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KORSTICK MIT SCHUBERT
F. Schubert: Klaviersonate D. 960, Ungarische Melodie D. 817;
L. van Beethoven: Bagatellen op. 126, Klavierstücke WoO.
60, 61, 61a; Michael Korstick, Klavier; 1 CD Ars Musici AM
1373-2; 8/03 (75'42)
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- - SUPRSONIC - -
Weil er so fleißig ist und mit sich selbst und der Musik
so sehr im Reinen, konnte Michael Korstick beim Aufnahmetermin
für Beethovens Hammerklavier- und Waldstein-Sonaten mehr
aufnehmen als geplant, nämlich auch noch das Programm
dieser CD, die daher recht schnell nach der von uns mit dem
'Excellentia Award' ausgezeichneten Beethoven-Platte erscheint.
Und einmal mehr überwältigt uns der Pianist mit
einer Interpretation, die wie ein Fels in der Brandung dasteht,
allein auf weiter Flur in einer so persönlichen und doch
so indiskutablen Interpretation, dass man aus dem Staunen
gar nicht mehr herauskommt.
Schuberts 1828, also nach Beethovens Tod entstandene Sonaten
sind gewissermaßen Sonaten der Befreiung. Der Meister
war verblichen, das Terrain gehörte nun ihm, dem kleinen
Franz. Und er zeigte das mit einer zum Teil erstaunlichen
Entschlossenheit. Zwar bleibt das Zögern ebenso wenig
aus wie die Trauer, das Grübeln auch, aber die herrischen
Akzente sind nicht zu überhören. Korstick führt
uns als optimaler Lotse durch des Komponisten erregende Gedankenwelt,
mit rigoros geregelten Tempi, einer bestechenden Farbenvielfalt
und einer Nuancierungskraft, die immer im Rahmen der Musik
bleibt. Ich will damit sagen, dass Korstick sich keiner außermusikalischen
Mittel bedient, um die Musik zum Erlebnis zu machen. Das trifft
auch und vielleicht gerade auf die Bagatellen und Klavierstücke
von Beethoven zu. Korstick spielt kein Theater, er liest den
Text mit der ihm eigenen Intelligenz, und da ist alles drin
enthalten!
Bei anderen Interpreten würde das langweilig werden.
Bei Korstick wird es zum Ereignis. Auf die Gefahr hin mich
zu wiederholen: Ein genialer Pianist! RéF
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