music. His 7 symphonies, his Concerto for Orchestra and the Cello and Oboe Concertos, some of which were already available on individual CDs, have now been released by Skani in a box set. The music is performed by the Liepaja Symphony Orchestra. In the compositions, which he writes for the classical field, Kalnins mixes classical elements with elements of pop music to create music that is dramatic and effective and easily accessible. His Fourth Symphony, for example, may rival Mosolov’s ‘Iron Foundry.’ It is a loud experience in any case! The Fifth, on the other hand, is as different as Prokofiev’s First is from the rest of the Russian’s symphonies. The conductor of these recordings, Atvars Lakstigala, succeeds in bringing a great deal of tension to the music, contrasting the agitated, nervous passages with the soothingly quiet moments.  (Skani LMIC087) – ♪♪♪♪♪

Gulda spielt Chopin und Beethoven
Guldas Einspielung von Chopins Préludes und Beethovens Diabelli-Variationen sind analytisch-modern, in einem gewissen Sinn kreativ und ganz speziell. SWR Music hat die beiden Werke in einem Doppelalbum vereint. Der Chopin wurde 1953 aufgenommen, die Aufnahme ist etwas hallig und das Klavier klingt nicht besonders gut. Aber spannend ist die Interpretation allemal. Der Beethoven ist von 1968, also wesentlich jünger als Guldas Wiener Aufnahme von 1957, aber ähnlich kompromisslos in der Rhythmik, Akzentuierung und Dynamik. – Gulda’s recording of Chopin’s Préludes and Beethoven’s Diabelli Variations are analytically modern, in a certain sense creative and quite special. SWR Music has united the two works in a double album. The Chopin was recorded in 1953, the recording is a bit reverberant and the piano does not sound particularly good. But the interpretation is exciting all the same. The Beethoven is from 1968, much younger than Gulda’s Vienna recording from 1957, but similarly uncompromising in rhythm, accentuation and dynamics.  (SWR Music 19097CD) – ♪♪♪♪

Ottorino Respighi: Concerto all'antica für Violine & Orchester + Antiche danze ed arie per liuto, Suiten Nr. 1-3; Davide Alogna, Violine, Chamber Orchestra of New York, Salvatore di Vittorio; 1 CD Naxos 8.573901; Aufnahme 06/2019, Veröffentlichung 26/02/2021 (81'34) – Rezension von Remy Franck

Eine Erstaufnahme einer Komposition von Ottorino Respighi erheischt Aufmerksamkeit. Es handelt sich um das Concerto all’antica P. 75 aus dem Jahre 1908. Nun ist das eigentlich nicht ganz richtig, denn dieses Violinkonzert wurde zuvor schon vom Orchestra Sinfonica di Roma unter Francesco La Vecchia für Brilliant Classics eingespielt. Richtig ist, dass dies die Erstaufnahme der ersten gedruckten kritischen Edition der Partitur ist, die Dirigent Di Vittorio 2019 veröffentlichen ließ. Read More →

Jan Kritel Neruda: Trompetenkonzert; Christian Gouinguené: Trompetenkonzert Joseph Haydn: Trompetenkonzert Hob VII: Johann Nepomuk Hummel: Konzert für Trompete und Orchester in E-Dur;  Marc Geujon, Trompete, Orchestre Symphonique de Mulhouse, Jacques Lacombe; 1 CD Indésens INDE 146; Aufnahme 09/2020, Veröffentlichung 26/02/2021 (76'25) – Rezension von Remy Franck

Nach verschiedenen Stellen in anderen französischen Orchestern ist der 1974 geborene Trompeter Marc Geujon heute Solotrompeter im Orchester der Pariser Oper sowie als Kammermusiker und Pädagoge tätig. Read More →

Nicolo Paganini / Fritz Kreisler: La Clochette (La campanella); Fritz Kreisler: Recitativo und Scherzo-Caprice, op. 6; John Corigliano: The Red Violin Caprices; Carlo Boccadoro: Come d’autunno; Nicolo Paganini: Cantabile, op. 17; Gioacchino Rossini: Un mot à Paganini (Péchés de vieillesse Nr. 4); Alfred Schnittke: A Paganini; Karol Szymanowski: Trois Caprices de Paganini, op. 40; Francesca Dego, Violine, Francesca Leonardi, Klavier; 1 CD Chandos CHAN 20223; Aufnahme 11/2019, Veröffentlichung 26/02/2021 (64'03) – Rezension von Remy Franck

