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DIE MAGIE DER SIBELIUS-LIEDER

J. Sibelius: Luonnotar und andere Orchesterlieder; Soile Isokoski (Sopran), Helsinki Philharmonic Orchestra, Leif Segerstam; 1 SACD Ondine ODE 1080-5; 10/05 (61'37)

- - SUPRSONIC - -

Mattila, Bonney, Otter …, vergesst sie in diesem Repertoire der Orchesterlieder von Jean Sibelius. Die Referenz ist nun Soile Isokoski! Die finnische Sopranistin hat zusammen und in völliger Harmonie mit Leif Segerstam die ultimativen Mittel gefunden, damit sich die Magie dieser Musik voll entfalten kann. Woran liegt das, was ist das Geheimrezept der Isoikoski? Nun, ich glaube, die Sängerin hat sich vom Kunstlied entfernt, jede mögliche Künstlichkeit abgestreift, jede Dramatik beiseite gelassen, um nicht den Inhalt und dessen Darstellung zu fokussieren, sondern die Erzählung des Inhalts. Sie erzählt etwas, was sie bewegt. Diese Kunst, innerlichsten, seelenhaften Ausdruck ohne Emphase zu erreichen, ist ein Balladensingen voller inniger Noblesse. Mit ihrem eindringlichen Stimme, ihrem wundervoll leuchtenden Timbre, einer reichen Farbpalette kann sie die Stimmungen so zwingend wiedergeben, dass man ihren Erzählungen gebannt folgt.
Leif Segerstam bettet die Stimme in einen nicht weniger stimmungsvollen Orchesterklang, der sich nie verselbstständigt, sondern immer im Dienste des Liedes bleibt. Übrigens wurden von den 19 hier erklingenden Liedern nur neun von Jean Sibelius selber orchestriert, die übrigen Bearbeitungen stammen mehrheitlich von Jussi Jalas, einem Dirigenten, der mit einer von Sibelius' Töchtern verheiratet war, sowie von Nils-Eric Fougstedt, Ernest Pingoud und Ivar Hellman.
Eine zutiefst beglückende CD! RéF
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