Die 1989 geborene italienische Geigerin Francesca Dego spielt in ihrem sich auf  Paganini konzentrierenden Programm Paganinis Geige, die legendäre Il Cannone von Guarneri del Gesù aus dem Jahr 1743. Die Aufnahme wurde im November 2019 im Rathaus von Genua gemacht, wo il Cannone aufbewahrt wird. Das Instrument klingt phantastisch, und Dego hat es sich wirklich zu eigen gemacht. Read More →

Mit einem gemeinsamen Appell für eine baldige Öffnung ihrer Häuser haben sich Intendanten, Generalmusikdirektoren und Chefdirigenten aller führenden Berliner Theater, Opern und Konzerthäuser an die deutschen Führungspolitiker, d.h. Merkel, Müller und Konsorten gewandt. Read More →

Der deutsche Cellist Wolfgang Boettcher ist im Alter von 86 Jahren in Berlin gestorben. Bis 1976 war er zweiter Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker. Ab 1976 übernahm er eine Professur an der Hochschule der Künste Berlin, der heutigen Universität der Künste Berlin. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Ensembles Die 12 Cellisten sowie des Brandis-Quartetts.

The latest Karajanist Community Letter is dedicated to Karajan and the European Union Youth Orchestra, one of the major youth orchestras in the world which has its own Karajan story. There is also another interview with one of Karajan’s Mozart singers – Ferruccio Furlanetto, the Maestro’s last Leporello. Read More →

Brahms aujourd‘hui; Nicolas Bacri: In Anlehnung an Brahms; Graciane Finzi: Winternacht, Philippe Hersant: Regenlied; Ensemble Des Equilibres (Agnès Pyka, Violine, Laurent Wagschal, Klavier; 1 CD Klarthe K118; Aufnahme 07/2020; Veröffentlichung 26/02/2021 (56'02) – Rezension von Uwe Krusch

Das Ensemble Des Equilibres hat bei drei zeitgenössischen Komponisten Werke beauftragt. Jedes sollte auf eine der drei Sonaten für Violine und Klavier von Johannes Brahms eingehen. Die Idee dahinter war, über diese Weise den weniger geübten Hörern neuer Musik eine Brücke zum leichteren Verständnis zu bauen. Read More →

Ludwig van Beethoven: Violinkonzert in D-Dur, op. 61; Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert in D-Dur, K271a/K271i; Liya Petrova, Violine, Sinfonia Varsovia, Jean-Jaques Kantorow; 1 CD Mirare MIR 552; Aufnahme 09/2020, Veröffentlichung 26/02/2021 (76') – Rezension von Remy Franck

Die bulgarische Geigerin Liya Petrova und der Dirigent Jean-Jaques Kantorow legen eine erfüllte, von großer Sensibilität und beherzter Spontaneität getragene Interpretation des Violinkonzerts von Ludwig van Beethoven vor, in der nirgends Klangpauschalität auszumachen ist. Mit 9’52 » tendiert das Larghetto zu den langsamen Interpretationen, wird aber wunderbar lyrisch und in verhaltener Emotionalität zum absoluten Hinhörer. Read More →

The Freischütz Project; Stanislas de Barbeyrac (Max), Johanni Van Oostrum (Agathe), Chiara Skerath (Ännchen), Vladimir Baykov (Kaspar), Christian Immler (Eremit), Thorsten Grümbel (Kuno), Daniel Schmutzhard (Ottokar), Anas Séguin (Kilian), Insula Orchestra, Choeur Accentus, Laurence Equilbey; 1 CD + Bonus DVD Erato 0190295109547; Liveaufnahme 10/2019, Veröffentlichung 26/02/2021 (79') – Rezension von Remy Franck

Das Freischütz Projekt ist eine Liveaufnahme von Auszügen aus Carl Maria von Webers Oper. Die Ouvertüre ist noch ok, obgleich auch hier schon Equilbeys Hang zum Überakzentuieren (dem sogenannten Hopsasa-Dirigieren) gemäßigt deutlich wird. Positiv fallen die frischen Farben des Orchesterspiels auf. Die folgenden zwei Chornummern sind durchwegs in Ordnung. In der großen Arie ‘Nein, länger trag ich nicht die Qualen’ kann Stanislas de Barbeyrac als Max gefallen, obschon die Stimme etwas säuerlich klingt. Equilbey begleitet einfühlsam und dynamisch, freilich mit etwas unruhiger Rhythmik. Read More →

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